Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 01.05.17-07.05.17


Gamander  

Die Gamander bilden eine  Pflanzengattung in der  Familie der  Lippenblütler. Sie zeichnet sich  blütenmorphologisch durch das scheinbare Fehlen der Oberlippe der Blütenkrone aus. Die etwa 250 Arten sind fast weltweit verbreitet mit dem Schwerpunkt der Artenvielfalt im Mittelmeerraum.
Der Edelgamander ist ein kleiner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler, der heutzutage nahezu unbekannt ist und weitgehen unbeachtet sein Dasein auf kalkhaltigen Magerböden fristet. Früher war der Gamander so beliebt, dass ihm der Beiname "edel" verliehen wurde. Die Volksheilkunde verwendet den Edelgamander zur Stärkung der Verdauung, gegen Gicht und gegen Husten. auch schlecht heilende Wunden sollen durch den Gamander zur Heilung finden können.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magenbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, anregend, entzündungshemmend, harntreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Bronchitis, Husten, Asthma, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Blähungen, Darmschwäche, Gallenschwäche, Gicht, Rheuma, Kopfschmerzen, Hautentzündungen, Langsam heilende Wunden
wissenschaftlicher Name:
Teucrium chamaedrys
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Germander
volkstümliche Namen:
Gamander, echter Gamander, breitblättriger Edelga-mander, Kalenderkraut, Schaffkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe
Sammelzeit:
Sommer

Anwendung

Edelgamander kann man wahlweise als Tee oder in Wein anwenden. Die häufigste Art, Edelgamander anzuwenden ist der Tee, wenn man beim Edelgaman-der überhaupt noch von "häufig" sprechen kann. Früher wurde der Gamander gerne in Wein eingelegt.
Achtung! Nicht überdosieren! Eventuell könnte der überreichliche Gebrauch des Edelgamanders die Leber belasten.
Tee
Für einen Edelgamander-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Edelgamander mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Edelgamander-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Edelgamander-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Würzwein
Früher wurde der Gamander gerne als Gewürz für Wein verwendet. Vielleicht findet man ihn deshalb hin und wieder auf Weinbergen. Möglicherweise ist es aber auch umgekehrt, nämlich dass die Winzer den Edelgamander in der Nähe ihrer Rebstöcke gefunden haben und sein wohlduftendes Aroma zum Würzen ihres Weines verwendet haben. Um einen Edelgamander-Wein herzustellen, legt man einige Gamander-Blätter oder Triebe für zwei bis sechs Wochen in Wein ein. Dann abseihen und etwa dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel des Gamander-Weines einnehmen. Dieser Gamander-Wein stärkt die Verdauung.
Innerlich
Edelgamander kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Verdauungs-schwäche einsetzen. Außerdem hilft Edelgamander gegen Husten, vor allem wenn es ein asthmaähnlicher Krampfhusten ist.
Äußerlich
Äußerlich kann man Edelgamander-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden behandeln.

