Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.07.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juli > 01.07.19-07.07.19


AMPFER-KNÖTERICH

Der Ampfer-Knöterich wird auf den Äckern, an Wegrändern und Flussufern meistens übersehen, weil er nicht sehr spektakulär aussieht. Nur wenn er zu den Ampfer-Knöterichen gehört, deren Blätter in der Mitte braune Flecken tragen, fällt er dem aufmerksamen Auge auf. Dort wo er wächst, gilt der Ampfer-Knöterich als lästiges Unkraut. Man kann ihn aber auch als Heilpflanze einsetzen und sogar als Wildgemüse essen.
Der Ampfer-Knöterich ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Knöteriche innerhalb der Familie der  Knöterichgewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, Fieber, Mundentzündungen, Magenschwäche, Leichte Verbrennungen, Hautinfektionen
wissenschaftlicher Name:
Polygonum lapathifolium, Persicaria lapathifolia
Pflanzenfamilie:
Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name:
Curlytop knotweed
volkstümlicher Name:
Ampferblättriger Knöterich, Fluss-Ampferknöterich, Acker-Ampferknöterich
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Oxalsäure
Sammelzeit:
Juli bis Oktober

Anwendung
Der Ampfer-Knöterich wird zuweilen als nährstoffreiches Schweine futter genutzt. Der Ampfer-Knöterich gilt zwar als lästiges Ackerunkraut, ist aber als Pflanze und noch mehr als Heilpflanze weitgehend unbekannt. Aufgrund seines Gehaltes an Oxalsäure sollte man den Ampfer-Knöterich nicht über lange Zeit in großen Mengen verwenden. Menschen, die unter Rheuma, Gicht oder Nierensteinen leiden, sollten besser auf die innerliche Anwendung vom Ampfer-Knöterich verzichten.
Innerlich als Tee
Die gesamte Pflanze wirkt bakterientötend und zusammenziehend. Daher müsste sie gegen Entzündungen des Mundraumes helfen können. Zu diesem Zweck kann man mit einem Tee des Ampfer-Knöterichs Spülungen vornehmen. Allerdings gibt es viele andere Pflanzen, deren Wirkung für diesen Anwendungszweck bewährt und gesichert sind, im Gegensatz zum Ampferknöterich. Den Ampfer-Knöterich kann man als Tee gegen Fieber einsetzen. Auch der schwache Magen kann durch Ampfer-Knöterich-Tee gestärkt werden.
Äußerlich
Mit dem Tee des Ampfer-Knöterichs kann man Umschläge machen, Waschungen oder Teilbäder vornehmen Er kann gegen leichte Verbrennungen und leichte Infektionen der Haut eingesetzt werden.
Küche
Die jungen Blätter kann man roh als Salat und gekocht als Gemüse essen. Auch die winzigen Samen kann man roh oder gekocht essen.

Pflanzenbeschreibung
Der Ampfer-Knöterich wächst als einjährige  krautige Pflanze und erreicht sehr unterschiedliche Wuchshöhen von 10 bis 150 Zentimetern. Die aufsteigenden bis aufrechten Stängel sind stark verzweigt bis nur wenig verzweigt und sind kahl, seltener auch sehr kurz und angedrückt behaart oder schwach drüsig. An den erdnahen Knoten wurzeln sie häufig. Die Stängel sind oft ganz rot, rot überlaufen oder rot gepunktet. Die  Laubblätter sind eiförmig bis lanzettlich und je nach Unterart zwei- bis sechsmal so lang wie breit. Oft haben sie in der Mitte der Blattfläche einen dunkelroten Fleck. Die Ochrea ist bräunlich und zylindrisch. Im Gegensatz zum ähnlichen  Floh-Knöterich (Persicaria maculosa) ist die Ochrea am oberen Rand kahl oder nur kurz (< 0,5 Millimeter) bewimpert. Die  Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die meistens endständigen, manchmal seitenständigen Blütenstände bestehen aus zwei bis fünf locker voneinander getrennten scheinährigen Teilblütenständen. Die aufrechten oder etwas überhängenden Teilblütenstände sind dicht walzenförmig und ihr Durchmesser beträgt zur Fruchtzeit 6 bis 8 Millimeter. Die Blüten sind grünlichweiß bis rosafarben. Es sind vier, seltener fünf  Tepalen vorhanden.
Der Ampfer-Knöterich ist in Europa heimisch. Er kommt in allen gemäßigten Klimazonen vor. Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, lockeren Lehmböden. So kommt er auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern vor. Auch an Flussufern wächst er gerne. Die einjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch und ist sehr formenreich. Im Frühjahr wachsen die lanzettlichen bis eiförmigen Blätter, die in der Mitte häufig einen bräunlichen Fleck aufweisen. Im Sommer treiben die reichästigen, knotigen Blütenstängel aus, an denen die Blätter mit zunehmender Höhe kleiner werden. Zwischen Juli und Oktober blühen die rosafarbenen, kleinen Blüten, die in Ähren zusammengefasst sind.




