Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.07.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 26.06.17-02.07.17.


SCHAFGARBE

Die Schafgarbe ist eine beliebte klassische Heilpflanze, die für die Verdauungsorgane und Frauenleiden eingesetzt werden kann. Äußerlich kann sie ähnlich wie die Kamille verwendet werden. Sie wächst auf Wiesen und an Wegrändern und ist mir schon aus der frühen Kindheit bekannt, weil ihre Stängel so zäh sind, und sie deshalb schlecht für kindliche Blumensträuße geeignet ist.
Die Schafgarben sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler. Ihr botanischer Name Achillea leitet sich von dem griechischen Helden Achilles ab, welcher der Legende nach mit Hilfe dieser Pflanze einst seine Wunden behandelt haben soll. Vertreter dieser Gattung finden als Heilpflanzen Verwendung.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Frauenkrankheiten
Heilwirkung: blutreinigend, blutstillend, krampflösend, gefäßtonisierend
Anwendungsbereiche: Afterjucken, Akne, Angina Pectoris (unterstützend), Appetitlosigkeit, Aufgesprungene Hände, Augenringe, Blähungen, Bluthochdruck, Blutungen, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Durchfall,  Ekzeme, Er-kältung, Erysipel, Gesichtsrose, Gicht, Gürtelrose, Gallenkoliken, Gastritis, Geschwüre, Hämorrhoiden, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Krampfadern, Kreislaufschwäche, Menstruationsbeschwerden,  Neuralgien, Nierenschwäche, Östrogen-Dominanz, Pfortaderstauungen, Rheuma, Schaufenster-Krankheit, Schnupfen, Schuppenflechte, Sonnenbrand, Verdauungsschwäche,  Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden , Weißfluss, Wunde Brustwarzen beim Stillen, Wundheilung
wissenschaftlicher Name: Achillea millefolium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Yarrow
volkstümlicher Name: Augenbraue der Venus (Supercilium Veneris), Bauchwehkraut, Blutkraut, Blutstillkraut, Frauenkraut, Frauendank, Gotteshand, Grillengras, Katzenkraut, Margaretenkraut, Katzenschwanz, Lämmerzunge, Schafrippen, Schafzunge, Tausendblatt, Teekraut
Falsche Schreibweisen: Scharfgarbe, Schafsgarbe, Schafsgabe
Verwendete Pflanzenteile: das ganze blühende Kraut, Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Azulen, Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe, antibiotische Substanzen
Sammelzeit: Hochsommer

Anwendung
Verwendung finden die blühenden Schafgarben als Bitter-Tonika bei Verdau-ungsstörungen und Koliken. Zudem werden die Blüten zur Pflege der Gesichtshaut in Dampfbädern eingesetzt. Die frischen Triebe und Blätter können außerdem als Beigabe zu Salaten verwendet werden und die ätherischen Öle wirken schleimlösend. Aus den Stängeln wurden Stäbchen für das traditionelle chinesische Schafgarbenorakel gefertigt, siehe auch I Ging.
Schafgarbe kann man als Tee oder Tinktur anwenden. In diesen Zuberei-tungsformen eignet sie sich für die innere und äußerliche Anwendung. Besonders hervorzuheben ist auch die Fähigkeit der Schafgarbe bei den Venen den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu fördern. Dadurch wird der Kreislauf verbessert und venöse Beschwerden wie Krampfadern, dicke geschwollene Füße, Durchblutungsstörungen des Herzens und die Schaufenster-Krankheit werden positiv beeinflusst.
Frisch gepresster Saft
Besonders wertvoll ist der frisch gepresste Schafgarben-Saft. Er muss aber sehr frisch sein und darf auf keinen Fall schon gären. Diesen Saft kann man einnehmen; 3 mal täglich einen Teelöffel in einem Glas Wasser verdünnt.
Äußerlich als Tee
Äußerlich kann man die Schafgarbe als Bäder, für Waschungen oder Kompressen verwenden. In Vollbädern eignet sich Schafgarbentee beispielsweise bei Neuralgien. Auch gegen Geschwüre, schlecht heilende Wunden und Schup-penflechte eignet sich die äußerliche Anwendung. Traditionell wurde Schafgarbe bei Verletzungen, die durch Eisen hervorgerufen eingesetzt, beispielsweise bei Schnitten durch Messer.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Schafgarbe ist sehr kostspielig, aber eine wertvolle Rarität. Verdünnt kann man es einsetzen für Massagen, Kompressen, Sitzbäder, Fußbäder und in der Duftlampe. Verdünnt auf Stirn und Nacken gerieben, hilft es beispielsweise bei Kopfschmerzen, aber auch gegen viele andere der oben aufgelisteten Einsatzzwecke.
Schafgarbe in Cremes
Aufgrund ihrer hautheilenden Wirkung eignet sich die Schafgarbe auch sehr für Cremes und Salben.
Achtung! Bei den schweren Erkrankungen, bei beispielsweise Angina Pectoris oder Blutungen darf man die Schafgarbe natürlich nur unterstützend einsetzen. Die sonstige Behandlung bleibt dem Arzt überlassen. Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergieneigung können von der Schafgarbe eine Wiesendermatitis bekommen. In diesem Fall sollte man den Hautkontakt mit der Schafgarbe meiden.