Pflanzenbeschreibung

Vegetative Merkmale
Bei Gamander-Arten handelt es sich um  einjährige oder  ausdauernde  krautige Pflanzen,  Halbsträucher oder  Sträucher. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in der Regel kurz gestielt. Der Blattrand ist ganzrandig, gekerbt oder fiederspaltig.
Generative Merkmale
Die  Blüten stehen in ein- bis dreiblütigen (selten bis zehnblütigen)  Zymen in den Achseln von laubblattähnlichen oder zu Hochblättern umgewandelten Tragblättern. Die gestielten, zwittrigen Blüten sind  zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf  Kelchblätter ist röhren- bis glockenförmig verwachsen und der Kelch besitzt zehn Nerven. Die Kelchzähne sind gleichartig und der Kelch radiärsymmetrisch, oder der Kelch ist zweilippig – in dem Fall ist der oberste Kelchzahn am größten und bildet eine Oberlippe. Die  Krone hat eine kurze Kronröhre ohne Haarring an der Innenseite. Lediglich die Unterlippe ist deutlich ausgebildet. Die Oberlippe ist unscheinbar, kurz und gespalten. Die Zipfel sind zur Unterlippe gerückt, so dass der Eindruck entsteht, die Unterlippe sei fünflappig und die Oberlippe fehle völlig. Die vier  lt Staubblätter ragen aus der Kronröhre heraus. Der  Griffel trägt zwei kurze, etwas ungleiche narben-äste. Die Blüten sind vorwiegend  proterandrisch, die  Bestäubung erfolgt oft durch  Bienen und  Hummeln. Die  Klausen sind eiförmig bis kugelig, ihre Oberfläche ist aderig-runzelig oder auch glatt. Ein  Elaiosom fehlt.
Der Edelgamander ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf kalkreichen mageren Böden. Nach dem Edel-Gamander ist eine ganze Gattung benannt, zu der auch der häufigere Salbeigamander gehört. Der kleine Halbstrauch wird bis zu 30 cm hoch. Der untere Bereich der Stängel verholzt. Die Ausläufer des Gamanders kriechen am Boden entlang. Die Blätter sind etwa zwei bis fünf Zentimeter groß, haben kurze Stiele und ihre Form ist eiförmig. Der Rand der Blätter ist gezähnt. An der Oberfläche sind die Blätter glänzend dunkelgrün. Die rosafarbenen Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Sie stehen in Scheinquirlen in den oberen Blattachseln. Aus den Edelgamander-Blüten entwickeln sich sogenannte Klausen-Früchte, die die Samen enthalten. Sie werden vom Wind und wahrscheinlich auch teilweise von Tieren verbreitet.



Sesam

Sesam ist eine  Pflanzenart aus der  Familie der  Sesamgewächse. Sie ist eine weit verbreitete  Kulturpflanze und vermutlich eine der ältesten  Ölpflanzen der Welt.

Steckbrief
Heilwirkung:
Verstopfung
wissenschaftlicher Name:
Sesamum indicum
Verwendete Pflanzenteile:
Samen

Verwendung

Sesam-Samen
Die Samen, das Öl und die Wurzel des Sesam werden für  therapeutische und kulinarische Zwecke verwendet. Die ölreichen Samen des Sesam werden zu  Sesamöl verarbeitet, das vor allem zum Kochen verwendet wird – aus gerösteten Samen gepresst auch als würzende Zutat (z.B. Gomashio (jap.)/ Kkaesogeum (kor.)). Die ganzen Samen dienen – oft geröstet – zur Verfeine-rung von Backwaren und zum Würzen von Speisen. Sesam gehört zu den  selenreichsten Lebensmitteln (800 µg/100 g). Darüber hinaus enthält Sesam mit über 700 mg pro 100 g eine beachtliche Menge  Calcium. Sesam ist ein starkes Allergen und muss als  deklarationspflichtiges Allergen bei verarbeiteten Lebensmitteln auch bei geringsten Mengen in der Zutatenliste angege-ben werden.
Weitere Verwendungen:
Halva, eine Süßware, in der Sesam als Zutat verwendet wird. Tahina, eine Paste aus gemahlenen Sesamsamen in der arabischen Küche und wichtiger Bestandteil von Hummus. Sesamriegel, ein handlicher Snack, für den ganze Sesamkörner mit Honig oder Zucker verarbeitet werden. Als Heilmittel dient das aus den reifen Samen durch Kaltpressung oder Extraktion und nachfolgende Raffination gewonnene fette Öl. Die Wirkstoffe sind 35–50% Ölsäure und 35–50 %  Linolsäure, daneben Palmitinsäure, Stearinsäure, Lignane, Sesamin,  Sesamolin,  Sterole und  Vitamin E. Pharmazeutisch nutzt man Sesamöl in Salben. Es erleichtert das Ablösen von Hautschorf und Krusten und hat allgemein pflegende Eigenschaften bei trockener Haut. In Injektionslösungen ist es als Lösungsmittel für fettlösliche Arzneimittel in Gebrauch. Das in Spuren enthaltene Sesamol besitzt zusammen mit Pyrethrum eine synergetische Wirkung in Insektenbekämpfungsmitteln. Die in der koreanischen Küche zum Einwickeln von  Bulgogi,  Galbi oder  Samgyeopsal verwendeten „Sesamblätter" sind nicht Blätter der Sesampflanze, sondern der Pflanze  Perilla, die wegen der ähnlichen Blattform auch als „wilder Sesam" bezeichnet wird.

