Direkt zum Seiteninhalt

01.01.2020

tägliche News > Januar > 30.12.19 - 05.01.20
Ephreda tt
Meerträubel ist eine giftige, scharfe und bittere Heilpflanze aus der Familie der Meerträubelgewächse. Das Aussehen ist etwa eine Mischung aus Schachtelhalm und Ginster. Das chinesische Meerträubel Ma-Huang ist die stärkste Art der Ephedra-Familie. Die europäischen und amerikanischen Meerträubel-Arten sind deutlich milder in der Wirkung. Die meisten Meerträubel-Arten enthalten Ephedrin oder ephedrinähnliche Verbindungen (Pseudoephedrin), die alle ähnlich wie Adrenalin wirken.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Bronchospasmolytikum, Husten
Heilwirkung: anregend, antitussiv, antiviral, appetithemmend, blutdrucksteigernd, bronchienerweiternd, gefäßverengend, harntreibend, hustenlindernd kreislaufanregend, schweißtreibend, wärmend, zentral stimulierend
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Asthma, Atemwegserkrankungen, Bronchospasmus, Heuschnupfen, Katarrh, Krampf der Bronchialmuskulatur, TCM: Erkältungskrankheiten, Leistungssteigerung
wissenschaftlicher Name: Ephedra sinica
Pflanzenfamilie: Meerträubelgewächse = Ephedraceae
englischer Name: Chinese Ephedra
volkstümlicher Name: Meerträubel, Ma-Huang
Verwendete Pflanzenteile: junge Rutenzweige (Ephedrae herba)
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Alkaloide, Catechine, Flavonoide, L-Ephedrin, Methylephedrin, Norephedrin, Phenolcarbonsäuren, Pseudoephedrin
Sammelzeit: Das ganze Jahr, vorzugsweise Herbst
Nebenwirkungen: Abhängigkeit, Bewegungsdrang, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Kontraindikation: Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kreislaufprobleme, Leistungssport, Schlaflosigkeit ...
Wechselwirkungen: Herzglykoside und vielen anderen Medikamenten ...
 
Anwendung
Wird in Form von Pulver, Absude, Tinkturen, Flüssigextrakte eingesetzt. Der Han-del unterliegt in vielen Ländern gesetzlichen Auflagen.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Maximal 2 Tassen pro Tag und maximal 3 Tage hintereinander. Hilft bei Atemwegserkrankungen.
Räucherpulver
Wird in der TCM gegen sehr viele Krankheiten eingesetzt.
Fertigpräparate
Die Arznei ist verschreibungspflichtig. Meist in Kombination mit Thymian, Son-nentau, Efeu oder Schlüsselblume (Primel) gegen Asthma bronchiale und Husten.
 
Geschichtliches
Wird seit etwa 5000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin zur Leistungssteigerung eingesetzt. In der Volksheilkunde vor allem gegen Asthma und Atemwegserkrankungen. Da die Inhaltstoffe unerlaubte Leistungssteigerung ermöglichen, sind die Meerträubelmittel in vielen Ländern verschreibungspflichtig und sind im Wettkampfsport verboten. Wegen der vielen Nebenwirkungen in der Pflanzenheilkunde fast nicht mehr im Gebrauch. Der Wirkstoff Ephedrin wird heute für medizinische Zwecke synthetisch hergestellt.
 
Pflanzenbeschreibung
Meerträubel-Arten sind verholzende Pflanzen: meist Rutensträucher, manchmal Kletterpflanzen. Die gegenständig oder zu dritt quirlig angeordneten Blättersind schuppenartig reduziert. Die Photosyntheseübernehmen die verzweigten, grünlichen Zweige. Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Meist sind die Arten zwei-häusig, selten die Blüten einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen stehen einzeln oder zu zweit bis dritt an den Knoten. In den männlichen Zapfen stehen die häutigen Hochblätter in zwei bis acht Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die weiblichen Zapfen stehen sich gegenständig gegenüber oder zu dritt bis viert in Wirteln in den Knoten. In den weiblichen Zapfen stehen die sich überlappenden Hochblätter in zwei bis zehn Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die Hochblätter werden bei Samenreife meist fleischig und rot (selten bleiben sie häutig und werden bräunlich). Die weiblichen Blüten besitzen ein Paar verwachsener, ledriger Schuppen. Die Meerträubel werden zu den Nacktsamern gerechnet; ihre Samenanlagen sind also nicht von Fruchtblättern geschützt. Je Zapfen werden ein bis drei gelbe bis dunkelbraune Samen gebildet. Das chinesische Meerträubel Ma-Huang (Ephedra) ist in Asien heimisch. Sie sind gut an Hitze und Trockenheit angepasst und winterhart. Die mehrjährige Pflanze wird von 30 bis 60cm hoch. Hat schachtelhalmartige, rutenartige Stiele und gegenständige Schuppenblätter, aber meist blattlos. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen März und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich fleischige rote Zapfenbee-ren.
 