Pflanzenbeschreibung
Bei den Achillea-Arten handelt es sich um ausdauernde krautige Pflanzen, selten Halbsträucher, die Wuchshöhen von 6 bis zu 80 Zentimetern erreichen. Meist duftet die ganze Pflanze aromatisch. Im Frühling treibt das Rhizom eine Blattrosette aus. Später wächst ein Stängel, auf dem sich die Blüten bilden. Der glatte bis behaarte Stängel ist zäh und innen markhaltig. Die schmalen, wechselständigen und gefiederten Laubblätter sind gestielt bis sitzend. Der einfache oder zusammengesetzte scheindoldige Blütenstand besteht aus vielen kleinen körbchenförmigen Teilblütenständen. 10 bis 30 Hüllblätter stehen in (ein bis) zwei bis drei (bis vier) Reihen. Die Blütenkörbchen weisen meist einen Durchmesser von 2 bis 3 (selten 5) Millimeter auf und enthalten (5 bis) 15 bis mehr als 75 Röhren- und selten keine, meist aber drei bis fünf (bis zwölf oder selten mehr) Zungenblüten. Die Farbe der Zungenblüten der meisten Arten ist weiß bis schwach gelblich, auch rosa Färbungen kommen vor. Die Achänen besitzen meist zwei Rippen.
In ganz Europa ist die Schafgarbe heimisch, bis hoch zum Polarkreis. Sie bevorzugt sonnige, trockene Standorte auf Wiesen, Weiden und Wegrändern.
Die Schafgarbe ist eine mehrjährige, ausdauernde Pflanze, d.h. ein Teil der Blätter bleibt sogar im Winter oberhalb der Erdoberfläche. Sie gehört zur Familie der Korbblütler. Im Frühling treibt der Wurzelstock eine Rosette aus fiederigen Blätter aus. Später wächst ein Stängel, auf dem sich die Blüten bilden. Der Stängel ist zäh und innen markhaltig. Die Blüten bilden eine Scheindolde. Sie sind klein, weiß und manchmal sogar leicht rosa.

Anbautipps
Der Gartenanbau der so häufig wild anzutreffenden Schafgarbe ist schwieriger als man denkt. Die Schafgarbe mag gerne sonnige Standorte. Der Boden kann sandig oder lehmig sein. Wenn man Samen der Schafgarbe erhält, kann man sie auch im Frühjahr ansäen, am besten in kleinen Töpfchen. Die Samen sind nur ein Jahr lang keimfähig, daher sollte man sie zügig verwenden. Sobald die jungen Pflanzen etwas herangewachsen sind, kann man sie ins Freiland setzen. Wenn sie sich an einem Standort wohlfühlt, kommt sie in den nächsten Jahren wieder. Da sie relativ spät austreibt, wird sie aber manchmal vorher vom Unkraut überwuchert. Ausgewachsene Pflanzen kann man auch durch Teilung der Wurzelstöcke vermehren.

Sammeltipps
In der Blütezeit schneidet man das ganze blühende Kraut etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Dann bindet man kleine Bündel aus den Pflanzen und hängt sie mit den Blüten nach unten an einen trockenen, schattigen Ort. Sobald die Pflanzen trocken sind, hängt man sie ab, zerkleinert sie (am besten mit einer Schere) und bewahrt sie kühl, trocken und lichtgeschützt auf.