BEIFUSS


Der Beifuß wächst an vielen Wegrändern und Geröllplätzen und wird meistens gar nicht als wertvolle Heilpflanze wahrgenommen, obwohl er sich bis zu 2m emporreckt. Seine dunkle Blattfarbe und unauffälligen Blüten führen zu dieser allgemeinen Ignoranz. Wenn man diese wärmeverbreitende Heilpflanze jedoch erstmal kennengelernt hat, möchte man sie nicht mehr missen. In früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Er wurde gegen zahlreiche Frauenbeschwerden und Verdauungsprobleme eingesetzt und sollte außerdem auf magische Weise stärken und schützen.
Der Beifuß oder Gemeine Beifuß, auch Gewürzbeifuß oder Gewöhnlicher Beifuß genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia in der Familie der Korbblütler. Die Pollen des Beifußes sind ein häufiger und bekannter Auslöser allergischer Reaktionen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Appetitlosigkeit
Heilwirkung: antibakteriell, antimykotisch, appetitanregend, beruhigend, durchblutungsfördernd, galletreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, stärkend, verdauungsfördernd, wehenfördernd
Anwendungsbereiche: Blähungen, Blasenentzündung, Chronische Eierstockentzündung, Durchblutungsstörungen, Durchfall (chronisch), Frauenheilkunde,  Gallenschwäche, Gebärmutterkrämpfe, Geburt, Hämorrhoiden, Kalte Füße, Kalte Hände, Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Muskelkater, Müde Beine, Nervenanspannung, Neuralgien, Periodenschmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit, Unruhe, Verdauungsschwäche,  Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Artemisia vulgaris
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Mugwort
volkstümlicher Name: Beinweichkraut, Besenkraut, Bibiskraut, Buckell, Dianakraut, Fliegenkraut, Jungfernkraut, Gänsekraut, Gemeiner Beifuß, Gewürzbeifuß, Gürtelkraut, Johannisgürtelkraut, Jungfernkraut, Machtwurz, Mugwurz, Sonnwendgürtel, Sonnenwendkraut, Stabkraut, Thorwurz, Weiberkraut, Werzwisch, Wilder Wermut, Wisch
Verwendete Pflanzenteile: das ganze Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, z.B. Sesquiterpenlactone, Flavonolglykoside, Inulin, Vitamine, äther. Öl mit: Cineol, Kampfer, Thujon
Sammelzeit: Kraut: Juli / September, Wurzel: Spätherbst

Anwendung
Die Erntezeit reicht von Juli bis Oktober. Solange die Blütenkörbchen noch geschlossen sind, schneidet man die oberen Triebspitzen ab. Sobald sich diese öffnen, werden die Blätter bitter und eignen sich nicht mehr zum Würzen. Die Erntezeit für die Wurzel ist der Spätherbst. Beifuß gehört zu den traditionellen Grutbierkräutern und wird als Gewürzpflanze zu fetten, schweren Fleischgerichten benutzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung. Durch Wasserdampfdestillation wird aus den getrockneten Pflanzen Parfümöl („Essence d’Armoise“) gewonnen. Beifuß wird auch phytotherapeutisch eingesetzt. Einige Inhaltsstoffe (beispielsweise Thujon) sind giftig und machen längere Anwendungen oder hohe Gaben bedenklich. Wegen der Giftigkeit seiner ätherischen Öle wird vor der Verwendung des Beifuß in der Aromatherapie gewarnt. Die Droge nennt man Artemisiae herba oder Herba Artemisiae, es sind die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten Stängelspitzen mit den Blütenkörbchen. In der traditionellen chinesischen Medizin findet er Verwendung in der Moxa-Therapie.
Obwohl das Beifußkraut ein breites Anwendungsspektrum hat, sind seine Heilwirkungen fast in Vergessenheit geraten. Wie der Name schon andeutet, wirkt er lindernd bei Beinen und Füßen, die von langen Wanderungen müde sind und weh tun. Dazu kann man ein Öl mit dem Beifußkraut ansetzen, mit dem man bei Bedarf Füße und Beine einreibt. Solch ein Öl kann auch bei Rheumatismus lindernd wirken. Siehe Kräuter-Öl... Da er entspannend auf das Nervensystem wirkt, kann man ihn auch bei Nervosität und Schlafstörungen einsetzen, z.B. als Tee vor dem Schlafengehen oder indem man Blüten und Blätter in ein Kissen einnäht und mit ins Bett nimmt. Zusammen mit Baldrianblüten und Lavendel hat solch ein Kissen einen beruhigenden Wohlgeruch.
Frauenbeschwerden
In der Frauenheilkunde wirkt Beifußtee vor allem durch seine erhitzenden und anregenden Eigenschaften. Er wirkt menstruationsfördend bei schwacher Periode (Achtung! In der Früh-Schwangerschaft nicht verwenden, da er Fehlgeburten auslösen kann). Da er auch entkrampfend wirkt, hilft er auch gut bei schmerzhafter Periode. Mit seinen wärmebildenden Eigenschaften wirkt er gut bei Unterleibs- und Blasenkatarrhen, chronischen Eierstocksentzündungen und Ausfluss. Um ihn hier zur vollen Wirkung zu bringen, lässt er sich am besten als warmes Fußbad einsetzen. Als wäre das alles noch nicht genug, wirkt er außerdem anregend auf die Verdauung, d.h. er fördert die Bildung von Verdauungssäften. Im Gegensatz zu anderen verdauungsfördernden Kräutern hilft er nicht nur Magen und Darm, sondern er unterstützt auch die Bauchspeicheldrüse bei ihrer Arbeit. Daher kann er bei leichter Bauchspeicheldrüsenfunktionsschwäche eingesetzt werden.

