Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 28.08.17-03.09.17


FEIGE


Als Trockenfrucht in der Weihnachtszeit ist die Feige allen wohlbekannt. Doch auch als frische Frucht wird sie immer häufiger angeboten. Sogar die Feigenbäume verbreiten sich in warmen Ecken Deutschlands immer mehr und sie tragen sogar süße Früchte. Dass der Genuss von Feigen gegen Verstopfung hilft, ist wohl recht vielen bekannt. Mit Feigen kann man jedoch auch Husten und andere Beschwerden lindern. Manche sprechen der Feige sogar eine Wirksamkeit gegen Tumoren zu.
Die Echte Feige ist eine  Pflanzenart aus der  Gattung der  Feigen. Sie zählt zu den ältesten domestizierten Nutzpflanzen und wird im gesamten  Mittelmeerraum angebaut. Sie hat wie alle Feigen eine komplexe Bestäubungsökologie.

Steckbrief
Heilwirkung:
antibakteriell, Hustentee, Verstopfung, wurmtreibend, Skorbut, Hämorrhoiden, Leberschwäche, Geschwüre, Hautausschläge, Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name:
Ficus carica
Pflanzenfamilie:
Maulbeergewächse = Moraceae
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte
Inhaltsstoffe:
Ficine (Enzyme), Benzaldehyd, Invertzucker, Pektin, Vitamine, Fruchtsäuren, Fermente, Schleim
Sammelzeit:
September, Oktober

Anwendung
Die meisten Feigen werden getrocknet. Dies geschieht an der Sonne oder in Heißluftöfen. Der Wassergehalt wird dabei auf 33 bis 18  % gesenkt, der Zuckeranteil steigt auf rund 60 %. Die im Handel erhältlichen Rollen entstehen, indem man die getrockneten Feigen unter heißem Wasserdampf presst. Die Hauptverwendung der Feigen ist dementsprechend als Obst. Aus dem Saft reifer Feigen wird auch ein Dessertwein hergestellt. In Spanien und Portugal stellt man „Feigenkäse" her, aus reifen Feigen, Hasel-, Pinienkernen, Mandeln, Pistazien und Gewürzen. Geröstete Feigen werden auch zu Feigenkaffee verarbeitet. Im Handel werden die Feigen meist nicht unter den Sortennamen gehandelt, sondern nach der Herkunft benannt: Smyrna-Feigen (Türkei, besonders Mäander-Tal), Bari-Feigen (Provinz Puglia, Italien), Fraga-Feigen (Provinz Huelva, Spanien), Calamata-Feigen (Peloponnes, Griechenland), Bougie-Feigen (Algerien). In der Volksmedizin wird die weiße Milch, die austritt, wenn man die Blätter von den Zweigen bricht, zur Linderung bei Insektenstichen und zur Beseitigung von Warzen angewendet.
Die Feige kann man frisch oder getrocknet essen. Sie wirkt mild abführend, ist also bei leichter Verstopfung geeignet. Auch bei Vitaminmangelerscheinungen kann sie helfen. Zudem wirkt sie stärkend. Getrocknet kann man sie Hustenteemischungen beifügen. Der Tee wird dadurch leicht süß und trinkt sich angenehmer. Auch einen Sirup kann man aus Feigen herstellen. Äußerlich angewandt hilft die Feige auch bei verschiedenen Hauterkrankungen. In alten Schriften wird die Feige sogar für ihre Wirkung gegen Krebs gerühmt, aber mit solchen Beschreibungen sollte man immer zurückhaltend sein. Allerdings haben sogar medizinische Forschungen in Japan in der Feige einen Wirkstoff entdeckt, der unter bestimmten Umständen Tumoren schrumpfen lassen kann. Sogar Remissionen bei menschlichen Krebspatienten wurden beobachtet.

