Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.02.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Januar > 28.01.19-03.02.19


KARDE

Die Karde sieht aus wie eine Distel, ist es aber nicht, sondern gehört in eine eigene Pflanzenfamilie. Früher wurden die getrockneten, stacheligen Kardenköpfe zum Karden (Kämmen) der Wolle benutzt, eine wichtige Vorbereitung vor dem Spinnen zu Garn. Als Heilpflanze ist die Karde relativ unbekannt. Durch die Fähigkeit ihrer Wurzel gegen Borreliose zu helfen, gewinnt die Karde jedoch zunehmend an Bedeutung.
Die Wilde Karde ist eine Pflanzenart, die zur  Unterfamilie der Kardengewächse gehört. Der Name Dipsacus kommt aus dem griechischen dipsa für Durst: Nach Regen sammelt sich in den Trichtern der Stängelblätter das Wasser, das Vögel oder Wanderer trinken können.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen
: Borreliose
Heilwirkung: antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Immunsystem stärkend, Verdauungsschwäche, Magenschwäche, Gallenschwäche, Rheuma, Gicht, Ödeme, Kopfschmerzen, Hautkrankheiten, Furunkel, Sommersprossen, Warzen, Fingerwunden
wissenschaftlicher Name: Dipsacus sativus, Dipsacus fullonum, Dipsacus sylvestris
Pflanzenfamilie: Kardengewächse = Dipsacaceae
englischer Name: Teasel
volkstümliche Namen: Igelkopf, Immerdurst, Kardätschendistel, Kämme, Kratzkopf, Krempeltestel, Raukarde, Strähl, Tuchkart, Venusbecken, Walkerdistel, Weberdistel, Weber-Karde, Wilde Karde
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Scabiosid, Iridoide, Saponine
Sammelzeit: Herbst und Frühjahr

Anwendung
Im Mittelalter wurden Zubereitungen aus der Wurzel der Karde äußerlich bei Schrunden und Warzen verwendet. In der Volksheilkunde wird die Wurzel bei  Gelbsucht und Leberbeschwerden, Magenkrankheiten, kleine Wunden, Gerstenkörner, Fisteln, Hautflechten und Nagelgeschwüre empfohlen. Wolf-Dieter Storl führte die Pflanze zur Behandlung von Borreliose ein, bisher mit wenigen wissenschaftlichen Belegen der Wirksamkeit. Die Behauptung, getrocknete Pflanzen lieferten einen wasserlöslichen Farbstoff, der als Ersatz für Indigogalt, wird weder durch einschlägige Färbeliteratur gestützt noch kann sie experimentell nachvollzogen werden.
Borreliose
Die Kardenwurzel kann man als Tinktur oder Tee gegen Borreliose einsetzen, wenn eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt oder auch begleitend zu einer Antibiotika-Behandlung. Der Einsatzzweck der Karde bei Borreliose ist hochinteressant, denn naturheilkundliche Methoden gegen diese Krankheit sind rar und selbst Antibiotika können oft nicht helfen. Die Kardenwurzel soll auch generell eine Stärkung des Immunsystems bewirken.
Andere innerliche Heilwirkungen
Außer bei Borreliose kann man die Kardenwurzel auch zur Stärkung der Verdauung und des Stoffwechsels anwenden. So kann die Karde auch bei rheumatische Erkrankungen helfen. Außerdem kann man die Karde bei Kopfschmerzen einsetzen.
Tinktur
Die Tinktur wird am besten aus der frischen geernteten Wurzel hergestellt. Drei Wochen sollte man sie ziehen lassen, bevor man sie abseiht. Von dieser Tinktur nimmt man dreimal täglich 5 - 50 Tropfen. Wolf-Dieter Storl empfiehlt als Dosis sogar drei Esslöffel dreimal täglich von dieser Tinktur. Zusätzlich sollte ein gesunder Lebenswandel mit gesunder Ernährung,
Tee
Aus der Kardenwurzel kann man auch einen Tee zubereiten. Pro Tasse kocht man einen Teelöffel der zerkleinerten Wurzel kurz auf.
Äußerlich
Äußerlich kann man Abkochungen aus der Kardenwurzel oder die verdünnte Tinktur bei verschiedene Hautkrankheiten verwenden. Sommersprossen sollen angeblich gebleicht werden und Warzen sollen schwinden. Man kann sie auch bei Furunkel und wunde Finger einsetzen.

Geschichtliches
Früher wurden die abgeblühten Blütenköpfe der Karde zum Kämmen ungesponnener Wolle verwendet, um sie anschließend besser spinnen zu können. Diese Anwendung war bis ins 20. Jahrhundert hinein üblich. Inzwischen wird Wolle entweder maschinell gekämmt, oder man verwendet breite Kämme mit Metallzinken. Auch zum Aufrauhen und dadurch Abdichten von fertig gewebtem Tuch wurde die Karde verwendet. Diese Art der Anwendung wurde schon in der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit) durchgeführt, wie aus Ausgrabungen ersichtlich ist.