Achtung! Den Beifuß darf man nicht überdosieren und nicht bei Fieber und Frühschwangerschaft einsetzen. Bei manchen Menschen kann der Beifuß allergische Reaktionen oder Asthmaanfälle auslösen. Besonders sensible Menschen empfinden den Beifuß als sehr intensiv und können ihn nur selten und in kleinsten Mengen anwenden.

Beifußtee
Der Beifuß wird als normaler Aufguss zubereitet und nur kurz ziehen gelassen. Dazu übergießt man einen TL Beifußblätter mit ¼l kochendem Wasser. Diesen Tee lässt man etwa 2-3 Minuten ziehen. Dann seiht man ihn ab. Den fertigen Tee trinkt man in kleinen Schlucken, am besten ungesüßt. Vom Beifußtee trinkt man je nach Bedarf 1 bis 3 Tassen täglich. Da der Beifuß eine stark wirkende Heilpflanze ist, sollte man ihn nicht zu lange regelmäßig trinken. Nach maximal 6 Wochen Dauergebrauch sollte man mindestens eine 3 wöchige Pause einlegen.
Beifuß in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
Beifuß-Blätter werden in der chinesischen Medizin zur Moxibustion verwendet.  Dazu werden Beifußblätter zu kleinen Kegeln gerollt. Diese Beifuß-Kegel werden angezündet, sodass sie glimmen und sich erhitzen. Die glimmenden Moxa-Kegel werden auf die Haut an bestimmte Akupunkturpunkte gelegt. Dort erzeugen sie Hitze und wirken auf die Akupunkturpunkte ein. Bevor es auf der haut zu heiß wird, werden die Moxakegel wieder entfernt. Sicherheitsheitshalber werden von einigen Behandlern Scheiben aus Ingwer oder Knoblauch unter die Moxakegel gelegt, damit es nicht zu Verbrennungen kommt. Bei einer relativ modernen japanischen Form der Moxa-Behandlung werden die Moxa-Kegel auf spezielle Akupunkturnadeln gesteckt. Mit diesen erhitzten Akupunkturnadeln wird die Wirkung der Akupunkturbehandlung intensiviert.
Beifuß in der Küche
Die Blätter des Beifußes sind ein hilfreiches Gewürz bei fetten Mahlzeiten aller Art. Der sanft bittere Geschmack des Beifußes fördert den Appetit und die Verdauungsvorgänge. Die Magensäfte fließen reichlich genug und der Gallensaft zur Fettverdauung wird ausgeschüttet. So können fette und schwere Speisen optimal verdaut werden. Insbesondere bei Gänsebraten ist der Beifuß sehr beliebt und wird traditionell gerne verwendet. Aber der Beifuß passt auch sehr gut zu Suppen, beispielsweise Gemüsesuppe, Bohnensuppe oder Kartoffelsuppe. Auch deftige Gerichte mit Fleisch, Fisch, Käse oder Pilzen profitieren vom Beifuß, sei es direkt als Gewürz bei Fleisch oder in Form einer begleitenden Soße, die mit Beifuß gewürzt wurde.

