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Zimmerknoblauch
Der Zimmerknoblauch ist eine Knollenpflanze aus Südafrika und hat einen feinen knoblauchartigen Geruch und Geschmack. Er hat grasartige Blätter und violette Blüten in Dolden, die an die Blüten von Schnittknoblauch erinnern. Die Blätter lassen sich wie Schnittlauch und die Knollen wie Knoblauch nutzen. Die Pflanze ist nicht nur Knoblauchersatz, sondern auch ein Heilmittel, das gegen Fieber und Erkältungen hilft.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erkältungen
Heilwirkung: fiebersenkend
Anwendungsbereiche: Asthma, Grippe, Fieber, Magen-Darm-Erkrankungen, Tuberkulose
wissenschaftlicher Name: Tulbaghia violacea
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name: society garlic, sweet garlic
volkstümlicher Name: Knobiflirt, Knoblauchs-Kaplilie, Zimmerknoblauch
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Marasmicin, organische Schwefelverbindungen, S-methylthiomethylcystein-4-oxid, Thiosulfinate
Sammelzeit: Blätter: das ganze Jahr, Blüten: Mai-Oktober, Knollen: November-März
Nebenwirkungen: Bauchschmerzen, Entzündungen, Gastroenteritis bei Ver-zehr zu großer Mengen
Kontraindikation: Magen-Darm-Entzündungen, Schwangerschaft, Stillzeit
 
Anwendung
Von dem Zimmerknoblauch sollte man nicht dauerhaft größere Mengen essen.
Der Zimmerknoblauch verursacht weniger körperliche Ausdünstungen als der nor-male Knoblauch.
Salat
Blätter kann man wie Schnittlauch kleingehackt in Salaten oder in Quark beigeben. Die Blüten sind eine schmackhafte Zierde für viele Gerichte. Stärkt Magen-Darm, senkt Fieber und hilft gegen Erkältungen...
Knollen
Die Knollen können in der Küche wie normale Knoblauchzehen eingesetzt werden. Stärkt Magen-Darm, senkt Fieber und hilft bei Erkältungen...
 
Geschichtliches
In Südafrika eine alte Heilpflanze der Zulu-Stämme. Der Zimmerknoblauch wird auch eingesetzt, um Schlangen und Maulwürfe zu vertreiben. Mittlerweile eine be-liebte Gartenpflanze in einigen warmen Teilen Europas. Wird als essbare Topf-pflanze in Gartencentern oft als Knobiflirt angeboten.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Zimmerknoblauch ist in Südafrika heimisch. Er wächst bevorzugt auf steini-gem Grasland. Die mehrjährige immergrüne Pflanze wird etwa 50 Zentimeter hoch. Der Zimmerknoblauch ist eine Knollenpflanze. Die Blätter sind grasartig schmal und grün oder grün-weiß (panaschiert). Die violetten Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober an langen Stielen in Dolden. Aus den Blüten entwic-keln sich bis Spät-herbst die Samen.
 
Anbautipps
Vermehrt wird die Pflanze über Teilung. Schwieriger ist die Anzucht aus Samen, am besten in Töpfchen im Gewächshaus. Die Pflanze braucht einen sonnigen und windgeschützten Standort. Der Boden sollte durchlässig, feucht aber ohne Staunässe sein. Die Pflanze ist nicht winterhart und verträgt nur wenige Grad Frost. Daher ist es empfehlenswert die Pflanze in großen Töpfen zu ziehen und im Winter bei 5-10°C hell zu überwintern oder bei 20° auf der sonnigen Fensterbank weiterwachsen lassen. Alle zwei Jahre Pflanze teilen und umtopfen, als Erde eignet sich eine Mischung aus Pflanzenerde und Sand. Alle drei Monate mit Flüssigdünger (ins Gießwasser) düngen.
 
Sammeltipps
Die Blüten und Blätter können jederzeit geerntet werden. Die Knollen werden im Spätherbst und Winter geerntet.