EBERESCHE


Die meisten Menschen denken, dass die Eberesche giftig ist. Das ist ein Vorteil für diejenigen, die es besser wissen, denn dadurch kann man reichlich Ebereschen-Früchte sammeln, um daraus Marmelade oder Gelee zu kochen. Dass die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, sogar Heilwirkungen hat, ist jedoch nicht mal allen Eingeweihten bekannt. Dabei ist sie vor allem für das Verdau-ungssystem sehr hilfreich und auch bei Lungenproblemen kann die Eberesche helfen.
Die Vogelbeere, gemeinsprachlich häufiger die Eberesche oder der Vogelbeerbaum, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung Mehlbeeren innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Zugehörigkeit zu den  Kernobstgewächsen kann man bei genauer Betrachtung der Früchte gut erkennen; sie sehen wie kleine Äpfel aus.
Die Bezeichnung als  Speierling ist irreführend, da dies der gebräuchliche Name einer anderen Sorbus-Art ist. Die Vogelbeere ist in weiten Teilen Europas verbreitet und besitzt als  Pionierart ein breites Bodenspektrum. Für Insekten, Vögel und Säugetiere ist sie eine wertvolle Futterpflanze. Die vielfältige Nutzung durch den Menschen spiegelt sich in zahlreichen regionalen Namensgebungen wider. Im Aberglauben und Brauchtum hat sie eine bedeutende Rolle inne. In Deutschland wurde die Vogelbeere im Jahr 1997 zum  Baum des Jahres gekürt. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind ihre Früchte ungiftig.

Steckbrief
Heilwirkung:
harntreibend, Leberprobleme, Leberzirrhose, Gallenprobleme, Gallenstauung, Gallen blasenentzündung, Gallengangsentzündung, Gallensteine, Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Verstopfung, Skorbut, immunsystemsteigernd, harntreibend, Durchfall, Bronchitis, Lungenentzündung, Grüner Star
wissenschaftlicher Name:
Sorbus aucuparia
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Rowan Berry
volkstümlicher Name:
Aberesche, Amselbeere, Drosselbeere, Ebisch, Ebsche, Gimpelbeer, Haweresche, Judenkirsche, Moosesche, Stinkholz, Vogelbeere, Wilde Esche, Wielesche
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Gerbstoff, Sorbitol, Sorbitansäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Weinsteinsäure, Spuren der Parasorbinsäure (leicht giftig), Bitterstoff, Pektin, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Juli bis Oktober

