Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.06.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Mai > 27.05.19-02.06.19


SPITZWEGERICH

Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen. Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung. Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken.
Der Spitzwegerich, auch Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt, ist eine Pflanzenart, die zur  Familie der  Wegerichgewächse gehört. Das Wort „Wegerich" entstammt dem Althochdeutschen vonwega = Weg und rih = König.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung:
antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Afterjucken, Appetitlosigkeit, Asthma, Augenentzündungen, Blasenschwäche, Bronchitis, Darmschleimhautentzündung,  Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Fettsucht, Furunkel, Hämorrhoiden, Halsentzündung, Halsschmerzen, Hautabschürfungen, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Keuchhusten, Leberschwäche, Magenschleimhautentzündung, Ödeme (Wassersucht), Quetschungen,  Soor (Candida), Verstopfung, blutende Wunden, leichte Verbrennungen
wissenschaftlicher Name:
Plantago lanceolata
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name:
 Ribwort
volkstümliche Namen:
Heilwegerich, Heilblärer, Heufressa, Hundsrippen, Lägenblatt, Lämmerzunge, Lügenblatt, Lungenblattl, Rippenkraut, Rossrippen, Schafzunge, Schlangenzunge, Siebenrippen, Spiesskraut, Spitzfederich, Spitz-Wegeblatt, Wagentranenblatt, Wegbreite, Wegreich, Wegtritt
Falsche Schreibweisen:
Spitzwegerrich, Spitzwegerisch
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzeln, Samen
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Saponine, Glykoside, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherisches Öl, Lab-Enzym
Sammelzeit:
Blätter: Mai - August, Wurzeln: Ende August bis Oktober

Anwendung
In Mangelzeiten nach den beiden Weltkriegen und während der Weltwirtschaftskrise war Salat aus wildwachsendem Spitzwegerich ein beliebter Ersatz für unerschwingliches oder nicht erhältliches Grünzeug. Ernten und sammeln kann man ihn am besten von Anfang April bis Ende August. Man findet ihn oft in kleinen Wiesen, an Äckern und Feldrändern, an den Wald angrenzenden Wegen und auf sehr kleinen Flächen in Ortschaften. Nach Insektenstichen ist der Spitzwegerich, zerrieben und auf den Stich aufgetragen, kühlend respektive schmerzlindernd. Gleiches gilt für Brennnesselstiche. Der Spitzwegerich hat, wie viele andere Heilpflanzen, ein breites Spektrum von Heilwirkungen. Seine Haupteinsatzgebiete sind jedoch die Atemwege und die Haut.
Tee für die Atmung
Gegen Husten, Asthma und andere Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Spitzwegerich-Tee trinken. Entweder als reinen Spitzwegerichtee oder in Teemischungen. Die Spitzwegerich-Blätter lösen den Schleim, wirken gegen Krankheitserreger und lindern Entzündungen. Der Spitzwegerich ist aber nicht nur für die Atmungsorgane hilfreich, sondern fördert auch die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und hilft beim Abnehmen.
Blätter gegen kleine Verletzungen unterwegs
Der Spitzwegerich ist die beste Medizin für unterwegs, die gleich am Wegrand wächst, wenn man sich beim Wandern verletzt hat. Einfach ein Spitzwegerichblatt zwischen den Fingern verreiben oder zerkauen, auf die Wunde legen und mit einem zweiten Spitzwegerichblatt fixieren. Blut wird gestoppt und die Wunde desinfiziert, der Heilungsprozess gefördert.
Pflanzensaft gegen Wunden
Wenn man nicht unterwegs ist, kann man aus den Blättern einen Pflanzensaft herstellen, den man auf Wunden träufeln kann. Der Pflanzensaft hilft gegen Abschürfungen, leichte Verbrennungen, kleine offene Wunden, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Hämorrhoiden.
Pflanzensaft für Verdauung und Stoffwechsel
Den frisch gepressten Pflanzensaft kann man gegen Verdauungsstörungen einnehmen. Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit. Auch bei Hauterkrankungen kann man den Spitzwegerichsaft innerlich einnehmen. Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen.
Samen gegen Soor
Die Samen des Spitzwegerichs kann man in Wasser einweichen und dann aufkochen lassen. Man kann sie Säuglingen gegen Soor (Candidamykosen) geben.

