Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.04.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > März > 26.03.18-01.04.18


KARTHÄUSER-NELKE

Die Karthäuser-Nelke ist eine leuchtend rot blühende Nelkensorte, die auf Kalkmagerrasen zu finden ist. Die Nelke wurde nach den Karthäuser-Mönchen benannt, die diese Pflanze in ihren Gärten angebaut haben. Von der Karthäuser-Nelke gibt es noch mehrere Unterarten. Die Pflanze sieht nicht nur schön aus, sie duftet gut und enthält schmerzstillende und erweichende Stoffe. Die Karthäuser-Nelke war Blume des Jahres 1989 und ist geschützt.
Die Kart(h)äusernelke, in  Österreich auch Steinnelke genannt (Stoanagl) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken innerhalb der Familie der Nelkengewächse. Sie zählte offenbar zur Standardausstattung vieler Klostergärten. Möglicherweise führte dies zur Namensgebung. Alle Pflanzenteile enthalten seifige Bestandteile (Saponine), welche die Mönche und Nonnen flüssig bei Muskelschmerzen oder  Rheuma auftrugen. Sie ist geschützt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Schmerzen
Heilwirkung:
erweichend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Hautkrankheiten, Muskelschmerzen, Rheuma, Schlangenbisse, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Dianthus carthusianorum L.
Pflanzenfamilie:
Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name:
Carthusian Pink, Charterhouse Pink
volkstümlicher Name:
Blitzblümchen, Blutnelke, Blutströpfchen, Donnernelke, Echte Stein-Nelke, Kartäuser-Nelke, Karthäusernelke, Stoanagl
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Pflanzensaft
Inhaltsstoffe:
Eugenol, Saponine
Sammelzeit:
April-September

Anwendung
Blüten
Kauen der Blüten bei Zahnschmerzen, zermahlene Blüten bei Schlangenbisse.
Frischsaft
Äußerlich bei Hautkrankheiten, Rheuma und Muskelschmerzen, innerlich bei Pest und Würmer.

Geschichtliches
Den Namen hat die Karthäuser-Nelke von den Karthäuser-Mönchen, die diese Pflanze seit dem 16. Jahrhundert in ihren Klostergärten anbauten. In Volksaberglauben, Märchen und Sagen kommen Nelken und besonders die Karthäuser-Nelke öfters vor. Karthäuser-Nelke soll Blitze anziehen bzw. an Standorten wachsen an denen Blitze gerne einschlagen, daher auch der Name Donnernelke. Heute findet sich die Karthäuser-Nelke in vielen Wildblumen- und Bauerngärten als Nektarpflanze für Schmetterlinge.

Pflanzenbeschreibung
Die Karthäuser-Nelke ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst bevorzugt Waldränder und Kalkmagerrasen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 15 und 50 Zentimeter hoch. Die schmalen Blätter sind lanzettenförmig. Die leuchtend roten bis dunkel-violetten Blüten erscheinen zwischen Mai und September. Die Blüten haben einen Durchmesser von 18-22 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
Vegetative Merkmale
Die Kartäusernelke ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 45 Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Die gegenständig am Stängel angeordneten  Laubblätter sind am Grund scheidig verwachsen. Die Blattscheide ist mit einer Länge von bis zu 15 Millimetern etwa viermal so lang wie die Blattbreite. Die einfache Blattspreite ist schmal-linealisch.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. 7 bis 15 Blüten befinden sich in einem endständigem, köpfchenförmigen  Blütenstand. Die  Hochblätter und der Kelch sind braun und lederartig-trockenhäutig. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die purpurfarbene Krone besitzt einen Durchmesser von etwa 2 bis 2,5 Zentimetern. Die  Kronblätter sind vorne gezähnt.

Anbautipps
Aussaat im Juni-Juli ins Freiland, die Pflanze blüht in den Folgejahren. Der Standort sollte sonnig und warm sein. Der Boden sollte kalkhaltig und trocken sein.

Sammeltipps
Die Pflanze ist geschützt.




LINK-RUTENKRAUT


Bei einer Reise auf die kanarischen Inseln fällt einem auf Wanderungen gelegentlich das Link Rutenkraut, auch kanarischer Riesenfenchel, ins Auge. Die Pflanze ist mit ihren bis zu drei Metern so hoch, dass man sie kaum übersehen kann. In der Blütezeit im Frühjahr sind auch die leuchtend gelben Doldenblüten ein echter Blickfang. Der kanarische Riesenfenchel erinnert nicht nur an den Fenchel, er kann auch medizinisch ähnlich angewendet werden. Man nimmt ihn also gegen Verdauungsbeschwerden und Husten.
Die Steckenkräuter, sie werden auch Rutenkräuter oder Riesenfenchel genannt, sind eine Pflanzen gattung, die zu der Familie der Doldenblütler gehören. Die 170 bis 185 Arten sind hauptsächlich im Mittelmeerraum von Nordafrika bis  Südwest- und in Zentralasien verbreitet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten, Bauchschmerzen
Heilwirkung:
beruhigend, entkrampfend, milchfördernd, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Blähungen, Bronchitis, Darmkrämpfe, Durchfall, Krampfhusten, Magenschmerzen
wissenschaftlicher Name:
Ferula linkii
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Canary Island Giant Fennel
andere Namen:
Canaheja, Kanarischer Riesenfenchel, Steckenkraut, Rutenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen?
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Cumarine, Sesquiterpene
Sammelzeit:
Frühjahr, Sommer