Geschichte

Der kultivierte Sesam stammt von Wildpflanzen aus  Südasien ab, besonders von der  Malabarküste, dem nordwestlichen  Indien und dem pakistanischen  Punjab. An Fundstätten der  Indus-Kultur wurde Sesam in Schichten des 3. Jahrtausends v. Chr. archäologisch nachgewiesen. Funde in Mesopotamien er-brachten den Nachweis von Sesam vor 2000 v. Chr. Im Laufe des 2. Jahrtausends hatte sich Sesam in weiten Teilen Indiens ausgebreitet. Vermutungen, dass es bereits früh Sesam in  Afrika gab, haben sich nicht bestätigt.  Altägyptische Funde sind zweifelhaft, Sesam in Ägypten während der griechischen Zeit (4.–1. Jahrhundert v. Chr.) gilt als wahrscheinlich. Die frühesten Spuren von Sesam weiter südlich in Afrika fanden sich im  nubischen Ort  Qasr Ibrim zwischen 300 und 500 n. Chr. Ansonsten scheint die Pflanze erst seit der jüngsten Zeit in Afrika vorzukommen.

Beschreibung
Sesam ist eine  einjährige,  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 120, selten bis 180 Zentimeter erreicht und verzweigt oder unverzweigt vorkommt. Die Stängel sind stumpf viereckig, gefurcht und kahl bis fein behaart und häufig besetzt mit Drüsen. Die sehr variablen, drüsenbesetzten und fein be-haarten  Blätter sind gegen- oder wechselständig angeordnet. Die unteren Blätter sind eiförmig bis eiförmig-lanzettlich, dreiteilig gefiedert oder gelappt, 4 bis 20 Zentimeter lang, 2 bis 10 Zentimeter breit, am Ansatz gerundet bis stumpf, spitz zulaufend und am Rand gezähnt. Die Blattstiele sind 3 bis 11 Zentimeter lang. Die oberen Blätter sind kurzgestielt mit 0,5 bis 3 Zentimeter Länge. Die oberen Blätter sind mit 0,5 bis 2,5 Zentimeter Breite schlanker, ganzrandig und länglich-lanzettlich bis linealisch-lanzettlich. Die Blüten sind weiß, rosa oder rosa mit dunkler Zeichnung. Der Kelch ist bleibend, die behaarten Kelchzipfel sind länglich und 2 bis 5 Millimeter lang. Die Krone ist 1,5 bis 3,3 Zentimeter lang, die  Staubfäden unbehaart. Die  Staubbeutel sind 2 bis 3 Millimeter lang. Der  Fruchtknoten ist 1 bis 1,5 Millimeter lang und behaart, die Frucht eine länglich-quadratische, fein behaarte und mit Drüsen besetzte, an Ansatz wie Spitze abgerundete, 1,5 bis 3,2 Zentimeter lange und 6 bis 7 Millimeter breite  lt Kapsel. Die Samen sind 2,5 bis 3 Millimeter lang und 1,5 Millimeter breit, schwarz, braun oder weiß.


BACHBLÜTEN
Ich fühle mich verunreinigt (10 Crab Apple)
- Diese Menschen fühlen sich immer verunreinigt bzw. schmutzig
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen dieses Gefühl des verunreinigt und schmutzig sein
  allmählich ablegen

BACHBLÜTEN
Babys weinen morgens beim Aufwachen, ohne erkennbare Ursache (20 Mimulus)
- Diese Babys weinen morgens fast immer beim Aufwachen, ohne einen erkennbare Ursache
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden diese Babys ruhiger und weinen kaum mehr beim morgendlichen
 Aufwachen


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