Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juni > 25.06.18-01.07.18


HASEN-KLEE

Der Hasen-Klee ist schon von weitem an seinen weidekätzchenartigen rötlichen Blütenköpfen auf Wiesen und Wegrändern zu erkennen. Die haarigen Blütenköpfchen haben auch eine Ähnlichkeit mit Hasenpfoten. Da die Pflanze hart und bitter ist, wird sie vom Weidevieh verschont. Als sanfte Heilpflanze eignet sie sich gut gegen Durchfall und Husten, gerade bei kleinen Kindern.
Der Hasenklee ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Durchfall, Husten
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, stopfend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Blutauswurf, Durchfall, Gicht, Heiserkeit, Husten, Magen-Darm-Beschwerden, Mundschleimhautentzündung, Rachenschleimhautentzündung, Ruhr, Schmerzhafter Harnabgang, Schweißfüße, Unterschenkelgeschwüre, Wunden, Homöopathie: Durchfall, Gastritis, Rheuma
wissenschaftlicher Name:
Trifolium arvense L.
Pflanzenfamilie:
Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name:
Hare's foot, Rabbit Foot Clover
volkstümlicher Name:
Acker-Klee, Hasen-Klee, Hasenfuß, Hasenpfötlein, Katzen-Klee, Mäuse-Klee, Stopf-arsch
Verwendete Pflanzenteile:
oberirdisches Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Gerbsäuren, Gerbstoffe, Harze, Schleimstoffe
Sammelzeit:
Juli-August

Anwendung
Tee
2 Teelöffel frisches oder getrocknetes Kraut mit 250 ml Wasser übergießen, etwa 8 Stunden (z.B. über Nacht) stehen lassen, kurz aufkochen, noch ein paar Minuten ziehen lassen, abseihen. Ungesüßt über den Tag verteilt trinken, hilft gegen Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall, Gicht und Husten.
Mundspülung
Mit dem Tee (doppelte Menge Kraut) mehrmals täglich Gurgeln, hilft gegen Heiserkeit und Schleimhautentzündungen im Mund-Rachen-Raum.
Fußbäder
Fußbäder im starken Tee helfen gegen Schweißfüße.
Umschläge
Umschläge mit dem starken Tee helfen gegen Unterschenkelgeschwüre und anderen Wunden.
Homöopathie
Das im Juli geerntete blühende Kraut wird zubereitet. Gegen Durchfall, Gastritis und Rheuma.

Geschichtliches
In der Volksheilkunde eine beliebte Pflanze gegen Durchfälle. Der Hasen-Klee wird von Weidevieh nicht gefressen, da zu bitter und zu hart. Die Blütenköpfe mit Samen eignen sich als Vogelfutter.

Pflanzenbeschreibung
Der Hasen-Klee ist eine  einjährige  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Der  Stängel ist aufrecht und oft ausladend verzweigt. Die Pflanzenteile sind meist stark behaart. Der Hasen-Klee besitzt oft eine ziemlich lange Pfahlwurzel. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die gefiederte Blattspreite ist dreiteilig gefingert. Die drei graugrünen Fiederblättchen sind relativ schmal. Die  Nebenblätter sind aus einem lanzettlichen Grund lang pfriemenförmig zugespitzt. Der Blattstiel ist oft zwischen den Nebenblättern verborgen. Man kann den Hasen-Klee von den anderen Klee-Arten gut durch die rosaroten, behaarten köpfchenförmigen Blütenstände unterscheiden. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Die lang gestielten,  köpfchenförmigen  Blütenstände des Hasen-Klees sind etwa 1 cm breit und 1 bis 2 cm hoch. Die Blüten sind ungestielt. Die zwittrigen  Blüten sind  zygomorph und fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einem 5 bis 7 mm langen, lang zottig behaarten und rötlichen Kelch verwachsen. Die fünf  Kronblätter sind nicht alle verwachsen, sie sind zunächst weiß, später blassrosa. Die Blütenkrone besitzt die typische Form der  Schmetterlingsblüte und ist kürzer oder höchstens gleich lang wie der Kelch. Hierdurch entsteht das charakteristische rosarote und zottige Aussehen der Blütenköpfchen. Von den zehn Staubblättern sind neun miteinander verwachsen. Die 1 bis 1,5 mm lange und 0,5 bis 1 mm breite  Hülsenfrucht springt wenig auf und enthält nur ein bis zwei Samen.
Der Hasen-Klee ist in Süd-Europa heimisch, ist aber über fast ganz Europa verbreitet. Er wächst bevorzugt auf Halbtrockenrasen, Magerrase und Wegrändern. Die einjährige oder selten zweijährige Pflanze wird zwischen 5 und 60 Zentimeter hoch. Die ganze Pflanze ist behaart, auch die Blüten. Die dreizähligen Blätter sind klein und schmal. Die Blätter sind graugrün und können einen roten Farbton haben. Die zunächst weißen und späten blassrosa Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober. Die 3-6 mm Blüten befinden sich an ovalen und zylindrischen Blütenköpfen, die 1 - 2 cm lang sind. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.