Magische Anwendung
Der germanische Gott Thor besaß einen Gürtel aus Beifuß, genannt Megingjardr, der seine Kräfte verstärken sollte. Auch sterbliche Menschen sollten durch Beifuß-Gürtel gestärkt werden. Solch ein Gürtel muss zur Sommersonnenwende (21.6.) geflochten werden, um seine volle Kraft entfalten zu können. Häufig wurde solch ein Sonnenwendgürtel am Schluss des Sonnenwendfestes im Feuer verbrannt. Dadurch sollte alles Schlechte verbrannt werden. Die Wurzel des Beifußes wurde als Amulett getragen, um die Kraft zu verstärken. An Maria Himmelfahrt wurden in Süddeutschland die Ställe mit Beifuß geräuchert, um das Vieh gesund zu erhalten. Schon seit dem Altertum wird der Beifuß auch gegen müde Füße und Beine verwendet, vor allem bei langen Wanderungen. Dazu bindet man sich den Beifuß ans Bein oder legt ihn in die Schuhe. Diese Wirkung ist es auch, die dem Beifuß seinen deutschen Namen verliehen hat. Ein mit Beifuß gefülltes Kissen soll zu Wahrträumen verhelfen. Selbst bei Astralreisen soll Beifuß Unterstützung bieten. Als Räuchermittel soll Beifuß bei Weissagungen helfen. Mit Beifußtee wurden Kristallkugeln und andere magische Gerätschaften gereinigt. In Form von Tee, Räucherungen oder aufgehängten Sträußen galt der Beifuß in vielen Gegenden der Welt als Schutzmittel gegen Krankheiten, wilde Tiere oder schädliche magische Einflüsse. Im chinesischen I-Ging werden Beifuß-Stängel verwendet, um das aktuelle Hexagramm für das jeweilige Orakel zu ermitteln.

Geschichtliches
Der Beifuß wird schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze eingesetzt. Früher galt er als besonders wirksame Heilpflanze und wurde zeitweise sogar als Mutter aller Heilpflanzen betrachtet. Im alten Ägypten war der Beifuß der Isis geweiht und wurde als Ritualpflanze bei Umzügen verwendet. In Persien wurde er um 400 v. Chr. von der Königin Artemisia verwendet. Diese Königin ist eine von zwei möglichen Namengeberinnen des Beifußes. Auch die Göttin Artemis kommt als Namensgeberin des Beifußes in Frage. Der Beifuß war ihr geweiht. Im Altertum, insbesondere in Griechenland wurde der Beifuß vor allem zur Unterstützung bei Geburten verwendet, weil er wehenfördernd wirkt und die Geburt erleichtert. Die Römer nannten den Beifuß Diana. Er war der Götting Diana geweiht und wurde wie bei den Griechen zur Geburtsförderung verwendet. Der Beifuß wird in der Antike von vielen Kräuterkundigen als Frauenheilmittel empfohlen, beispielsweise von Dioskurides, Galen, Hippokrates und Plinius. Auch im Mittelalter war der Beifuß eine äußerst beliebte Frauenheilpflanze. Er wurde unter anderem von Hildegard von Bingen, Paracelsus, Tabernaemontanus, Culpeper und Leonhart Fuchs empfohlen.
Leonhart Fuchs schreibt in seinem Buch "Kreutterbuch" über den Beyfuß:
"Diese Kreuter gesotten seind seer dienstlich den weiberen zu dampff oder schweyßbädern, dann sie bzingen inen ihre krankheyt, treiben aus das bürdlin und die todten frucht. Sie eröffnen auch die verschlossene muter, brechen und zermalen den stein, und bzingen wider den verstandenen harn."
Die mittelalterlichen Kräuterkundigen verwendeten den Beifuß nicht nur als Frauenpflanze, sondern auch gegen Epilepsie. Im Rahmen der Christianisierung wurde der Beifuß in den Kräuterstrauß aufgenommen, der Maria geweiht war und zu Maria Himmelfahrt gesegnet wird. Heutzutage führt der Beifuß ein Schattendasein als Unkraut. In der offiziellen Phytotherapie wird er nicht verwendet, weil sein bitterer Bruder, der Wermut, stärkere Wirkungen hat. Doch ist es gerade die milde Bitterwirkung, die den Beifuß zu einer wertvollen Heil-pflanze macht.

