Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.08.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 31.07.17-06.08.17


CHILI/PEPERONI

Chilis sind kleine, superscharfe Paprikas, die gerne in der südländischen Küche verwendet werden, um den Mahlzeiten die erwünschte Schärfe zu geben. Diese Schärfe tropischer Gerichte hat auch wichtige medizinische Aspekte, denn dadurch werden Krankheitserreger abgetötet, die Verdauung gestärkt und der Stoffwechsel angeregt. Äußerlich angewandt steigert Chili die Durchblutung und kann schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparates lindern.
Spanischer Pfeffer oder Paprika ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. Der Ursprung der Pflanzensorten liegt in Süd- und Mittelamerika, natürliche Vorkommen reichen jedoch bis in den Süden Nordamerikas. Die Art ist der am weitesten verbreitete Vertreter der Gattung Paprika.
Es gibt eine Vielzahl von Sorten, sowohl milde Gemüsepaprika als auch mehr oder weniger scharfe Sorten, die sich als Gewürz eignen, zum Beispiel Cayenne. In der Botanik bedeutet annuum einjährig, aber der Gebrauch dieses Begriffs im Namen dieser Pflanze beruht auf einem Irrtum, da nahezu alle Sorten dieser Art länger als ein Jahr kultivierbar sind, wenn sie nicht zu kalten Temperaturen ausgesetzt werden. Sie können große, ausdauernde Sträucher werden.

Steckbrief
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, betäubend, durchblutungsfördernd, schweißtreibend, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenschwäche, wurmtreibend, Hämorrhoiden, Rheuma, Kreislauf anregend, Hautreizend, Muskelschmerzen, Muskelkater, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen, Zerrungen, Hexenschuss, Ischias, Gelenkschmerzen
wissenschaftlicher Name: Capsicum annuum oder Capsicum frutescens
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name: Chili
volkstümliche Namen: Paprika, Peperoni, Pepperoni, Pfefferoni, Pfeffer-schoten, Chilli, Chillie, Chilie, Chile, Cayennepfeffer
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Inhaltsstoffe: Capsaicin, Carotinoide, Capsanthin, Capsorubin, Vitamin C
Sammelzeit: August bis Oktober

Anwendung
Wissenswertes über Capsaicin
Die schärfegebende Substanz in Chilis ist das Capsaicin. Es ist in unterschiedlichen Mengen in Paprikapflanzen enthalten. Capsaicin brennt starkt auf Schleimhäuten, u.a. Mund und Zunge und deutlich weniger stark auf normaler Haut. Je nach Schärfegrad kann man die Haut reizen, zum Erröten bringen und die Durchblutung steigern. Die Schärfe von Chilis wird nach der Scoville-Skala klassifiziert. Diese Skala geht von 0 bis 16.000.000 (reines Capsaicin)
Beispiele für Schärfegrade nach der Scoville-Skala:
Gemüsepaprika: 0 - 500
Peperoni: 500 - 1.500
Mittelscharfe Chilis: 1.500 - 30.000
Cayenne-Pfeffer: 30.000 - 50.000
Thai-Chili: 50.000 - 100.000
Habanero-Chili: 100.000 - 350.000
Reines Capsaicin: 16.000.000
Innerlich als Frucht oder Pulver
Die häufigste Anwendung von Chilis ist die Nutzung als scharfes Gewürz. Je wärmer eine Gegend ist, desto schärfer wird normalerweise gekocht. Dies dient einerseits dazu, Krankheitserreger im Essen und im Verdauungskanal abzutöten, denn je wärmer die Umgebung ist, desto leichter können sich Krankheitserreger im Essen vermehren. Selbst Würmer werden durch sehr scharfes Essen ausgetrieben. Zudem wird die Verdauung angeregt, was den zu langen Verbleib von Nahrung im Körper verhindert. Außerdem fördert Chili im Essen die Schweißbildung. Durch die feuchtere Haut kann mehr Verdunstung stattfinden, was einer körpereigenen Klimaanlage gleichkommt. Wichtig hierbei ist natürlich eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit und Mineralsalzen, was ganz allgemein bei starker Schweißbildung gilt. Auch Stoffwechsel und Durchblutung werden durch scharfes Essen angeregt. Daher wird einem pikanten Essen auch eine gewisse erotisierende Wirkung nachgesagt.
Chili-Tinktur
Der Schärfestoff Capsaicin löst sich besonders gut in Alkohol, daher sind Chili-Tinkturen besonders stark (stärker als Chili-Öl). Chili-Tinktur kann man tropfenweise einnehmen, um die Verdauung und den Stoffwechsel anzuregen. Da Chili-Tinktur jedoch sehr scharf ist, kann sie auch den Magen reizen und ist daher mit Vorsicht zu genießen.
Chili-Öl
Chili-Öl ist durch den Carotin-Farbstoff meistens leuchtend rot oder orange. Es kann auch sehr scharf sein, jedoch ist es weniger scharf als eine Tinktur, die aus den gleichen Chilis hergestellt wird, weil sich das Capsaicin in Öl nicht sehr gut löst. In der asiatischen Küche wird dennoch sehr gerne Chili-Öl verwendet. Für diesen Zweck werden kleingeschnittene Chilis in Öl erhitzt. Für medizinische Zwecke eignet sich ein Kaltauszug wahlweise auch in Kombination mit einem vorgeschalteten Wasserbad zur Herstellung eines Chili-Öl. Man kann Chili-Öl außer zum Kochen auch zur Einreibung verwenden.
Äußerlich
Bei der äußerlichen Anwendung von Chilis macht man sich deren durchblutungsfördernde und hautreizende Wirkung zunutze. Aus Chili-Öl und Chili-Tinktur kann man Salben und Cremes herstellen, die je nach Schärfegrad der Ursprungspflanze die eingeriebene Hautpartie gut durchbluten bis hin zu stark brennend reizen. Durch die gesteigerte Durchblutung können schmerzhafte Zustände des Bewegungsapparates gelockert werden. Verspannungen lösen sich, Muskelkater schwindet, rheumatische Schmerzen werden gelindert und neuralgische Schmerzen, die durch Verkrampfungen ausgelöst wurden, können gemildert werden.
Achtung! Bei der Einreibung mit Chili-Produkten muss man sich gleich nach dem Auftragen gründlich die Hände waschen und per Zungentest überprüfen, ob die Hände nicht mehr scharf sind, denn sonst könnte das beiläufige Reiben der Augen fatale Folgen haben. Auch die gesamte Umgebung kann unabsichtlich "geschärft" werden, wenn man sich nicht sofort nach dem Einreiben die Hände wäscht.