Anwendung
Die Früchte kann man als Saft, Marmelade oder Gelee einnehmen. Auch als Tee kann man die Früchte anwenden. Durch das Kochen wird der herbe Geschmack der Beeren etwas gemildert. Es gibt auch verschiedene Sorten der Eberesche. Manche sind sehr bitter und daher nicht so gut für die Marmelade-Bereitung geeignet. Die Sorte "Mährische Vogelbeere" ist weniger bitter und deshalb sehr gut geeignet. Die mährische Vogelbeere ist die Kulturform der Eberesche. Sie ist daher häufig an Straßen und Plätzen in Siedlungen zu fin-den. Durch ihre Bitterstoffe und die Gerbstoffe ist die Eberesche wirksam bei Probleme des Verdauungssystems, insbesondere der Gallenfunktion. Auch zur Regulierung der Verdauung kann man die Eberesche einsetzen, denn sie hilft sowohl bei Durchfall als auch gegen Verstopfung. Außerdem hilft die Eberesche bei Bronchitis und Lungenleiden, sogar bei Lungenentzündung kann sie hilfreich sein. Für diesen Zweck verwendet man die Eberesche am besten frisch gepresst als Saft mit Honig. Ein etwas exotischer Einsatzzweck der Eberesche ist der grüne Star. Hier ist nicht sicher, ob man sich auf die Wirkung verlassen kann, aber man kann es immerhin ausprobieren. In Zeiten, wo Vitamin C knapp ist, kann die Eberesche auch gegen Vitamin C Mangel helfen. Ob die Eberesche roh giftig ist, ist umstritten, gekocht und getrocknet ist sie zumindest nicht giftig. Vor starken Dosierungen in roher Form bewahrt auch der herbe Geschmack, daher ist es eher unwichtig, ob die Eberesche roh in hoher Dosierung giftig sein könnte.
Medizin
Auch wenn sich im  Volksglauben hartnäckig das Gerücht hält, die Früchte seien giftig, ist dies nicht richtig. Allerdings enthalten die Beeren Parasorbin-säure, die zu Magenproblemen führen kann. Durch Kochen wird die Parasor-binsäure zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist. Gekochte Beeren können daher auch in größeren Mengen gegessen werden. Tatsächlich sind Vogelbeeren aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts (bis zu 100mg pro 100g Beeren, das beim Kochen um etwa ein Drittel abgebaut wird) sehr gesund und waren früher ein wichtiges Mittel gegen  Skorbut. Sie enthalten außerdem  Provitamin A und  Sorbit, einen  Zuckeraustauschstoff. Aus der Sorbose der Vogelbeeren wurde das Sorbit, ein Zuckerersatz für Diabetiker, gewonnen. Sorbit wird heute industriell durch Reduktion von Traubenzucker (Glukose) mit Wasserstoff hergestellt.
Die  Naturheilkunde schreibt Blättern und Blüten eine besondere Heilwirkung zu. Getrocknet finden diese u. a. in Tees gegen Husten, Bronchitis und Magenverstimmungen Verwendung. Auch werden sie bei Verdauungsbeschwerden, Hämorrhoiden, Rheuma und Gicht eingesetzt. Die Wirkung ist allerdings nicht wissenschaftlich erwiesen. Sänger und Redner nutzen die Vogelbeeren z. B. auch, um ihre Stimmbänder geschmeidig zu halten. Laut „Kräuterpfarrer" Johann Künzle sollen Vogelbeeren zähen Schleim von den Stimmbändern lösen und so bei Heiserkeit wertvolle Dienste leisten. In der  evidenzbasierten Medizin wird ein Auszug aus Sorbus aucuparia, das Sorbit, intravenös zur Senkung des Augeninnendrucks bei Glaukom gespritzt.
Konfitüre
Nach den ersten Frösten verlieren die Früchte ihren durch die Parasorbinsäure hervorgerufenen bitteren Geschmack und werden leicht süßlich. Die Parasorbinsäure wird hierbei zur Sorbinsäure umgebildet. Regional, zum Beispiel im Bayerischen Wald und in Böhmen, wird aus den Früchten Konfitüre gekocht, die wie Preiselbeeren als leicht säuerliche Konfitüre zu Wildgerichten gereicht wird. Hierfür eignet sich besonders die Essbare oder Mährische Vogelbeere – Sorbus aucuparia var. moravica, auch var. edulis oder var. dulcis genannt, die einen höheren Zuckergehalt hat und frei von Parasorbinsäure ist und daher auch roh verzehrt werden kann. Zwei verbreitete Kulturformen der mährischen Vogelbeere sind Konzentra und Rosina, deren Auswahl 1946 im Institut für Gartenbau Dresden-Pillnitz begann und die 1954 in den Verkauf gebracht wurden. Dabei ist Konzentrat für die Entsaftung geeignet und Rosina für Kompott oder zum Kandieren. Andere Sorten, die bitterstoffarm sind ähnlich der mährischen Vogelbeere, sind die aus Südrussland stammenden Kulturformen Rossica und Rossica Major. Weitere essbare Sorten stammen aus  Klosterneuburg in  Niederösterreich.
Sonstige Verwendung
Die Borke kann zum Braun- und Rotfärben von Wolle verwendet werden.

