Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.06.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Mai > 28.05.18-03.06.18


ACKERGAUCHHEIL t     

Im Hochsommer blitzt einen im Gemüsebeet oft der Ackergauchheil mit seinen leuchtend hellroten Sternblüten entgegen. Viel zu hübsch scheint er, um einfach als Unkraut ausgerissen zu werden. So dekorativ, wie er aussieht, traut man ihm auch allerlei Heilkräfte zu, doch ist der Ackergauchheil leicht giftig und darf daher nur in Kleinstmengen verwendet werden. Wohl dosiert kann er jedoch bei Warzen und Splitter in der Haut helfen.
Der Ackergauchheil, auch Roter Gauchheil, Nebelpflanze, Weinbergsstern oder Wetterkraut genannt, ist eine  Pflanzenart aus der Gattung Gauchheil in der Unterfamilie der Myrsinengewächse innerhalb der Familie der  Primelgewächse. Er gilt im Ackerbau als Unkraut, weil er schwach giftig in all seinen Teilen ist, vor allem in der Wurzel.

Steckbrief
Heilwirkung:
Achtung! leicht giftig! Nasennebenhöhlenentzündung, Nierensteine, Splitter rausziehend, Verstopfung, Warzen, Wunden, Zahnschmerzen, schmerzstillend
wissenschaftlicher Name:
Anagallis arvensis
Pflanzenfamilie:
Myrsinengewächse = Myrsinaceae
volkstümliche Namen:
Nebelpflanze, Roter Gauchheil, Weinbergstern, Wet-terkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Da der Ackergauchheil leicht giftig ist, sollte man ihn mit Vorsicht und auch nur niedrig dosiert genießen. Als Teil eines Mischtees kann man ihn einsetzen und auch äußerlich bereitet er den meisten Menschen keinerlei Probleme. Nur Menschen mit Primelallergie bekommen beim Kontakt mit dem Ackergauchheil einen Ausschlag. Alle anderen können den Saft des Ackergauchheils gegen Warzen versuchen. Als Kompresse aufgelegt, kann der Aufguss Wunden reinigen und eingedrungene Splitter oder Dorne austreiben. Gegen Nasennebenhöhlenentzündung oder Nierensteine sollte man den Ackergauchheil nur verwenden, wenn weit und breit keine andere Heilmöglichkeit vorhanden ist, oder niedrig dosiert gemischt mit anderen Kräutern.

Pflanzenbeschreibung
Der Ackergauchheil ist eine niederliegend kriechende, einjährige, sommerannuelle Pflanze oder eine aufsteigend wachsende, winterannuelle Halbrosettenpflanze. Der scharf vierkantige Stängel ist 5 bis 30 cm lang. Die gegenständigen, sitzenden Laubblätter sind eiförmig und ganzrandig. Er wurzelt bis 40 Zentimeter tief. Von Frühling bis Herbst (Mai bis Oktober auf der Nordhalbkugel) erscheinen die Blüten einzeln in den Blattachseln. Die  radiärsymmetrischen Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 10–15 mm auf. Es sind sogenannte Pollenscheibenblumen. Die Blüten sind nur von 7 bis 14 Uhr geöffnet und schließen sich bei aufziehendem Unwetter. Bauern benutzten diese Erscheinung früher zur Vorhersage des Wetters, da der Ackergauchheil schon frühzeitig die Blüten schließen sollte, wenn eine Wetterverschlechterung bevorstehen.  Daher kommen die deutschen Namen Nebelpflanze und Wetterkraut. Die  Staubbeutel besitzen  Futterhaare und ziehen verschiedene Bestäuber an, besonders Fliegen. Es kommt vor dem Abblühen jedoch auch zu spontanen Selbstbestäubungen. Am Rande der Kronblätter befinden sich kleine Drüsenhaare. Die Kronblätter sind in Mitteleuropa meist zinnoberrot gefärbt, nur selten blau. Dagegen sind sie bei der im  Mittelmeergebiet vorkommenden, etwas größere Blüten besitzenden Unterart subsp. latifolia meist blau gefärbt. Blaublütige Formen des Ackergauchheils werden oft mit dem Blauen Gauchheil verwechselt. Eine Untersuchung der  Phylogenese von 2007 ergab, dass Anagallis foemina näher mit Anagallis monelli verwandt ist als mit Anagallis arvensis und deshalb als eine eigenständige Sippe gelten soll. Die Taxonomie ist aber noch nicht endgültig geklärt. Die  Deckelkapselfrüchte des Ac-kergauchheils erreichen ihre Reife auf der Nordhalbkugel von August bis Oktober. Der Fruchtstiel krümmt sich mit der Schwerkraft und die Samen werden durch den Wind ausgeblasen oder als Regenschwemmlinge verbreitet.
Ackergauchheil wächst gerne als Unkraut im Garten und auf Feldern, auf Brachland und Weinbergen. Mit seinen niederliegenden Stängeln, die bis zu 25cm lang werden, gehört der Ackergauchheil zu den kleineren Pflanzen. Die kleinen eiförmigen Blätter stehen gegenständig am Stängel. Seine orange-roten, sternförmigen Blüten leuchten wie lustige kleine Augen, sodass es schwerfällt, die Pflanze als Unkraut auszureißen. Viel lieber möchte man sie als Zierpflanze stehenlassen.