Pflanzenbeschreibung
Der Feigenbaum wächst bevorzugt im Mittelmeerraum bis nach Indien, aber je wärmer es wird, desto mehr verbreitet er sich auch in Deutschland, zumal es inzwischen auch winterharte Sorten gibt. Er wird bis zu zehn Meter hoch. Schon aus religiösen Abbildungen sind die großen, gelappten Blätter bekannt, groß genug, um die Geschlechtsteile der abgebildeten Adam und Eva zu bedecken. Die Blüten sieht man kaum, doch die kleinen Feigenwespen, die die einzigen Befruchter sind, finden die Blüten und befruchten sie auf komplizierte Weise. Die befruchteten Blüten entwickeln sich im Laufe des Sommers zu Früchten. Die Früchte im Süden werden blauviolett zur Reifezeit, Früchte aus Mitteleuropa bleiben häufig grün, obwohl sie saftig und süß werden.
Vegetative Merkmale
Die Feige wächst als sommergrüner und laubwerfender Strauch oder kleiner Baum mit Wuchshöhen von 3 bis zu 10 Metern. Die Krone ist bei alten Individuen sehr breit und ausladend, jedoch unregelmäßig und niedrig. Der Stamm ist oft knorrig, gedreht oder gebogen. Die reiche Verzweigung beginnt schon in geringer Höhe. Die Zweige sind stark und gerade. Die gräulich-braune  Borke besitzt deutliche erkennbare Lentizellen. Die Rinde ist glatt, hellgrau. Die ganze Pflanze führt Milchsaft, der in Zusammenhang mit Sonnenlicht nach Berührung zu einer  Photodermatitis führen kann, die sich durch Entzündung der Haut und Bläschenbildung äußert. Die Laubblätter sind wechselständig an den Zweigen angeordnet. Der kräftige Blattstiel ist 2 bis 8 Zentimeter lang. Die feste, steife und fast ledrige Blattspreite ist bei einer Länge und Breite von 10 bis 20 Zentimeter breit-eiförmig und drei- bis fünflappig, wobei die Blattlappen eiförmig sind und die Spreitenbasis mehr oder weniger herzförmig ist. Der Blattrand ist unregelmäßig gezähnt. Die dunkelgrüne Blattoberseite ist rauhaarig. Die hellere Blattunterseite ist dicht mit kleinen Zystolithen und kurzen, flaumigen Haaren bedeckt.  Es sind zwei bis vier Basalnerven und fünf bis sieben Seitennerven auf jeder Seite des Mittelnerves vorhanden. Die  Nebenblätter sind rot und bei einer Länge von etwa 1 cm eiförmig-lanzettlich.
Blütenstand und Blüten
Die achselständig und einzeln stehenden Blütenstände sind bei einem Durchmesser von 3 bis 5 Zentimeter birnenförmig beziehungsweise flaschenförmig. Sie entstehen, indem die Blütenstandsachse krugförmig nach oben wächst und mehrere hundert Einzelblüten dabei nach innen verlagert werden. An der Spitze des Blütenstandes bleibt eine enge, konkave Öffnung frei, die durch schuppenartige, eiförmige Hochblätter fast völlig geschlossen ist.
Feigen sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), d.  h. es gibt männliche und weibliche Blüten, die zusammen auf einem Pflanzenexemplar vorkommen. Die männlichen Blüten besitzen vier oder fünf Kelchzähne und meist drei, selten ein, vier oder fünf  Staubblätter. Bei den weiblichen Blüten gibt es wieder zwei Formen: Die sogenannte „Gallblüte" mit kurzem  Griffel, sie ist steril. Die fertile weibliche Blüte besitzt vier oder fünf Kelchzähne und einen eiförmigen glatten Fruchtknoten sowie einen seitlichen langen Griffel, der in zwei linealen Griffelästen endet. Diese drei Blütenformen sind auf zwei Formen der Kulturfeige verteilt, die klassisch als Varietäten eingestuft werden:
Die Haus- oder Essfeige, die die essbaren Früchte liefert, besitzt nur langgrifflige weibliche Blüten. Da ihr die männlichen Blüten fehlen, kann sie sich also alleine gar nicht vermehren.
Die Holz- oder Bocksfeige, enthält kurzgrifflige weibliche Gallenblüten und männliche Blüten. Letztere stehen in der Nähe des Ostiolums. Die Bocksfeige ist funktionell die männliche Pflanze.
Früchte und Samen
Nach der Bestäubung entwickelt sich der Blütenstand in drei bis fünf Monaten zur bekannten Feige, einem  Fruchtverband (Achänenfruchtverband), genauer einem Sykonium, Hypanthodium da die weiblichen Blüten sich zu Achänenentwickeln und in den Blütenboden integriert sind. Beim Essen bemerkt man die kleinen Kerne sehr gut. Die Form ist kugelig bis birnförmig. Je nach Sorte ist die Farbe grün bis dunkelviolett. Das Innere der Scheinfrucht besteht aus den Achänen und dem ebenfalls fleischig gewordenen Blütenboden der Einzelblüten und ist rot gefärbt. Die Schalendicke variiert ebenfalls nach Sorte: Aus dem Hauptanbaugebiet Türkei sind die dortigen Feigen eher dünnschalig, in Griechenland eher dickschalig.
Bis zu dreimal jährlich kann der Feigenbaum Früchte tragen: Im Frühjahr diejenigen aus den Knospen des letzten Herbstes, die über den Winter gereift sind, am Ende des Sommers die aus den Knospen des Frühlings und in sehr warmen Gebieten mit langen Sommern sogar Ende Herbst nochmals Spätfeigen aus den Knospen des Sommers. Die Früchte der Bocksfeige sind holzig und ungenießbar. Die Samen sind linsenähnlich.