Pflanzenbeschreibung
Die Eberesche ist ein zierlicher Baum, der an den meisten Standorten gedei-hen kann. Sogar in den Höhen der großen Mittelgebirge wächst die Eberesche noch, an Stellen, wo kaum noch andere Bäume gedeihen. Die unpaarig gefiederten Blätter haben lanzettlich gesägte Form. Im Mai und Juni sprießen die weißen Blüten in Doldentrauben. Im Frühherbst reifen die die hellroten, erbsengroßen Früchte. Sie haben einen herbsauren Geschmack, der beim Kochen und Trocknen milder wird.
Habitus
Die sommergrüne Vogelbeere erlangt ein gewöhnliches Alter von 80, in seltenen Fällen, vor allem als Gebirgsbaum auch bis 120 Jahren. Mit einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 15 Metern ist die Eberesche ein eher kleinwüchsiger Baum. Einzelstehend, ohne Beschattung konkurrierender Pflanzenarten kann sie auch Wuchshöhen von bis 25 Metern erreichen. Stockausschläge der Eberesche wachsen gewöhnlich mehrstämmig als wesentlich kleinerer  Strauch. In den ersten 20 Jahren wächst sie relativ schnell, danach stockt das Wachstum. Die Eberesche besitzt ein weitreichendes und tiefgehendes Senkerwurzelsysystem und die Fähigkeit, sich über Stockausschläge und Wurzelbrut vegetativ zu vermehren. Auf Pseudogleyböden wurzelt sie hingegen relativ flach. Kennzeichnend für die Eberesche ist ihre zierliche Gestalt sowie die oval bis rundliche, unregelmäßig aufgebaute und locker gehaltene Krone. Der Stamm der Eberesche zeichnet sich durch eine schlanke, walzenförmige Wuchsform aus. Die Äste stehen vom Stamm ab oder sind schräg nach oben gerichtet. Die glatte, glänzende Rinde jüngerer Bäume ist gelblich bis grünlich grau gefärbt und zeigt längliche, quer zur Wuchsrichtung gestellte Lentizellen, die den Gasaustausch mit der Umgebung sicherstellen. Mit zunehmendem Alter des Baumes nimmt die Rinde eine mattgraue Färbung und feinrissige Struktur an. Nur wenige Exemplare entwickeln im hohen Alter im unteren Stammbereich eine schwärzliche, längsrissige Borke. Jungtriebe bilden gewöhnlich eine weiche, filzige Behaarung aus und sind aschgrau gefärbt. Eine Besonderheit stellt das Chlorophyll dar, das sich unter der glatten Rinde der Zweige befindet. Dies befähigt den Baum bereits vor dem Laubaustrieb zur  Photosynthese. Sein Vorkommen in höheren Lagen wird dadurch unterstützt.
Knospe und Blatt
Die Winterknospen der Vogelbeere sind meist dunkelviolett gefärbt und weiß-filzig behaart. Dies stellt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Speierling dar, dessen grüne und klebrige Knospen allenfalls an den Schuppenrän-dern eine feine Behaarung entwickeln. Die Endknospe an den Zweigspitzen ist gewöhnlich gekrümmt. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert und sind dabei etwa 20 cm lang sowie 8 bis 11 cm breit. Die unpaarig gefiederte Blattspreite setzt sich gewöhnlich aus 9 bis 19 länglich-elliptischen Blattfiedern zusammen. Die 4 bis 6 cm langen und etwa 2 cm breiten Blättchen sitzen mit einem kurzen Stiel der  Blattspindel an. Sie sind nach vorne zugespitzt und zum Grund hin asymmetrisch abgerundet. Am Blattrand bilden sie eine scharfe, ungleiche Zähnung aus, die zur Blattspitze hin ausgerichtet ist. Die unbehaarte Blattoberseite zeigt eine sommergrüne Färbung, wohingegen die Blattunterseite eher graugrün gefärbt ist und eine leichte Behaarung entwickeln kann. Die drehrunde Blattspindel weist zwischen den einzelnen Fiedern leichte Rinnen auf. Die Fiederblättchen der Eberesche besitzen keine  Blattzahndrüsen an der Spitze.
Blütenstand und Blüte
Die Vogelbeere erlangt ihre Blühfähigkeit bereits im Alter von fünf bis sechs Jahren. Auf der Nordhalbkugel blüht sie von Mai bis Juli. Der Blütenstand ent-spricht einer ausgebreiteten  Schirmrispe, in der 200 bis 300 Blüten vereinigt sind. Je nach Unterart sind die Infloreszensachsen flächig behaart oder fast bis ganz kahl. Die zwittrige  Blüte ist bei einem Durchmesser von etwa 10 Millimetern  radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind spitz, kurz dreieckig. Die fünf  Kronblätter sind weiß. Es sind 20 Staubblätter vorhanden. Eine Blüte besitzt zwei bis vier freie Griffel, deren unterständig stehende unverwachsene  Fruchtblätter in den Blütenboden eingesenkt und mit diesem verwachsen sind und durch die fleischige Blütenachse miteinander verbunden werden.
Frucht und Samen
Die Früchte reifen von August bis September. Die bei Reife leuchtend roten und kugeligen, im botanischen Sinne dreifächerigen  Apfelfrüchte, werden manchmal als „Beeren" bezeichnet. Sie enthalten gewöhnlich drei  Samen und bilden einen Durchmesser von etwa 1 cm aus. Häufig hängen die Früchte bis in den Winter hinein in dichten „Büscheln" am Baum.



BACHBLÜTEN
Man bezieht sich ständig auf Vergangenes, innerlich und in der Unterhaltung mit anderen (16 Honeysuckle)
-
Diese Menschen beziehen sich ständig, innerlich und in Gesprächen mit anderen auf Vergangenes   
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie sich auf die Gegenwart sich konzentrieren


BACHBLÜTEN

Man hat das Gefühl, auf einem Pulverfass zu sitzen (6 Cherry Plum)
-
Diese Menschen haben ständig das Gefühl, auf einem sehr großen Pulverfass zu sitzen  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dieses Gefühl des Pulverfass allmählich entledigen


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