Anbautipps
Im Herbst aussäen. Pflanze im Frühling oder Herbst teilen. Sonniger Standort, der Boden trocken, keine Staunässe.
 
Sammeltipps
Stängel (junge Rutenzweige) können jederzeit geerntet werden, meistens aber im Herbst, da dann der Wirkstoffgehalt am größten ist. An einem luftigen schattigen Ort trocknen.

Granatapfel
Der Granatapfel ist eine klassische Frucht aus warmen Ländern, die auch hierzu-lande immer häufiger angeboten wird. Die kleinen, saftigen Samenmäntel im Innern der kugeligen Früchte schmecken süß und aromatisch und sind ein erfreulicher Anblick in Obstsalaten und anderen Speisen. Doch der Granatapfel kann noch viel mehr, denn er hat vielfältige Heilkräfte, die teilweise auch schon wissenschaftlich untersucht wurden. Man kann die Kraft des Granatapfels nicht nur bei Wechseljahresbeschwerden und bei Herzkreislauferkrankungen nutzen. Sogar auf verschiedene Krebsarten soll er eine hemmende Wirkung haben.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Herzkreislauf-Erkrankungen, Krebs, Wechseljahresbeschwerden
Heilwirkung: adstringierend, antispetisch, antiviral, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, gefäßschützend, hormonausgleichend, kühlend, lindernd, stärkend, vitalisierend, zellschützend
Anwendungsbereiche: Alterserscheinungen, Arteriosklerose, Arthritis, Bluthochdruck, Diabetes, Entzündungen, Erhöhte Blutfettwerte, Gelenkschmerzen, Hautentzündungen, Leberschwäche, Nervosität, Östrogendominanz, Prostata-Beschwerden, Rheuma, Schlaffe Haut, Übergewicht, Verdauungsbeschwerden, Rinde: Bandwürmer, Würmer
wissenschaftlicher Name: Punica granatum
Pflanzenfamilie: Weiderichgewächse - Lythraceae
englischer Name: Pomegranate
andere Namen: Grenadine, Echte Granate, Granatbaum
Verwendete Pflanzenteile: Frucht, Samen, Knospen, Wurzelrinde, Rinde (giftig)
Inhaltsstoffe: Phytohormone: Beta-Sitosterol, Betulin, Östradiol, Östron, Quer-cetin; Polyphenole: Flavonoide, Anthocyane; Ellagtannine, Phenolsäuren: Gallus-säure, Ellagsäure; Vitamine, Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Eisen
Sammelzeit: September bis Februar
 