Pflanzenbeschreibung
Die Wilde Karde ist eine zweijährige  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1,50 Meter erreicht. Die Stängel sind stachelig. Die Grundblätter sind kurzgestielt und in einer Rosette angeordnet. Die kreuzgegenständigen Stängelblätter sind in der Basis paarweise zusammengewachsen und am Rand gekerbt. Die ganze Pflanze ist mit spitzen Stacheln übersät. Die  Blütezeit reicht von Juli bis August. Die bei einer Länge von 5 bis 8 cm eiförmig-länglichen, walzenförmigen, köpfchenförmigen Blütenstände sind von stacheligen, unterschiedlich langen, bogig aufsteigenden Hüllblättern umgeben. Die Tragblättersind länger als die Blüte. Die Blüten sind zwittrig. Die vier violetten Kronblätter sind röhrenförmig verwachsen. Die Blüte ist blau. Die vom Kelch gekrönten Früchte sind häutige, einsamige Nüsse ( Achänen).
Die Karde ist in Europa heimisch. Sie ist keine Distel, sondern bildet eine eigene Pflanzenfamilie, obwohl der Name "Karde" eigentlich von "Carduus" (= Distel) hergeleitet wurde. Die zweijährige Pflanze wächst gerne auf steinigem Grund, auf Überschwemmungsflächen, frischen Erdaufschüttungen, an Ufern und auf Weiden. Zuerst wächst im Frühsommer eine Blattrosette mit länglichen, hellgrünen Blättern, die paarweise um neunzig Grad versetzt wachsen. Aus der Rosette wächst im zweiten Jahr ein Stängel, der über zwei Meter hoch werden kann. Direkt am Stängel wachsen jeweils zwei lange Blätter, die miteinander und dem Stängel ver´-wachsen sind. Die Anwachsstellen der Blätter bilden zusammen eine Art Gefäß, in dem sich bei Regen das Wasser sammeln kann. Möglicherweise dienen diese Wasserbecken dazu, Ameisen von Klettertouren am Stängel abzuhalten, und auf diese Weise Blattläuse zu verhindern.
Mit dem Wasser in den Blätterbecken können Wanderer ihren Durst stillen. Das ist wohl auch der Grund, warum die Pflanze "Dipsacus" heißt, denn "dipsa" ist griechisch und bedeutet "Durst". Im oberen Bereich verzweigt sich der Stängel.
An den Spitzen trägt er stachelige Blüten, die längliche Eifrom aufweisen. Die Stachelblüten sind zuerst grün und beginnen dann von der Mitte aus violett zu blühen. Die Blühzone wandert gleichzeitig nach oben und nach unten. Später bleiben stachelige Blütenstände stehen, die früher zum Kämmen der ungesponnenen Wolle verwendet wurden.

Sammeltipps
Die Wurzel der Karde gräbt man am besten im Herbst oder Frühjahr aus. Entweder trocknet man sie zügig, möglicherweise bei knapp 40°C im Backofen, oder man setzt aus der frischen Wurzel eine Tinktur an, wie weiter oben be-schrieben.



GERMER
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Der schwarze und der weiße Germer sind Gebirgspflanzen, die in den Alpen und höheren Mittelgebirgen Europas heimisch sind. Die Germerarten sind stark giftig, wurden aber früher als stark wirkende Heilpflanzen geschätzt. Heutzutage wird der Germer kaum noch in der Pflanzenheilkunde verwendet. Nur in homöopathischer Verdünnung kann er gegen Migräne, Neuralgien, Asthma und andere gesundheitliche Probleme angewendet werden.
Der Weiße Germer, auch Weiß-Germer genannt, ist eine Pflanzenartaus der Familie der Germergewächse . Er wird auch als (Weiße) Nieswurz, Hammerwurwurz, Hemmer(t)wurzn, Lauskraut oder Lauswurz bezeichnet.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D3! schleimlösend, schmerzstillend, Husten, Bronchitis, Asthma, Niespulver, Durchfall, Verstopfung, Nahrungsmittelvergiftungen, Bluthochdruck, Ödeme, Migräne, Depressionen, Neuralgien, Epilepsie, Ischias, Wadenkrämpfe, Psoriasis, Ausschläge
wissenschaftlicher Name: Veratrum album, Veratrum nigrum
Pflanzenfamilie: Germergewächse = Melanthiaceae
englischer Name: White False-helleborine
volkstümliche Namen: Weißer Germer, Weiße Nieswurz, Schwarzer Germer, Brechwurz, Gärwere, Germander, Germel, Läusekraut, Lauskraut, Lauswurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Germarin, Protoveratrin, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Herbst, Frühjahr