BASILIKUM    

Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma. Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze. Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.

Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend, Fieber, Magenschwäche, Blähungen, darmreinigend, Darminfektionen, Magenkrämpfe, Verstopfung, Gicht, Blasenentzündung, Nervenschwäche, Schwindelanfälle, Migräne, Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsfördernd, Muttermilch fördernd, Libido steigernd, Hautabschürfungen, Hautrisse, Schlecht heilende Wunden, Insektenstiche
wissenschaftlicher Name: Ocimum basilicum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Basil
volkstümlicher Name: Basilge, Basilienkraut, Braunsilge, Josefskräutlein, Hirnkraut, Königskraut, Königsbalsam, Krampfkräutel, Nelkenbasilie, Suppen-basil
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blütenspitzen, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Juni bis August

Anwendung
Tee
Eine Tasse nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd. Auch das Nervensystem wird durch Basilikum gestärkt und Migräne gelindert. In der Frauenheilkunde kann Basilikum Periodenkrämpfe lindern und unregelmäßige Menstruationsblutungen regeln. Auch gegen Wechseljahresbeschwerden kann man Basilikum verwenden, denn sein Inhaltsstoff Beta-Sitosterol ist dem Hormon Östrogen ähnlich und wirkt daher dem Hormonmangel entgegen. Stigmasterol, ein weiterer Inhaltsstoff, fördert den Eisprung, was auch zur Regulierung der Zyklen beiträgt.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man Basilikum nicht in größeren Mengen zu sich nehmen.
Niespulver
Getrocknet und zerstoßen kann man Basilikum als Unterstützung für den Geruchssinn nach chronischem Schnupfen einsetzen.
Zerriebene frische Blätter
Frische Blätter helfen zerrieben gegen Insektenstiche.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl hilft bei Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne. Entweder äußerlich aufgetragen oder in der Duftlampe.
Äußerlich
Äußerlich als Waschung, Bad oder Umschlag angewandt kann Basilikumtee bei schwer heilende Wunden und Hautabschürfungen helfen.
Gewürz
Zusammen mit Tomaten schmeckt frischer Basilikum extrem lecker. Man kann im Prinzip fast jeden Salat mit frischem Basilikum würzen. Getrocknet kann man ihn wie Pfeffer verwenden, auch in gekochten Gerichten. Da dem Basilikum Libidosteigernde Wirkung nachgesagt wird, könnte es sich lohnen, in der Küche zu verwenden.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht. Darum gedeiht es in Mittelmeerländern besonders gut. Basilikum gehört zu den Lippenblütlern, ist aber in Mitteleuropa nur einjährig. Kälte bekommt ihm gar nicht, es wird dann schnell braun und verfällt. Die Blätter des Basilikums sind spitz-oval, glänzend und grün. Sie duften wunderbar würzig. Beim normalen Basilikum sind die Blätter in der Mitte rundlich nach oben gewölbt. Sie wachsen gegenständig am Stängel. Wenn man die oberen Blattpaare kappt, verdoppeln sich die Triebe und die Pflanze wird üppiger. Ab Juli fängt das Basilikum an zu blühen. Es bildet dann einen verlängerten Stängel, an dem weiße Blüten aufblühen.