Anwendung
Mehrere Teile des Granatapfelbaums kann man medizinisch anwenden: die Frucht, die bitteren Fasern der Frucht, die Samen, die Blütenknospen, die Wurzelrinde und die Rinde. Am häufigsten und insgesamt zunehmend wird die Granatapfelfrucht verwendet. Die anderen Teile des Granatapfelbaums werden eher selten verwendet, die Rinde ist sogar leicht giftig und wird deshalb heut-zutage nicht mehr eingesetzt.
Verwendung
Granatäpfel und deren gepresster Saft sind im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in den USA, in Südeuropa und seit einigen Jahren auch in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet. Aus dem Saft wird auch Granatapfelwein gewonnen, der vor allem von Armenien und Israel exportiert wird. Das Fruchtfleisch oder der Saft des Granatapfels werden zur Verfeinerung von Wild- oder Geflügelgerichten oder in Obstsalaten verwendet. Die Schale des Granatapfels war traditionell Farbstoff für Orientteppiche. Auch in Indien wurde sie zum Färben von Wolle in Gelb- und Schwarztönen verwendet. Mit einem Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes können mit einer Eisenbeize tief dunkelblaue Farbtöne erzeugt werden. Grenadinesirup, der früher aus Granatapfelsaft hergestellt wurde, gibt dem Tequila Sunrise und verschiedenen anderen Cocktails seinen fruchtigen Geschmack und seine rote Färbung. Iran zählt zu den Hauptproduzenten weltweit.
Granatapfelfrucht
Die Granatapfelfrüchte kann man essen, um in den Genuss der Heilwirkung zu kommen. Die wohlschmeckenden, roten Samenmäntel enthalten jedoch die Sa-men und sind daher etwas umständlich zu essen. Wer das nicht mag, kann auch den Saft trinken. Granatapfelsaft wird im gut sortierten Handel angeboten, meis-tens unter dem Namen "Grenadine". Besser als abgefüllter Saft ist jedoch frischer, selbstgemachter Saft. Dazu gibt man die saftigen Samenmäntel in ein Sieb und drückt sie aus. Übrig bleiben die Samen und die Häute der Samenmäntel. Medizinisch besonders wirksam, vor allem im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung, ist fermentierter Saft. Solch ein Saft wird manchmal auch unter der Bezeichnung "Granatapfelelixier" angeboten. Die Wirkung von fermentiertem Saft ist in einigen medizinischen Studien mit Erfolg untersucht worden. Wer am liebsten Tabletten schluckt, kann den Granatapfel auch pulverisiert in Kapselform einnehmen.
Granatapfelsamen
Granatapfelsamen kann man innerlich und äußerlich anwenden, um den Stoffwechsel zu beleben. Äußerlich angewendet regeneriert sich die Haut und die Fal-ten sollen verringert werden.
Innerlich
Die einfachste Möglichkeit, die Samen innerlich anzuwenden ist es, sie einfach mitzuessen, wenn man einen Granatapfel verspeist. Damit der Körper an die wert-vollen Wirkstoffe im Innern der Samen gelangen kann, sollte man die Samen zumindest einmal durchbeißen. Gründlicheres Kauen wäre natürlich noch besser, aber wer kaut schon gerne Obstkerne?
Äußerlich als Öl
Für den äußerlichen Einsatz der Kerne auf der Haut, kann man sich mit relativ wenig Aufwand ein Granatapfelöl zubereiten. So stellt man ein Granatapfelöl her:
Zuerst reinigt man die abgeknabberten Samen eines Granatapfels und trocknet sie gründlich ab. Als nächstes zerkleinert Samen mit einem Mixer. Dann gibt man das Samen-Mus in ein kleines Schraubdeckelglas. Die Samen-Masse wird mit einem guten Pflanzenöl (z.B. Jojobal-Öl oder Mandelöl) übergossen und bedeckt. 2 Wochen lang muss die Mischung an einem hellen Ort stehen, damit die Samenwirkstoffe an das Öl übergehen können. Dann wird das Öl abgeseiht. Das Granatapfelöl kann man direkt zur Hautpflege verwenden, oder man stellt daraus Cremes und Salben her. Auch fertige Hautöle und Cremes im Handel werden manchmal mit Granatapfelöl hergestellt. Bei diesen Fertigpräparaten wird das Granatapfelöl aus den Granatapfelkernen gepresst, ähnlich wie bei anderen Pflanzenöl, z.N. Traubenkernöl.
Granatapfelschale
Die Schale des Granatapfels und die hellen Innenhäute zwischen den Samen kann man auch als Heilpflanze benutzen, u.a. gegen Wechseljahresbeschwerden. Zum Aufbewahren werden Schale und Innenhäute getrocknet, man kann sie aber auch frisch verwenden. Aus den Schalen kann man einen Tee zubereiten. Dazu stellt man eine sanfte Abkochung her, d.h. man lässt das Wasser mit den Schalen nur kurz aufkochen und anschließend noch ein paar Minuten ziehen. Für eine große Tasse Granatapfeltee braucht man 2 Teelöffel voll getrocknete Granatapfelschale (mehr bei frischen Pflanzenteilen).
Granatapfelknospen
Aus den Knospen der Granatapfelblüte kann man einen Tee zubereiten, ähnlich wie aus der Granatapfelschale.
 