TRAUBENSILBERKERZE  


Die Traubensilberkerze ist eine mannshohe Staude, die in Nordamerika heimisch ist. Schon die nordamerikanischen Ureinwohner schätzten die Traubensilberkerze wegen ihrer geburtserleichternden Wirkung und ihren Fähigkeiten Schmerzen und Krämpfe zu lindern. Die Traubensilberkerze ist auch hierzulande vor allem durch ihre Wirkung bei Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden bekannt geworden. Doch sie hilft auch gegen vielerlei andere Beschwerden, ist gar das reinste Multitalent, das sogar bei Asthma, Herzbeschwerden und leichter Diabetes Linderung bringen kann.
Die Trauben-Silberkerze, auch Amerikanische, Schwarze oder Wilde Schlangenwurzel, Amerikanisches, Hohes oder Staudiges Christophskraut,  Frauenwurzel, Klapperschlangenkraut, Schwindsuchtwurzel, Traubenförmige Schwarzwurz und Wanzenkraut genannt, ist eine  Pflanzenart aus der GattungActaea (früher Cimicifuga) in der Unterfamilie der Ranunculoideae innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Wechseljahresbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, beruhigend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Asthma, Bronchitis, Brustentzündung, Darmkrämpfe, Depressionen, Diabetes, Eierstockentzündung, Epilepsie, Fieber, Gallensteine,Geburtserleichternde Mittel, Halsschmerzen, Herzschwäche, Herzkrämpfe, Herzrasen, Hexenschuss, Hitzewallungen, Husten, HWS-Syndrom, Ischias, Krampfhusten, Kreuzschmerzen, Magenkrämpfe, Melancholie, Menstruationsstörungen, Menstruationsfördernd, Migräne, Muskelrheuma, Muskelschmerzen, Myalgie, Nervöse Herzbeschwerden, Nervosität, Neuralgien, Östrogen-Dominanz, Ohrenschmerzen, Osteoporose, Periodenkrämpfe, Periodenschmerzen, PMS, Reizbarkeit, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Übergewicht, Unruhe, Wehen-Erleichterung, Zuckerkrankheit, Zyklus-Schwankungen
wissenschaftlicher Name: Cimicifuga racemosa
Pflanzenfamilie:
Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Black Cohosh, Black Snake Root, Rattle Root
volkstümliche Namen:
Cimicifuga, Frauenwurzel, Langtraubiges Christophskraut, Nordamerikanische Schlangenwurzel, Schwarze Schlangenwurzel, Silberkerze, Wanzenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
Cimifugin, Phenolcarbonsäuren, Hydroxyzimtsäureester, Fukinolsäure, Piscidiasäure, Cimicifugosid, Triterpen-Glykoside, Actein, Cytisin, Methylcitisin, Isoflavone, Bitterstoffe, Harze, Glykoside, Phytosterin, Salicylsäure, Gerbstoff, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Herbst