Pflanzenbeschreibung
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 60 Zentimeter bis zu 2 Meter. Die meist aufrechten Stängel sind höchstens spärlich behaart. Die fiederteiligen Laubblätter sind derb, meist 2,5 bis 5 (selten bis zu 10) Zentimeter lang und 2 bis 3 Zentimeter breit. Die Blattoberseite ist grün, die Unterseite weißfilzig. In endständigen, rispigen Blütenständen stehen viele körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die unscheinbaren, weißlich-grauen, gelblichen oder rotbraunen Blütenkörbchen weisen eine Höhe von 2,5 bis 3,8 Millimeter und einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimeter auf. Die Blütenkörbchen enthalten nur fertile, ra-diärsymmetrische Röhrenblüten, außen sieben bis zehn weibliche und innen (selten fünf bis) acht bis 20 zwittrige. Die eiförmigen Hüllblätter sind filzig behaart. Die gelblichen bis rötlich-braunen Röhrenblüten sind 1 bis 3 Millimeter lang. Die glatten, dunkelbraunen bis schwarzen, ellipsoiden Achänen sind 0,5 bis 1 Millimeter lang und 0,1 bis 0,3 Millimeter breit. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September. Die Fruchtreife beginnt ab September.
Der Beifuß ist in Europa, Asien und Nordamerika heimisch. Er gedeiht auf kargen Böden und wächst häufig an Wegrändern, Bahndämmen, Böschungen und anderen verwilderten Stellen. Der Beifuß ist eine mehrjährige Pflanze, die meistens von Jahr zu Jahr größer wird. Er wird bis zu 2m hoch und hat einen harten Stängel mit vielen Seitenausläufern. Der Stängel ist meistens braun bis rötlich. Seine doppelt gefiederten Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite weißlich und filzig. Die unauffälligen Blüten sind klein und grau-gelb. Überhaupt ist die ganze Pflanze trotz ihrer Größe sehr unauffällig. Dabei war das Beifußkraut früher eine der wichtigsten und heiligsten Heilpflanzen. Der Beifuß ähnelt auch seinem Bruder, dem Wermut, ist aber lange nicht so bitter.
Andere Beifußarten
Der einjährige Beifuß aus China, ein naher Verwandter des europäischen Beifußes, hilft selbst in schweren Fällen gegen Malaria. Die Beifußambrosie ist eine entfernte Verwandte des Beifußes. Sie ist ein gefürchteter Allergieauslöser. Beifußambrosie kann sogar die generelle Neigung zu Allergien aktivieren.

Sammeltipps
Das blühende Beifußkraut wird zwischen Juli und September eine gute Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Die Beifußpflanze kann man anschließend kopfüber an einer trockenen, geschützten Stelle zum Trocknen aufhängen. Nach dem Trocknen entfernt man die Blätter, Blüten und dünnen Stängel vom Hauptstamm und bewahrt sie kühl und trocken auf. Im Herbst kann man auch die Wurzel des Beifußes ernten. Man trocknet die kleingeschnittene Wurzel an einem warmen, luftigen Platz oder im Backofen bei unter 50°C.

Anbautipps
Der Beifuß ist sehr anspruchslos. Er kommt auch mit steinigen und trockenen Böden relativ gut klar. In vielen Gärten siedelt er sich von selber an, wenn ihm die dortigen Bedingungen zusagen. Da der Beifuß als Unkraut gilt, findet man kaum Beifußpflanzen im Handel. Man kann jedoch kleine Beifußpflanzen in der Natur ausgraben und im eigenen Garten anpflanzen. Dabei sollte man jedoch beachten, ob der Besitzer des Grundstücks, dem man den Beifuß entnimmt, damit einverstanden ist. Man kann auch Stecklinge vom Beifuß machen oder Teile der Wurzel ausgraben und im Garten einpflanzen. Falls man Samen erhält, kann man diese im Frühling oder Herbst ansäen.


BACHBLÜTEN
Man kann die Atmosphäre am bestimmter Orten nicht ertragen (2 Aspen)
- Diese Menschen können die Atmosphäre an bestimmten Orten nicht ertragen  
- Mit der dementsprechender Bachblüte wird es für sie die Atmosphäre zu ertragen  

BACHBLÜTEN
Ich bin schnell aufgeregt (3 Beech)
- Diese Menschen sind oft zu schnell aufgeregt und können nicht herunterkommen
- Mit der dementsprechender Bachblüte sind sie zwar schnell aufgeregt, jedoch kommen sie sehr schnell wieder herunter


ERNÄHRUNG
Fettsäuren
Fettsäuren sind organische (natürliche vorkommende) Säure
Fettsäuren bestehen aus einem wasserliebende Teil (hydrophil) und einem wasserabweisen Teil (hydrophal)
Fettsäuren unterscheiden sie durch ihre Kettenlänge, kurzkettige Fettsäuren, mittelkettige Fettsäuren und langkettige Fettsäuren
Man unterscheidet auch unter gesättigte von ungesättigte Fettsäuren


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