Pflanzenbeschreibung
Die Capsicum-annuum-Pflanzen werden bis zu 150cm hoch und wachsen als buschiger Halbstrauch, aber meistens nach oben gestreckt. In der Nähe der Wurzel verholzen die Pflanzen relativ leicht. Die Blätter sind nach vorn zugespitzt, zwischen 5 und 25cm lang und zwischen 3 und 15cm breit. Die Blüten des Capsicum annuum wachsen meistens einzeln aus den Verzweigungen des Stiels, sehr selten sind auch zwei oder drei Blüten in einer Verzweigung zu finden. Meistens ist dies in der ersten Verzweigung der Sprossachse bei den so genannten Königsblütenzu beobachten. Die meistens fünf (aber auch vier bis sieben) Kronblätter sind weiß. Seltener haben sie violette Linien oder sind komplett violett. Typisches Merkmal sind die oft bläulichen Staubgefäße und der Kelch mit seinen kurzen (0,5cm) Zipfeln. Blüten und Früchte hängen meistens nach unten, jedoch gibt es auch Sorten wie die Wildform Tepin, deren Früchte nach oben wachsen. Botanisch gesehen sind die Früchte Beeren. Die meisten Sorten dieser Art werden in Kultur fast immer einjährig gehalten. Die Art Capsicum annuum ist die am häufigsten angebaute Sorte der Chilis. Zu dieser Art gehören so gut wie alle milden (Gemüsepaprika) oder moderat scharfe Sorten (Peperoni) und die meisten der scharfen und sehr scharfen Chilis. Die in Europa im Supermarkt erhältlichen Chilis sind fast immer Capsicum annuum-Sorten.
Chilis sind die scharfen, kleinen Vertreter der Paprikas. Botanisch gehören Chilis, Peperonis und Paprikas zur gleichen Gattung, großteils sogar zur gleichen Art. Aber ihre Größe, der Schärfegrad und die Nutzungsmöglichkeiten sind verschieden. Gemüsepaprika wurden groß gezüchtet und ihre Schärfe ist fast vollständig verschwunden. Peperonis sind lang, schmal und mittelscharf. Sie sind im Mittelmeerraum sehr beliebt.
Chilis hingegen sind meistens sehr klein, manchmal spitz-schmal, manchmal aber auch rundlich. Sie sind die schärfsten Vertreter der Paprika-Familie. Das Gewürz, das aus ihnen hergestellt wird, wird auch häufig "Cayenne" genannt, was auch der Name einer Chili-Sorte ist. Bei den Chilis gibt es unterschiedliche Sorten mit unterschiedlichen Schärfegraden. Als schärfste Chili-Sorte gelten die Habaneros.
Die meisten Paprikapflanzen sind einjährig. Sie gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Im Frühling keimen Paprikapflanzen aus Samen und wachsen langsam zu kleinen Pflänzchen heran. Vor allem die kleinen Pflanzen lieben und brauchen Wärme, um zu gedeihen. Der Stängel verzweigt sich sparrig in immer mehr Zweige, je grösser die Pflanze wird. Die glänzenden Blätter sind spitz-oval und sitzen auf kurzen Stielen.
Im Hochsommer wachsen hängende, unscheinbare Blüten in den Blattachseln und Verzweigungen der Pflanze. Aus den Blüten entwickeln sich die Chili-Früchte, die meistens zuerst grün und dann rot werden. Es gibt jedoch auch Sorten, die zuerst violett sind und sich über gelb zu rot wandeln. Im Herbst sind die Paprikapflanzen ziemlich robust und tragen ob bis in den Winter hinein immer neue Früchte.