Anwendung
Die Wurzel der Traubensilberkerze kann man als Tee oder Tinktur bei Beschwerden der Wechseljahre, und der Menstruation verwenden. Aber auch viele andere Beschwerden können von der Traubensilberkerze gelindert werden, beispielsweise Asthma, Husten, Entzündungen, rheumatische Schmerzen und Krämpfe. Ein schwaches Herz findet Stärkung und angespannte Nerven werden beruhigt. Die Traubensilberkerze findet sich auch in vielen Fertigarznei-Produkten im Handel.
Als  Droge werden die unterirdischen Pflanzenteile verwendet: die  Wurzeln „Cimicifugae racemosae radix" (Radix = Wurzel) und das  Rhizom „Cimicifugae racemosae rhizoma".
Anwendung
Wirkung und Indikation: Die Droge besitzt östrogenähnliche Eigenschaften (SERM = selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren), Auszüge der Droge sind Bestandteile von Arzneifertigpräparaten, die als  Stimulans bei Funktionsstörungen der weiblichen Geschlechtsorgane, besonders bei dysmenorrhoischen sowie  klimakterisch bedingten neurovegetativen Beschwerden angewendet werden. Die letzte Übersichtsarbeit der  Cochrane Gesellschaft aus dem Jahre 2012 steht den bisherigen Erkenntnissen und der Wirkung von Cimcifugapräparaten bei menopausalen Beschwerden eher verhalten gegenüber. In der Homöopathie Anwendung bei Muskelschmerzen, Herzschmerzen, Magen-Darm-Krämpfen, Gallenkrämpfen und bei  Wechseljahresbeschwerden (auch Depressionen). Nebenwirkungen: Schwere Leberschädigungen: Cimicifugahaltige Arzneimittel müssen ab dem 1. September 2009 einen entsprechenden Warnhinweis tragen. Ursächlich ist ein der Autoimmunhepatitis ähnliches Krankheitsbild mit zentrolobulärer Leberzell-Nekrose, das sich mit Corticosteroiden behandeln lässt.  Endometriumhyperplasien: Nach 5 Jahren traten diese bei 3,4 % der Anwenderinnen auf, bei keiner in der  Plazebogruppe.
Tee
Für einen Traubensilberkerze- Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Traubensilberkerze-Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn 15 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Traubensilberkerze-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Traubensilberkerze-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Traubensilberkerze- Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Traubensilberkerze-Wurzeln in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Traubensilberkerze gegen Wechseljahresbeschwerden
Der Haupteinsatzbereich der Traubensilberkerze sind Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Zyklusschwankungen, depressive Verstimmung und Schlafstörungen, um nur einige besonders häufige zu nennen. Die Traubensilberkerze steht im Ruf, ein Phytohormon zu sein, also ein pflanzliches Hormon, das dem Östrogen ähnlich ist. Die Wirkstoffe der Traubensilberkerze sind chemisch gesehen aber völlig anders als Östrogen. Sie wirken jedoch teilweise etwas ähnlich wie weibliche Hormone und dadurch können Sie zahlreiche Frauenbeschwerden lindern. Wissenschaftlich wird diese Funktionsweise "Selektive Östrogen-Rezeptor Modulation (Phyto-SERM)" genannt. Dabei wird unter anderem der sogenannte LHRH-Pulsgenerator im Hypothalamus gedämpft, wodurch beispielsweise überschießende Reaktionen der Temperatursteuerung gedämpft werden. Das sorgt für eine Linderung der Hitzewallungen, die so typisch für die Wechseljahre sind. Die Traubensilberkerze hilft auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen, weil sie entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Ferner lindert die Traubensilberkerze Schlafstörungen und trockene Haut. Sogar die lästige Gewichtszunahme, die häufig in den Wechseljahren stattfindet, kann durch die Traubensilberkerze verringert werden.
Weitere Anwendungsgebiete
Traubensilberkerze kann man nicht nur gegen Wechseljahresbeschwerden einsetzen. Sie hilft bei alle Frauenbeschwerden, die durch hormonelle Schwankungen ausgelöst werden, also auch gegen Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren. Auch die Geburt kann durch die Traubensilberkerze erleichtert werden, denn die Krämpfe werden gelindert und die Wehen reguliert, sodass die Geburt gut fortschreitet, aber nicht zu schmerzhaft ist. Wichtig: Wegen der wehenfördernden Wirkung sollte man die Traubensilberkerze nicht zu Beginn und in der Mitte der Schwangerschaft einsetzen! Erst kurz vor dem Geburtstermin sollte man mit der Einnahme der Traubensilberkerze beginnen. Außerdem hilft Traubensilberkerze gegen zahlreiche andere Beschwerden, die nichts mit Frauenkrankheiten zu tun haben. Vor allem sind es die krampflösenden und schmerzstillenden Eigenschaften, die die Anwendungsgebiete bestimmen, aber auch die entzündungshemmende Fähigkeit der Traubensilberkerze. Die Anwendungsmöglichkeiten ziehen sich durch sämtliche Organsysteme des Körpers. Immer wenn etwas mit Krämpfen, Schmerzen oder Entzündungen zu tun hat, kann man die Traubensilberkerze einsetzen, beispielsweise Magenkrämpfe, Gallenkoliken, nervöse Herzbeschwerden, Rückenschmerzen und Migräne. Sogar als begleitende Behandlungsmaßnahme bei Diabetes kann man die Traubensilberkerze einsetzen, weil sie den Blutzuckerspiegel senken kann.