Acker-Ringelblume
Die Acker-Ringelblume ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ringelblumen und innerhalb der Familie der Korbblütler. Die Acker-Ringelblume ist die wilde und kleine Schwester der sehr bekannten Ringelblume. Ab Juni taucht sie einige warme Ecken (z.B. Weinberge) in leuchtendes Gelb-Orange. Ihre kleinen Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel. Man kann die Acker-Ringelblume auch innerlich anwenden, um Verdauungsbeschwerden zu lindern und gegen Frauenprobleme zu helfen. Die Acker-Ringelblume ist sehr selten und geschützt, sie darf nicht in der Natur gesammelt werden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Hautentzündungen, Kopfschmerzen
Heilwirkung: abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Afterjucken, Angstzustände, Offene Beine, Blutergüsse, Brandwunden (leichte), Brechreiz, Ekzeme, Erysipel, Furunkel, Gallenbeschwer-den, Geschwüre, Gesichtsrose, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Entzündungen und Vereiterungen der Haut, Unreine Haut, Hautkrebs, Hautleiden, Krampfadern, Kopfschmerzen, Leberschwäche, Gesprungene Lippen, Lymphknotenschwellung, Magen- und Darmstörungen, Magengeschwür, Menstruationsförderung, Menstruationsschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Narbenwucherungen, Pickel, Quetschungen, Schlaflosigkeit, Schnittwunden, Schwindel, Schmerzen in Amputationsstümpfen, Sonnenbrand, Unterschenkelgeschwüre, Verstopfung, Warzen, Wechseljahrsbeschwerden, Windeldermatitis, Wunde Babypopos, Wunde Brustwarzen, Wunden, Schlecht heilende Wunden, Wundliegen, Zerrungen
wissenschaftlicher Name: Calendula arvensis L.
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Field marigold
volkstümlicher Name: Acker-Ringelblume
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Flavonoide, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Salizylsäure, Taraxasterol, Violaxanthin
Sammelzeit: Juni-Oktober
Sammelhinweis: Geschützt! Darf in der Natur nicht gesammelt werden
 