KAROTTE


Die Karotte, auch bezeichnet als Möhre, Mohrrübe, Gelbrübe, Gelbe Rübe, Rüebli, Riebli oder Wurzel ist eine  Gemüsepflanze aus der Familie der Doldenblütler. Sie ist die nur in Kultur bekannte Form der Möhre. Genutzt wird fast ausschließlich die Rübe.

Steckbrief
Heilwirkung:
Darmentzündung, Gicht, Haarausfall, Hautunreinheiten, Nachtblindheit, Rheuma, Sodbrennen, schlecht heilende Wunden, Ödeme
wissenschaftlicher Name:
Daucus carota
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Samen
Sammelzeit:
August bis Oktober

Nutzung
Die Nutzung der Karotte als Gemüse ist recht vielseitig. Sie wird roh, gekocht, als  Saft und konserviert verzehrt. Die Konservierung erfolgt dabei als Nass-, Gefrier- oder Sauerkonserve, als Saft oder als Trockenprodukt.

Merkmale
Die Karotte ist eine  zweijährige Pflanze, wird aber - außer zur Samengewinnung - nur einjährig kultiviert. Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette aus doppelt bis dreifach gefiederten  Blättern und eine  Pfahlwurzel aus. Diese verdickt sich im Laufe des Wachstums und wird so zum Speicherorgan. Im zweiten Jahr verlängert sich die Sprossachse, die Blattrosette wird aufgelöst und es entsteht ein verzweigter, beblätterter blütentragender Spross.
Rübe
Die Wurzel (Rübe) speichert Reservestoffe. Sie besteht aus der Krone (Kopf), der Rinde (Bast), der  Korkschicht, aus Adventivwurzeln und dem im Innern gelegenen Mark (dem Holzteil). Die meisten Inhaltsstoffe befinden sich in der Rinde. In der Züchtung wird daher seit jeher auf einen hohen Rindenanteil und einen kleinen, zarten Holzteil hingearbeitet. Im Mark, dem Zentralzylinder, befindet sich weniger  Carotin, weshalb es heller als die Rinde ist, der Saccharose-Gehalt ist niedriger, der Nitrat-Gehalt höher. Die Rübe kann je nach Sorte lang, halblang, kurz, zylindrisch, kreisel- oder kegelförmig mit je spitzen oder stumpfen Enden sein. Farbvarianten sind hell- oder dunkelrot, orange-farben, weiß und violett. Die Färbung hängt von der Sorte, den Kulturbedingungen und der Witterung ab. Die Färbung geht auf Carotinoide, Anthocyane und  Chlorophyll zurück.
Generative Merkmale
Die die Blütenstände tragende Sprossachse, die sich im zweiten Jahr entwickelt, erreicht Wuchshöhen von bis zu 150 cm. Sie ist reich verzweigt. Im Juni werden die Doppel-Dolden gebildet. Die Blüten sind meist zwittrig und können auch steril oder teilsteril sein. Sie sind cremefarben. Es überwiegt Fremdbestäubung, die durch  Insekten erfolgt. Die Bildung der Blütenstände kann auch bereits im ersten Jahr durch einen Kältereiz (Vernalisation) von 1 bis 10 °C nach der Jugendphase ausgelöst werden. Die Teilfrüchte sind länglich oval. Außen sind sie mit feinen Härchen besetzt. In Mitteleuropa reifen sie zwischen August und September. Das  Tausendkorngewichtbeträgt 0,8 bis 1,8 g.
Inhaltsstoffe
In der Tabelle rechts angegeben sind Durchschnittswerte, die je nach Kulturweise und Sorte stark abweichen können. Außer den angegebenen Werten ist der  Carotingehalt
(vorwiegend α- und β-Carotin, „Provitamin A“) von Bedeutung, er ist der höchste unter allen Gemüsearten. Je nach Sorte und Anbaubedingungen liegt er zwischen 5 und 30 mg pro 100 g Frischsubstanz. Für den Geschmack verantwortlich sind neben dem Zuckergehalt die ätherischen Öle und Fruchtsäuren. Bei letzteren herrscht die Äpfelsäure vor, gefolgt von  Citronensäure,  Chinasäure,  Bernsteinsäure und  Fumarsäure.



BACHBLÜTEN
Ich traue mir selber nichts zu (19 Larch)
-
Diese Menschen trauen sich auch gar nichts zu, haben jedoch sehr großes Potential
- Mit der dementsprechenden Bachblüte legen sie es ab, dass sie sich nicht trauen und ergreifen die
 Gelegenheit beim Schopf


BACHBLÜTEN
Man lebt ganz in seinen Erinnerungen (16 Honeysuckle)
-
Diese Menschen leben und schwelgen ganz in ihren Erinnerungen und kommen nicht davon los
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Erinnerungen loslassen und leben nicht mehr darin


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