Anbautipps
Der Hasen-Klee ist anspruchslos. Von Herbst bis Frühling direkt ins Freiland aussäen. Der sandige Boden sollte sauer und kalkfrei sein. Der Standort sollte warm und trocken, halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Das blühende Kraut im Juli etwa 2-3 cm über dem Boden abschneiden, bündeln und an einem luftigen Ort aufgehängt trocknen. Nach dem Trocknen die Pflanze zerreiben und in Papiertüten trocken lagern.




JAKOBS-GEISKRAUT
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Das Jakobs-Greiskraut ist eine schöne gelb blühende aber giftige Pflanze, die mittlerweile bei Pferdebesitzern gefürchtet ist. Man findet das Jakobs-Greiskraut an sonnigen Wegrändern und Wiesen in ganz Europa. In einigen Ländern vermehrt sich diese Pflanze so stark, dass sie bekämpft wird. Als Heilpflanze wird sie gegen viele Formen von Schmerzen eingesetzt, selbst zur Krebsbehandlung wird sie zur Zeit überprüft. Leider riskiert man mit der innerlichen Anwendung langfristig Leberschäden.
Das Jakobs-Greiskraut, auch Jakob-Greiskraut und Jakobs-Kreuzkraut sowie Jakobskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung  Senecio innerhalb der Familie der  Korbblütler. Der Artname bezieht sich auf den Blühtermin um Jacobi (25. Juli) – eigentlich beginnt die Blühzeit jedoch schon Anfang Juni mit schütteren Blütenständen. Die Blütenstände werden aber tatsächlich erst im Hochsommer voll ausgebildet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Entzündungen, Gelenkschmerzen
Heilwirkung:
entzündungshemmend, gewebestärkend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Amenorrhoe, Arthritis, Bienenstiche, Dysmenorrhoe, Entzündungen, Gicht, Harndrang, Hautkrankheiten, Ischias, Krebs, Neuralgien, Rheuma, Homöopathie: Grauer Star, Bindehautentzündung, Sehschwäche,
wissenschaftlicher Name:
Senecio jacobaea L., Jacobaea vulgaris
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Cushag, Ragwort
volkstümlicher Name:
Großes Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut, Jakobs-Kreuzkraut, Jakobskreuzkraut, Spinnenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
oberirdisches blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Erucifolin, Flavanoide, Germacren D, Jacobin, Pyrrolizidinalkaloide, Senecionin
Sammelzeit:
Juli-August
Nebenwirkungen:
Leberschäden
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Leberkrankheiten, Leberschäden

Anwendung
Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht über einen längeren Zeitraum oder größeren Mengen eingesetzt werden, da Leberschäden möglich sind. Auch in den getrockneten Pflanzenteilen bleiben die Gifte erhalten, man sollte auf die innerliche Anwendung aus Sicherheitsgründen verzichten.
Tee
1-2 Teelöffel getrockneten Krauts mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. (Vorsicht langfristig Leberschäden möglich.)
Umschlag
Ein Umschlag mit dem Tee oder frischen gequetschten Blättern soll gegen Gelenkschmerzen, Ischias, Neuralgien, Hautentzündungen und Hautkrankheiten helfen.
Saft
Der frische Saft des Jakobs-Greiskrauts auf einen Bienenstich geträufelt lindert Schmerz und Schwellung.
Homöopathie
Das frische Kraut wird zur Herstellung der Urtinktur genutzt. Niedrige Potenzen gegen einige Augenkrankheiten.