Anwendung
Wichtig: Die Acker-Ringelblume ist geschützt!
Man kann die Acker-Ringelblume innerlich und äußerlich einsetzen. Die äußerliche Anwendung ist zwar bekannter, aber auch innerlich hat die Acker-Ringelblume einiges zu bieten. Innerlich kann man die Acker-Ringelblume als Tee, in Mischtees oder als Tinktur einnehmen. Für einen Acker-Ringelblumen-Tee übergießt man einen gehäuften Teelöffel Acker-Ringelblumenblüten mit kochendem Wasser und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man bei stärkeren Beschwerden drei Tassen täglich.
Verdauungsorgane
Acker-Ringelblumen-Tee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre abzuheilen. Auch eine leichte Abführwirkung hat die Acker-Ringelblume. Außerdem werden Leber und Galle gestärkt.
Nervensystem
Acker-Ringelblumen-Tee oder Tinktur kann gegen Kopfschmerzen und Einschlaf-störungen helfen. Schwindelanfälle werden gemildert. Man kann die Acker-Ringelblume auch gegen Panikattacken verwenden.
Frauenbeschwerden
Die Acker-Ringelblume hat einige Wirkungen in der Frauenheilkunde. Durch ihre krampflösenden Eigenschaften kann die Acker-Ringelblume Periodenkrämpfe lin-dern. Außerdem ist in der Acker-Ringelblume Beta-Sitosterol enthalten, ein östrogenartiger Wirkstoff, der unregelmäßige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert. Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus. Auch Unfruchtbarkeit kann behoben werden, wenn sie aufgrund von fehlendem Eisprung besteht.
Äußerlich
Das Haupteinsatzgebiet der Acker-Ringelblume ist die äußerliche Anwendung. Die zerquetschten Blätter helfen als Breiumschlag gegen Kopfschmerzen. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut. Außerdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend, antibakteriell und pilzhemmend. Häufig wird auf die Wirkungsverwandschaft von Ringelblume und Arnika hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch milder, was sie im Endeffekt stärker macht, weil man sie auch in Fällen einsetzen kann, wo Arnika zu scharf wäre. Man kann Acker-Ringelblumen-Tee als Umschlag, für Waschungen und als Bad anwenden. Auch mit verdünnter Acker-Ringelblumen-Tinktur kann man Einreibungen vornehmen und Umschläge machen. Außerdem wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt. Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen ein-setzen. Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand und Ekzeme kann man mit Ringelblumen-Salbe behandeln. Nach Verletzungen hilft Ringelblumensalbe gegen Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken. Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre können mit Ringelblumensalbe behandelt werden, ebenso wie Wunden durch Wundliegen (Dekubitus) und offene Beine. Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Acker-Ringelblumen-Blättern bekämpfen.
Hautkrebs
Traditionell wird die Ringelblume auch gegen Hautkrebs eingesetzt. Hierbei geht es eher um den verbreiteten hellen Hautkrebs und weniger um Melanome. Ob die Acker-Ringelblume tatsächlich gegen Hautkrebs hilft ist fraglich und bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Die Ringelblume soll bei chronischen Geschwüren helfen, die Entwicklung zu einem Hautkrebs zu verhindern. Solange ein Geschwür noch kein Krebs ist, kann man das durchaus versuchen (unter ärztlicher Aufsicht). Sobald sich aber ein Krebs entwickelt hat, sollte man unbedingt dem ärztlichen Rat folgen, der in den meisten Fällen auf eine operative Entfernung hinausläuft. Zur Nachbehandlung kann man dann aber wieder die Ringelblume einsetzen.
Salben und Cremes mit Acker-Ringelblume
Ausser all diesen Cremes ist traditionell auch noch Ringelblumen-Butter beliebt, die aus zerquetschten Ringelblumen-Blättern zu gleichen Teilen vermischt mit Ziegenbutter besteht. Sie wird genauso eingesetzt wie Ringelblumen-Salben.
 
Geschichtliches
Acker-Ringelblumen wurden schon seit der Steinzeit in den wärmeren Regionen genutzt. Die Acker-Ringelblume ist vermutlich Vorfahr der großen Garten-Ringelblume. Nachdem die Ringelblume aus Südeuropa nach Mitteleuropa eingeführt wurde, fand sie ab dem 12. Jahrhundert ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Ringelblume und nannte sie Ringula oder Ringella. Traditionell schmückt die Ringelblume auf Friedhöfen die Gräber und setzt mit ihrer lebendigen Wuchskraft einen Kontrapunkt zum Tod. Durch diesen Gebrauch hat die Ringelblume auch den Namen Totenblume bekommen. Der Name Calendula leitet sich von den Calendae ab, den römischen Bezeichnungen für den Monatsanfang. Die Ringelblume erhielt diesen Namen, weil sie an so vielen Monatsanfängen blüht, bis hinein in den Herbst. Gerne wurde die Ringelblume auch als Liebesorakel verwendet und zwar einerseits zum Zupfen mit der Frage er liebt mich - er liebt mich nicht, andererseits als Salbe mit Essig und Honig, die vor dem Schlafen aufgetragen Träume vom zukünftigen Liebsten bringen sollte, sofern man außerdem den Heiligen Lukas anrief. Heute ist die Acker-Ringelblume sehr selten geworden und ist geschützt, eingesetzt wird nur noch die normale Ringelblume. In den Zier- und Kräutergärten findet man immer öfter die Acker-Ringelblume, da im Internet Saatgut angeboten wird.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Acker-Ringelblume wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern. Die niederliegenden oder bogig aufsteigenden, verzweigten Stängel sind bis zu den Blütenkörben beblättert. Die unteren Laub-blätter sind spatelförmig, kurz gestielt, ganzrandig oder entfernt stumpf gezähnt, die oberen sind lanzettlich mit seicht herzförmigem, stängelumfassendem Grund. Die Körbchen weisen einen Durchmesser von meist 1 bis 2 (selten bis zu 3,5) Zentimetern auf. Die weit glockig Hülle besteht aus grünen Hüllblättern, die an der Spitze oft rötlich überlaufen und weißhäutig berandet sind. Die Blüten sind meist zitronengelb, seltener goldgelb. Die Zungenblüten sind 7 bis 12 mm lang und meist weniger als doppelt so lang wie die Hüllblätter. Die stark gekrümmten, am Rücken dornigen Achänen sind innerhalb eines Korbes meist von dreierlei Gestalt. Die äußeren, Hakenfrüchte genannten, enden in einem zweischneidigen Schnabel und sind ungeflügelt und doppelt so lang wie die Hülle, die mittleren, Kahnfrüchte genannten, sind schwach kahnförmig, die inneren, Larvenfrüchte genannten, sind ringförmig eingerollt und am Rücken quer gerieft. Die Acker-Ringelblume blüht in Mitteleuropa zwischen April und Oktober, im Mittelmeerraum meist von November bis Mai, selten auch ganzjährig.
Die Acker-Ringelblume ist in Südeuropa heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonni-gen Standorten (Weinberge). Die einjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Die Blätter sind länglich. Die gelben bis gelborangen Blüten erscheinen zwischen Juni und November. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 1 cm. Aus den Blüten entwickeln sich von Spätsommer bis Spätherbst die Samen.
 