Anbautipps
Vermehrung durch Ansaat
Da der Basilikum in Mitteleuropa einjährig ist, wird er am besten durch Aussaat kultiviert. Er eignet sich sehr gut für den Anbau in Töpfen. Da Schnecken ganz wild auf Basilikum sind, ist der Anbau in Töpfen auch sicherer als der Freilandanbau, denn man kann Blumentöpfe besser schützen. Als Erde eignet sich gute Blumenerde, am besten mit etwas Sand. Der Basilikum ist ein Lichtkeimer, er wird bei der Aussaat also nicht mit Erde bedeckt. Der Samen hält sich sieben Jahre, man muss also nicht jedes Jahr neuen Samen kaufen. Während der Keimdauer sollte man die Samen feucht halten. Dazu bietet es sich an, den Topf mit einer Plastikfolie abzudecken oder ihn in ein Zimmergewächshaus zu stellen, denn dann muss man nicht so oft nachfeuchten. Außerdem essen Vögel gerne die Samen. Eine lichtdurchlässige Abdeckung schützt vor den gierigen Vögeln. Zum Befeuchten wird die Oberfläche der Erde samt Samen am besten mit einem Sprüher besprüht. Die Samen quellen sichtbar auf, wenn es ihnen gut geht. Sie keimen dann relativ bald innerhalb von einer Woche. Der Basilikum möchte warm stehen und braucht viel Sonne. Dann gedeiht er gut und ist bald groß genug, um davon zu ernten.
Gekaufte Pflanzen
Basilikumpflanzen kann man inzwischen schon sehr billig in Supermärkten kaufen, denn Basilikum ist immer beliebter geworden, kann aber nicht gut bundweise verkauft zu werden, denn die Blätter welken sehr schnell. Die gekauften Basilikumtöpfe eignen sich jedoch kaum, um sie längere Zeit zu kultivieren und wachsen zu lassen, denn die Töpfe sind zu klein. Selbst wenn man die Pflanzen in einen größeren Topf setzt, funktioniert das meistens nicht, denn die Pflanzen wachsen zu dicht. Wenn man aus einer gekauften Pflanze jedoch vier üppige Pflanzen für den ganzen Sommer haben will, dann macht man am besten die wundersame Basilikumvermehrung.

Sammeltipps
Frisch
Am besten isst man Basilikum frisch, weil er dann ein herrliches Aroma hat. Dazu zupft man nicht einzelne Blätter ab, sondern man kappt die Triebspitzen. In der darunterliegenden Blattebene können sich dann nämlich die Seitentriebe entwickeln und zu zwei neuen Triebspitzen heranwachsen. Wenn man auf diese Weise konsequent erntet, werden die Pflanzen immer buschiger und entwickeln sich zu ungeahnter Üppigkeit.
Trocknen
Für den Wintervorrat kann man den Basilikum auch trocknen. Dazu schneidet man die Pflanzen dicht über der Erde ab. Die ganzen Pflanzen werden dann zu kleinen Bündeln zusammengebunden und an einem schattigen, aber warmen und trockenen Ort getrocknet. Wenn die Pflanzen vollständig getrocknet sind, werden sie kleingeschnitten und luftdicht aufbewahrt, damit das Aroma erhalten bleibt. Der getrocknete Basilikum kann mit den frischen Blättern leider nicht mithalten.


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ERNÄHRUNG
Fermentierte Milchprodukte
Sauermilcherzeugnisse inklusive Sauerrahm, Joghurt, Kefir, Buttermilch etc. sind Milchprodukte, die unter Verwendung spezifischer Mikroorganismen, z.B. Milchsäurebakterien, hergestellt werden. die Milchsäurebakterien bauen Milchzucker zu Milchsäure ab und sorgen so für das Säuern der Milch. Auch das Milcheiweiß spricht bei der Milchverarbeitung eine große Rolle.


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