Geschichtliches
Die Traubensilberkerze wird schon seit langer Zeit von den nordamerikanischen Ureinwohnern zur Erleichterung der Geburt und bei Schmerzen und Schlangenbisse eingesetzt. Für verschiedene Anwendungsgebiete wurde die Traubensilberkerze in Nordamerika jeweils zu unterschiedlichen Tageszeiten geerntet, weil sie je nach Tageszeit unterschiedliche Fähigkeiten haben soll. Im 19. Jahrhundert wurde die Traubensilberkerze nach Europa gebracht, wo sie vor allem als Zierpflanze in Gärten kultiviert wurde. Ihr von den Europäern verliehender wissenschaftlicher Name "Cimicifuga" bedeutet "Wanzenflucht" (Cimex = Wanze und fuga = Flucht), weil der Geruch von Wurzeln, Blättern und Blüten Wanzen und andere Insekten vertreibt. Der Artname "Racemosa" bedeutet "Traube", weil die Blüten in lockeren Trauben wachsen. Der deutsche Name "Traubensilberkerze" kommt vom traubenartigen Wuchs der silberfarbigen Blüten, die wie eine Kerze aussehen. Die Traubensilberkerze wurde schon im 19. Jahrhundert nicht nur als Zierpflanze, sondern auch medizinisch eingesetzt. Weil sie den damaligen Gepflogenheiten entsprechend meistens zu hoch dosiert wurde, hatte sie aber häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit. Möglicherweise liegt es an diesen Nebenwirkungen, dass die Traubensilberkerze als Heilpflanze in Europa bald wieder in Vergessenheit geriet. Erst in letzter Zeit wurde die Heilwirkung der Traubensilberkerze bei Wechseljahresbeschwerden in Europa wiederentdeckt. Inzwischen werden zahlreiche Fertigpräparate mit der Traubensilberkerze gegen Frauenbeschwerden angeboten. Nach und nach werden auch die zahlreichen anderen Fähigkeiten der Traubensilberkerze bekannt.