Anbautipps
Die Acker-Ringelblume braucht einen warmen und sonnigen Standort. Der Boden sollte nicht zu mager und nicht zu nährstoffreich sein. Im Frühling direkt ins Freiland säen. Da die Ringelblume einjährig ist, muss sie jedes Jahr neu angesät werden. Im Spätsommer kann man dann einige der verblühten Blütenstände stehen lassen, damit sich Samen bilden können. Sobald die Samen braun sind, kann man sie ernten und für das nächste Jahr aufheben.

Sammeltipps
Geschützt, darf nicht in der Natur gesammelt werden. Von der Acker-Ringelblume werden in erster Linie die Blüten gesammelt. Dazu erntet man die ganzen, frisch aufgeblühten Blütenköpfe bei trockenem, sonnigen Wetter und trocknet sie ein paar Tage vor. Dann erst werden die Zungenblüten abgezupft und anschließend fertig getrocknet. Man kann aber auch die gesamten Blütenköpfe fertig trocknen und ver-wenden. In der Volksheilkunde werden auch die Blätter der Acker-Ringelblume verwendet. Man kann sie frisch auspressen und ihren Saft verwenden oder man zerquetscht die Blätter um einen Breiumschlag herzustellen.

Bachblüte
Gibt Probleme nach außen nicht zu, fröhliche Fassade (Agrimony)
-     Diese Menschen geben ihre Probleme nicht nach außen zu und verstecken es lieber hinter einer fröhlichen Fassade
-     Mit der dementsprechender Bachblüte können sie auch einmal, ihre Probleme nach außen zeigen und verstecken sie nicht mehr
Bachblüte
Albträume, man wacht mit panischen Angstgefühlen auf und traut sich nicht wieder einzuschlafen (Aspen)
- Diese Menschen haben Albträume und wachen mit panischen Angstgefühlen auf und trauen sich nicht wieder einzuschlafen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Albträume minimieren
Polysaccharide
NICHT VERWERTBARE POLYSACCHARIDE = BALLASTSTOFFE
Sind lösliche Ballaststoffe, aus Getreide und Hülsenfrüchten, die von den Bakterien der Dickdarmflora weitgehend abgebaut. Dazu gehören Pektin, Inulin und ß-Glukane. Sie quellen stark auf, bilden gelartige Substanzen, die Giftstoffe binden und haben besonders günstigen Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel.
Unlösliche Ballaststoffe, sie können auch der Darmflora kaum abgebaut werden und dienen als Füllstoff, z.B. Zellulose, Hemizellulose
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