Geschichtliches
Der Name kommt von der Blütezeit um Jakobi, allerdings blüht die Pflanze schon früher. In der Antike wurde die Pflanze in Liebestränken genutzt. Im Mittelalter wurde sie gegen Verzauberungen als Amulett umgehängt. Hexen wurde nachgesagt, dass diese Jakobs-Greiskraut-Pflanzen bündelten, um fliegen zu können. Zeitweise wurden Blätter und Blüten für grüne und gelbe Farbstoffe genutzt. In einigen Ländern (Großbritanien) ist das Jakobs-Greiskraut meldepflichtig und sollte entfernt werden. Heute wird die Pflanze in einigen Naturgärten gehalten um als Raupenfutter für bestimmte Schmetterlinge zu dienen. Diese Schmetterlinge werden in einigen Ländern (Neuseeland) zur Bekämpfung des Jakobs-Greiskrauts eingesetzt. Einige Inhaltsstoffe, die das Zellwachstum hemmen, werden zur Krebsbekämpfung untersucht.

Pflanzenbeschreibung
Das Jakobs-Greiskraut ist in Eurasien heimisch. Es wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Hängen und Wiesen. Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter sind fiederspaltig. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 15 - 25 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
Vegetative Merkmale
Senecio jacobaea ist eine meist  zweijährige, manchmal auch länger  ausdauerndekrautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern. Im ersten Jahr wird eine grundständige Blattrosette aus etwa 20 Zentimeter langen Laubblättern gebildet. Eine oft dunkelrot überlaufene, aufrechte Sprossachse (Stängel) mit Blütenständen entwickelt sich erst im zweiten Jahr. Bei den leierförmig fiederteiligen  Laubblättern sind die unregelmäßigen und stumpf gezähnten Abschnitte zum Ende hin verbreitert; an ihrer Basis weisen sie Öhrchen auf.
Generative Merkmale
Im oberen Pflanzenteil befinden sich in einem weit verzweigten, schirmrispigen Gesamtblütenstand die zahlreichen gelben körbchenförmigen Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von etwa 15 bis 25 Millimetern. Die Blütenkörbchen besitzen eine Hülle aus 13  Hüllblättern sowie anliegenden (oder nur ein bis zwei abstehenden) Außenhüllblättern. Die Spitzen der Hüllblätter sind meistens schwarz gefärbt. Die gelben Zungenblüten sind meist gut ausgebildet, können aber auch fehlen; ihre Anzahl liegt gewöhnlich zwischen 12 und 15 je Blütenkörbchen. Die Achänen sind von einem  Pappus gekrönt.

Anbautipps
Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht für Pferde oder Rinder zugänglich sein. Zwar wird die frische bittere Pflanze nicht gefressen, allerdings die wenig bittere angetrocknete Pflanze. Durchfall und Koliken mit Tod können die Folge sein. Den Samen an Ort und Stelle aussäen, die Aussaat ist jederzeit möglich. Der Standort sollte sonnig und nicht zu feucht sein. Die Pflanze vermehrt sich über den Samen in den Folgejahren von selbst. Die Pflanze braucht keine Pflege.

Sammeltipps
Das blühende oberirdische Kraut ernten und gebündelt an einem luftigen und schattigen Ort trocknen. Das getrocknete Kraut in klein Stücke schneiden und in luftigen Behältern (Stoffsäckchen) aufbewahren.



BACHBLÜTEN
Ich bin verzweifelt (Sweet Chestnut)
- Diese Menschen können sehr verzweifelt sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Verzweiflung bekämpfen


BACHBLÜTEN
Ich bin sehr ehrgeizig (Vervain)
- Diese Menschen können sehr ehrgeizig sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte sind sie nicht mehr so ehrgeizig


ERNÄHRUNG
Nahrungsmittel für Gesunde
Getreide: Hafer, Roggen (von Roggen wird kränklichen Menschen mit kaltem, blutarmen, verschleimten Magen abgeraten, ähnlich bei Hafer)
Obst: Birnen (gekocht oder gebraten), Äpfel, Johannisbeere (Kombi mit andere Früchte)
Gemüse: Sellerie (Wankelmütige, zu Schwermut neigende sollte ihn nicht essen), Zwiebel, Salat (mariniert mit Essig und Knoblauch, gewürzt mit Dill, nach einer warmen Speise), rote Rüben, Kohlsorten, Pilze primär als Heilmittel.
Fleisch: Rindfleisch eignet sich nach Hildegard nur für hitzige Menschen, da es kalt ist. Demzufolge sollten es von Kreislaufschwäche gemieden werden
Sonstiges: Milch (eher im Winter), Käse, Honig


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