Anwendung
Das Link Rutenkraut wird in der Praxis kaum als Heilpflanze eingesetzt. Auch auf den kanarischen Inseln, wo das Link Rutenkraut heimisch ist, gibt es heutzutage überall normalen  Fenchel zu kaufen, außerdem gibt es eine lokale wilde Variante des Fenchels. Aber es ist schön zu wissen, dass die wunderschöne, gelb blühende Riesenpflanze auch eine Heilwirkung hat, die der Fenchelwirkung ähnelt. Bei Spaziergängen durch die kanarische Landschaft ist der kanarische Riesenfenchel nämlich kaum zu übersehen und als Heilpflanzenfreund fragt man sich, was es wohl mit dieser Pflanze auf sich hat. Wenn man wollte, könnte man die Blätter, und bestimmt auch die Samen, als Tee oder Tinktur bei Husten oder Verdauungsprobleme einsetzen. Auch zu Steigerung der Milchbildung müsste sie sich eignen.

Pflanzenbeschreibung
Das Link Rutenkraut ist auf den kanarischen Inseln (außer Lanzarote) heimisch. Auf Lanzarote gibt es eine sehr ähnliche, aber eigene Art, den Ferula lancerottensis. Es ähnelt stark der Mittelmeerpflanze Riesenfenchel und ist auch eng verwandt mit dem  Asant. Mit dem gewöhnlichen Fenchel ist der kanarische Riesenfenchel nicht über die Familienzugehörigkeit verwandt, aber sie haben beide dünne Fiederblätter und eine ähnliche Heilwirkung. Das Link-Rutenkraut wächst bevorzugt an Berghängen. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch. Die leicht gerillten Stängel sind entsprechend dick, damit sie die große Pflanze tragen können. Die Blätter sind sehr dünn, wie Haare, aber dafür umso üppiger und fiederartig. Die prächtigen, gelben Blüten erscheinen schon im zeitigen Frühjahr. Sie bilden eine Gruppe von dichten Dolden in luftiger Höhe. Aus den Link Rutenkrautblüten entwickeln sich anschließend die Samen. Die Samen sind ähnlich wie Fenchelsamen.
Erscheinungsbild und Blätter
Steckenkrautarten sind  mehrjährige bis ausdauernde  krautige Pflanzen, es finden sich sowohl  hapaxanthe Arten, die nur einmal in ihrem Leben blühen, wie auch  pollakanthe Arten, die jährlich Blüten tragen. Einige Arten erreichen Wuchshöhen von bis zu 4 Metern. Auffällig ist der  knoblauchähnliche Geruch der meisten Arten. Alle Steckenkrautarten haben  Pfahlwurzeln, die zumeist  verholzt sind. Der  Stängel ist verzweigt und an der Basis häufig mit alten Fasern aus den Blattscheiden umhüllt. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die oft breite Blattscheide umhüllt oft den Stängel; bei manchen Arten sind die Blattscheiden sehr haltbar und zerfasern. Die zusammengesetzten Blattspreiten sind und zwei- bis vierfach gefiedert oder zwei- bis vierfach eingeschnitten.
Blütenstände, Blüten und Früchte
In doppeldoldigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. In der Regel sind keine Hüllblätter (Hüllchen) vorhanden, kommen aber bei einigen Arten vor.
Bei einigen Arten gibt es an einem Exemplar eingeschlechtige (rein männliche) und zwittrige  Blüten. Die Blüten sind fünfzählig und  radiärsymmetrisch.Die fünf Kronblätter sind gelb oder blassgelb (selten grünlich-gelb) und oval bis lanzettförmig mit einer angeschärften Spitze. Der Griffel ist konisch, zur Basis hin manchmal erweitert oder gelappt. Der unterständige Fruchtknoten ist zweikammerig. Es werden zweiteilige Zerfallfrüchte (Doppel achänen) von elliptischer Form gebildet, bei denen die lateralen Rippen geflügelt sind. Die  Samen sind abgeflacht oder leicht konkav.



BACHBLÜTEN
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ERNÄHRUNG
Prävelanz von Übergewicht und Adipositas

Übergewicht und Adipositas haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem immer größeres Problem entwickelt, sowohl auf individueller, als auch auf volkswirtschaftlicher Ebene. Ein großer Teil der Kosten des Gesundheitswesens wird direkt oder in direkt durch Überernährung verursacht.

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