Pflanzenbeschreibung
Der Spitzwegerich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht. Die reichverzweigte Wurzel kann bis zu 60 cm in die Tiefe reichen. Die in einer grundständigen Rosette stehenden  Laubblätter sind ungestielt. Die einfache Blattspreite ist spitz, schmal und lanzettlich. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Auf einem langen 5-furchigen Schaft steht ein dichter, walzenförmiger, ähriger Blütenstand. Die verhältnismäßig kleinen, unscheinbaren Blüten sind zwittrig. Der Spitzwegerich ist in ganz Europa heimisch und kommt auch in Asien und als Zuzögling in Amerika vor. Er wächst gerne auf Wiesen und an Wegrändern, auch im Ödland und an Gräben findet man ihn. Die ausdauernde Wurzel des Spitzwegerichs treibt im Frühling lanzenförmige Blätter aus. Diese Blätter wachsen vom Boden aus direkt nach oben, sie sind schmal und vorne spitz. In den Blättern verlaufen fünf Blattadern. Etwas später, ab Mai, treibt der kantige Stängel aus. Er wächst senkrecht und ohne Verzweigungen nach oben und trägt an der Spitze eine bräunliche Blüte in Ährenform. Aus dieser Blütenähre entwickeln sich später Früchte mit Kapseln, die jeweils zwei Samen enthalten.

Sammeltipp
Die Spitzwegerichblätter sammelt man bei sehr trockener Witterung an Stellen, wo keine verkehrsreichen Straßen in der Nähe sind. Natürlich sollte man, wie bei allen anderen Pflanzen, nur soviel sammeln, dass der Pflanzenbestand nicht darunter leidet. Wichtig ist, dass man die Blätter sehr sorgsam und zügig trocknet. Am besten fädelt man die Blätter auf eine dünne Schnur und lässt sie an luftiger Stelle möglichst schnell trocknen. Wenn die Blätter zu lange zum Trocknen brauchen, neigen sie dazu, schwarze Flecken zu bekommen und sind dann unbrauchbar.




ACKERGAUCHHEIL
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Im Hochsommer blitzt einen im Gemüsebeet oft der Ackergauchheil mit seinen leuchtend hellroten Sternblüten entgegen. Viel zu hübsch scheint er, um ein-fach als Unkraut ausgerissen zu werden. So dekorativ, wie er aussieht, traut man ihm auch allerlei Heilkräfte zu, doch ist der Ackergauchheil leicht giftig und darf daher nur in Kleinstmengen verwendet werden. Wohl dosiert kann er jedoch bei Warzen und Splitter in der Haut helfen.
Der Acker-Gauchheil, auch Roter Gauchheil, Nebelpflanze, Weinbergsstern oder Wetterkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gauchheil in der Unterfamilie der Myrsinengewächse innerhalb der Familie der Primelgewächse. Er gilt im Ackerbau als  Unkraut, weil er schwach giftig in all seinen Teilen ist, vor allem in der Wurzel.

Steckbrief
Heilwirkung:
Achtung! leicht giftig! Nasennebenhöhlenentzündung, Nierensteine, Splitter rausziehend, Verstopfung, Warzen, Wunden, Zahnschmerzen, schmerzstillend
wissenschaftlicher Name:
Anagallis arvensis
Pflanzenfamilie:
Myrsinengewächse = Myrsinaceae
volkstümliche Namen:
Nebelpflanze, Roter Gauchheil, Weinbergstern, Wet-terkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Da der Ackergauchheil leicht giftig ist, sollte man ihn mit Vorsicht und auch nur niedrig dosiert genießen. Als Teil eines Mischtees kann man ihn einsetzen und auch äußerlich bereitet er den meisten Menschen keinerlei Probleme. Nur Menschen mit Primelallergie bekommen beim Kontakt mit dem Ackergauchheil einen Ausschlag. Alle anderen können den Saft des Ackergauchheils gegen Warzen versuchen. Als Kompresse aufgelegt, kann der Aufguss Wunden reinigen und eingedrungene Splitter oder Dorne austreiben. Gegen Nasennebenhöhlenentzündung oder Nierensteine sollte man den Ackergauchheil nur verwenden, wenn weit und breit keine andere Heilmöglichkeit vorhanden ist, oder niedrig dosiert gemischt mit anderen Kräutern.