Anwendung
Achtung! Stark giftig.
Germer nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Aufgrund der starken Giftwirkung werden weißer und schwarzer Germer heutzutage nicht mehr in der Pflanzenheilkunde verwendet. Man kann ihn jedoch in homöopathischer Verdünnung einsetzen. In der Bergbevölkerung wird ein Pulver aus der Germerwurzel manchmal noch niedrig dosiert gegen Asthma, Depressionen, Rheuma und Wassersucht verwendet, was aber durchaus riskant und nicht zu empfehlen ist. Äußerlich wird der Germer manchmal in Form einer Salbe bei Schuppenflechte, Ausschläge und Krätze angewandt. Nieswurz-Abkochungen werden manchmal auch für Umschläge und Waschungen eingesetzt.

Giftwirkung
Bei Vergiftungen mit dem Germer kommt es zu Erbrechen und starkem Durchfall. Außerdem entsteht ein Kältegefühl, man bekommt Muskelkrämpfe und Atemnot. In schlimmen Fällen kann es auch zu Kollaps und Tod kommen. Schon 2g der Wurzel können tödlich wirken. Bei Verdacht auf Germer-Vergiftung sollte man schnellstmöglich notärztliche Hilfe anfordern. In den meisten Fällen wird eine Behandlung im Krankenhaus eventuell mit künstlicher Beatmung nötig sein. Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann man Aktivkohle einnehmen. Außerdem braucht der Vergiftete Wärme, Kreislaufstärkung und Schmerzmittel.

Geschichtliches
Im Altertum wurde der Germer häufig als Pfeilgift und für den Giftmord verwendet. Außerdem galt er als wichtiges Mittel bei Bluthochdruck. Auch zur Bekämpfung von Läusen wurde der Germer häufig verwendet. Da das Pulver der Germerwurzel zu Niesreiz führt, wird es traditionell zum Auslösen des Niesens verwendet. Es ist in niedriger Dosierung Bestandteil des Schneeberger-Schnupftabaks.

Pflanzenbeschreibung
Der Weiße Germer wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern. Die Wurzel ist innen weiß. Die Laubblätter sind wechselständig, schraubig, fast dreizeilig angeordnet. Die untersten Laubblätter sind breit oval und sind bis zu 20 Zentimeter lang, die oberen sind lanzettartig. Alle Blätter sind mehrfach nervig gefaltet und den Stängel umfassend. Der Weiße Germer blüht erst nach einigen Jahren vegetativen Wachstums. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der vielblütige, rispige Blütenstand ist etwa 50 Zentimeter lang. Die Trichterblüten sind 12 bis 15 Millimeter groß und weiß, grünlich oder gelblich. Besonders bei Sonnenschein duftet die Pflanze sehr aufdringlich.
Verwechslungsmöglichkeiten
Name: Der weiße Germer wird auch häufig "Nieswurz" genannt.  Unter Nieswurz wird jedoch die Nieswurz der Helleborus-Familie beschrieben.
Aussehen der Blätter: Die Blätter des Germers ähneln den Blättern des gelben Enzians. Daher kann es bei der Ernte zu fatalen Verwechslungen kommen, weil der Germer, im Gegensatz zum Enzian sehr giftig ist.
Aussehen der Wurzel: Der Wurzelstock des Germers ähnelt dem Wurzelstock des Galgants. Da Galgant gerne als Gewürz verwendet wird, kann eine Verwechslung zu Vergiftungen führen.
Der Germer ist eine Gebirgspflanze, die in Europa heimisch ist. Er hat große Blätter, die ausgeprägte parallel verlaufende Blattnerven haben. Beim weißen Germer wachsen zwischen Juni und August bis zu 50 cm lange Blütenrispen mit kleinen weißgrünen Trichterblüten. Der schwarze Germer hat kleinere Blüten mit langen grünlichen Blütenblättern.

BACHBLÜTEN
Ich habe wenig Vertrauen zu anderen (18 Impatiens)
- Diese Menschen haben leider zu wenig Vertrauen zu ihren Mitmenschen  
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie wieder Vertrauen fassen

BACHBLÜTEN
Ich traue mir selber nichts zu (19 Larch)
- Diese Menschen trauen sich selber nichts zu
- Mit der dementsprechender Bachblüte trauen sie sich wieder selber mehr zu


ERNÄHRUNG
Grundumsatz (GU)
Der GU ist die Energiemenge, die ein ruhig liegender Mensch 12h nach der letzten Nahrungsaufnahme und bei konstanter Raumtemperatur von 20°-28° in 24h verbraucht. Das ist jene Energiemenge, die gebraucht wird, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.


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