Pflanzenbeschreibung
Die Traubensilberkerze kommt aus Nordamerika, wo sie im Norden der USA und Kanada heimisch ist. Sie wächst bevorzugt in Wäldern, mag es also am liebsten schattig. Die Pflanze wird bis zu 2,50 m hoch und bildet eine kräftige, buschige Staude. Der Wurzelstock der mehrjährigen Pflanze ist schwärzlich, von zylindrischer Form und stark verzweigt. Aus ihm sprießen im zeitigen Frühjahr doppelt gefiederte Blätter. Zwischen Juni und September blühen die weißlich silbernen Blüten, die in luftigen Trauben stehen. Die Blüten riechen nicht gerade sehr angenehm, vor allem nicht für Wanzen, die vor dem Geruch fliehen, was der "Cimicifuga" auch ihren Namen eingebracht hat.
Vegetative Merkmale
Die Trauben-Silberkerze ist eine  ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,75 bis 2,5 Metern erreicht. Als Überwinterungsorgane dienen vor allem das langlebige Rhizom, aber auch die Wurzeln (insgesamt botanisch ungenau „Wurzelstock" genannt). Der aufrechte, kahle  Stängel ist beblättert. Die relativ großen  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 15 bis 60 Zentimeter lange, kahle Blattstiel ist im Querschnitt kantig bis mehr oder weniger stielrund. Die Blattspreite ist doppelt bis dreifach gefiedert mit 20 bis 70 Blättchen. Die  Fiederblättchen sind 4 bis 12 Zentimeter lang sowie 3 bis 8 Zentimeter breit, spitz und tief  gesägt. Die kahle Endfieder des zentralen Segmentes ist bei einer Länge von 6 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 6 bis 16,5 Zentimetern eiförmig bis verkehrt-eiförmig, dreilappig, mit etwa keilförmiger bis etwa herzförmiger Basis, spitzem bis zugespitztem oberem Ende und gezähntem bis gezähnt-gesägtem oder eingeschnittenem Rand; selten sind auf der Unterseite die drei erhabenen Blattadern flaumig behaart.
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt im Sommer zwischen Juni und September. In einem im oberen Bereich flaumig behaarten, 10 bis 60 Zentimeter langen, relativ schmalen, aus mehreren traubenähnlichen Teilblütenständen zusammengesetzten, aufrechten, rispigen  Gesamtblütenstand stehen zahlreiche Blüten zusammen. Das  Tragblatt ist bei einer Länge von 3 bis 4 Millimeter pfriemlich. Deckblätter fehlen. Der 4 bis 10 Millimeter lange Blütenstiel ist flaumig behaart. Die zwittrigen  Blüten sind radiärsymmetrisch und relativ klein. Die vier  Kelchblätter sind grünlich-weiß. Die meist vier (ein bis acht), mit etwa 3 Millimetern relativ kleinen, weißen  Kronblätter sind länglich, genageltund fallen sofort nach dem Aufblühen ab. Nektarien befinden sich an der Basis. In den Blüten sind zahlreiche (55 bis 110)  Staubblätter mit weißen, 5 bis 10 Millimeter langen  Staubfäden und weißen Staubbeuteln vorhanden. Es ist nur ein, selten zwei sitzende, mehr oder weniger flaumig behaarte Fruchtknoten vorhanden. Der kurze, dicke Stempel endet in einer 0,5 Millimeter breiten Narbe.
Die sitzende, dickwandige  Balgfrucht ist bei einer Länge von 5 bis 10 Millimetern eiförmig und seitlich mehr oder weniger abgeflacht; sie enthält zahlreiche Samen. Die braunen, glatten bis mehr oder weniger grob gerippten Samen sind bei einem Durchmesser von etwa 3 Millimetern halbkugelig.

Anbautipps
Man kann die Traubensilberkerze aus Samen anziehen oder durch Stecklinge oder Wurzelteilung vermehren. Die Anzucht aus Samen ist nicht so einfach, weil die Samen Kaltkeimer sind und daher eine ausgeprägte Kältephase brauchen um zu keimen. Man sät die Samen daher im Herbst in feuchte Erde und setzt sie im Winter dem Frost aus. Wenn man Glück hat, keimen die kleinen Pflanzen im Frühjahr. Sobald die etwa handgroß sind, kann man die Pflanzen an einer schattigen Stelle mit feuchtem und humusreichen Boden auspflanzen. Bei Vermehrung durch Stecklinge schneidet man die Stecklinge im Sommer und stellt sie entweder ins Wasser oder in Töpfchen mit feuchter Erde, bis sich Wurzeln bilden. Die Teilung großer Wurzelstöcke zur Vermehrung erfolgt im Frühsommer.

Sammeltipps
Zum Ernten der Wurzel sollte die Pflanze mindestens drei Jahre alt sein. Nach der Fruchtreife im Spätherbst gräbt man die Wurzel aus. Wenn man die Pflanze behalten will, nimmt man nur einen Teil von Wurzel und Wurzelstock und gräbt einen anderen Teil wieder ein, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder neu wachsen kann. Die Wurzeln werden gründlich saubergebürstet und in kleine Stücke geschnitten. Entweder setzt man direkt eine Tinktur mit den frischen Wurzelstücken an oder man trocknet sie an einem warmen, trockenen Platz, beispielsweise im offenen Backofen bei maximal 40°.


BACHBLÜTEN
Ich bin verzweifelt (24 Pine)
-
Diese Menschen sind sehr oft verzweifelt und kommen hier nicht heraus
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Verzweiflung Herr werden


BACHBLÜTEN
Man schiebt aus Ängstlichkeit Dinge vor sich her (20 Mimulus)
-
Diese Menschen schieben aus ihrer Ängstlichkeit Dinge/Sachen vor sich her, anstatt sie zu erledigen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Ängstlichkeit besiegen und erledigen die Dinge
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