Pflanzenbeschreibung
Der Ackergauchheil ist eine niederliegend kriechende, einjährige, sommerannuelle Pflanze oder eine aufsteigend wachsende, winterannuelle  Halbrosettenpflanze. Der scharf vierkantige Stängel ist 5 bis 30 cm lang. Die gegenständigen, sitzenden Laubblätter sind eiförmig und ganzrandig. Er wurzelt bis 40 Zentimeter tief.  Von Frühling bis Herbst (Mai bis Oktober auf der Nordhalbkugel) erscheinen die Blüten einzeln in den Blattachseln. Die radiärsymmetrischen Blütenweisen einen Durchmesser von etwa 10–15 mm auf. Es sind sogenannte Pollen-Scheibenblumen. Die Blüten sind nur von 7 bis 14 Uhr geöffnet und schließen sich bei aufziehendem Unwetter. Bauern benutzten diese Erscheinung früher zur Vorhersage des Wetters, da der Acker-Gauchheil schon frühzeitig die Blüten schließen sollte, wenn eine Wetterverschlechterung bevorstehen.  Daher kommen die deutschen Namen Nebelpflanze und Wetterkraut. Die Staubbeutel besitzen Futterhaare und ziehen verschiedene Bestäuber an, besonders Fliegen. Es kommt vor dem Abblühen jedoch auch zu spontanen Selbstbestäubungen. Am Rande der Kronblätter befinden sich kleine Drüsenhaare. Die Kronblätter sind in Mitteleuropa meist zinnoberrot gefärbt, nur selten blau. Dagegen sind sie bei der im  Mittelmeergebiet vorkommenden, etwas größere Blüten besitzenden Unterart subsp. latifolia meist blau gefärbt. Blaublütige Formen des Acker-Gauchheils werden oft mit dem Blauen Gauchheil verwechselt. Eine Untersuchung der Phylogenese von 2007 ergab, dass Anagallis foemina näher mit Anagallis monelli verwandt ist als mit Anagallis arvensis und deshalb als eine eigenständige Sippe gelten soll. Die Taxonomie ist aber noch nicht endgültig geklärt. Die Deckelkapselfrüchte des Ackergauchheils erreichen ihre Reife auf der Nordhalbkugel von August bis Oktober. Der Fruchtstiel krümmt sich mit der Schwerkraft und die Samen werden durch den Wind ausgeblasen oder als Regenschwemmlinge verbreitet.
Ackergauchheil wächst gerne als Unkraut im Garten und auf Feldern, auf Brachland und Weinbergen. Mit seinen niederliegenden Stängeln, die bis zu 25 cm lang werden, gehört der Ackergauchheil zu den kleineren Pflanzen. Die kleinen eiförmigen Blätter stehen gegenständig am Stängel. Seine orange-roten, sternförmigen Blüten leuchten wie lustige kleine Augen, sodass es schwerfällt, die Pflanze als Unkraut auszureißen. Viel lieber möchte man sie als Zierpflanze stehenlassen.



BACHBLÜTEN
Du kannst nicht nein sagen, bist sehr gutmütig, Willensschwach (4 Centaury)
- Diese Menschen können einfach nicht nein sagen, sind zu gutmütig und der Wille ist sehr schwach
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie endlich wieder nein sagen


BACHBLÜTEN
Übersteigerter Informationshunger (5 Cerato)
- Diese Menschen haben einen übersteigerten Informationshunger
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das übersteigerte Informationshunger überwinden


ERNÄHRUNG
Wer oder was überhaupt ist ein Vegetarier?
Nach den Grundsätzen der Internationalen Vegetarier-Union sind „Vegetarier, alle die keine Nahrungsmittel zu sich nehmen, die von getöten Tieren stammen. Das schließt Fisch, Weich- und Schalentiere, genauso ein, wie tierische Fette, z.B. Speck, Rinder- und Scheinefett." Das Wort „Vegetarismus" kommt von lateini-schen Tregatius, das „ganz", „gesund", „frisch" oder „lebendig bedeutet, wie z.B.  in den alten latieinischen Ausdruck homb vegetus – ein körperlich und geistig gesunder Mensch.


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