Wirkung
Zur medizinischen Wirkung des Granatapfels wurden schon mehr als 250 medizi-nische Studien durchgeführt. Die meisten dieser Studien basieren jedoch auf Untersuchungen der Granatapfelwirkung im Reagenzglas. Dennoch gehört der Gra-natapfel somit zu den gut durch Studien untersuchten Heilpflanzen.
Polyphenole
Besonders interessant für die allgemeine Gesundheit und das Herzkreislaufsystem sind die vielen Polyphenole, die im Granatapfel enthalten sind. Dazu gehören unter anderem die Anthocyane und die Flavonoide, das sind natürliche Farbstoffe mit heilender Wirkung. Den Polyphenolen verdanken auch der Rotwein, die Heidelbeeren und der Grüne Tee ihre Gesundheitswirkung.
Phytohormone
Die im Granatapfel enthaltenen Phytohormone (pflanzliche Hormone) haben eine komplexe Wirkung, die auf den interessierten Laien teilweise einen widersprüch-lichen Eindruck macht. Einerseits enthält der Granatapfel pflanzliche Östrogene, die sogenannten Phytoöstrogene, die einen eventuell vorhandenen Östrogenmangel im Körper ausgleichen können. Dadurch hilft der Granatapfel beispielsweise gegen Wechseljahresbeschwerden oder auch manche Fälle von Unfruchtbarkeit. Andere der Phytohormone verhindern jedoch die Überproduktion von Östrogenen, wodurch der Granatapfel gegen Östrogendominanz helfen kann. Sogar östrogen-empfindlicher Brustkrebs kann mithilfe des Granatapfels ausgebremst werden. Das Gleiche gilt vermutlich für Prostatakrebs und einige andere Krebsarten. Natürlich sollte man Krebserkrankungen nicht ausschließlich mit Granatapfel behandeln; man kann ihn jedoch als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung und zur Vorbeugung verwenden. Durch die Phytohormone wird der Stoffwechsel insgesamt aktiviert. Der Körper kann sich besser regenerieren und wirkt dadurch verjüngt. Die Haut sieht straffer aus und die Faltentiefe wird geringer, insbesondere bei äußerlicher Anwendung. Die Phytohormone sind auch in der Granatpfelschale und in den Samen enthalten.
Vitamine und Mineralstoffe
Die im Granatapfel enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die stärkende Wirkung dieser Heilpflanze.
 
Anwendungsgebiete
Der Granatapfelbaum kann für eine Vielzahl von Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden eingesetzt werden. Das liegt einerseits daran, dass man verschie-dene Teile des Granatapfelbaums medizinische verwenden kann, aber vor allem liegt es an der vielseitigen Kombination von Wirkstoffen, die im Granatapfel enthalten sind.
Granatapfelrucht
Die Granatapfelfrucht und ihr Saft sind die wichtigsten medizinisch eingesetzten Bestandteile des Granatapfelbaums.
Krebs
Das interessanteste Einsatzgebiet der Granatapfelfrucht ist wohl die Krebserkrankung. Medizinische Studien deuten eine krebshemmende Wirkung bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Leukämie und möglicherweise einigen anderen Krebsarten an. Das heißt aber nicht, dass der Granatapfel nun das lang erhoffte Wundermittel gegen Krebs ist. Es handelt sich eher um eine leichte Wirkung. Man kann den Granatapfel und seine Produkte also zur Unterstützung einer medizinischen Behandlung verwenden. Auch die Nebenwirkungen einer Chemotherapie können mithilfe des Granatapfels gelindert werden. Besonders gut soll für diesen Einsatzzweck der fermentierte Saft wirken.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Weil der Granatapfel die Blutgefäße schützt und verjüngt und somit die Durchblutung verbessert, kann man ihn zur Behandlung des gesamten Spektrums der Herzkreislauferkrankungen einsetzen. Das geht von Bluthochdruck und allgemeinen Durchblutungsstörungen bis hin zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall.
Anti-Aging
Neben der positiven Wirkung auf die Durchblutung werden auch die anderen Ge-webe des Körpers durch den Granatapfel regeneriert und verjüngt. Daher kann er auch bei anderen Arten von Alterserscheinungen verwendet werden. Das betrifft Gelenkbeschwerden ebenso wie Hautprobleme, erhöhten Cholesterinspiegel und Übergewicht.
Frauenbeschwerden
Die pflanzlichen Hormone des Granatapfels wirken ausgleichend auf das Hormon-system, insbesondere von Frauen. Darum kann man den Granatapfel bei Wech-seljahresbeschwerden anwenden. Auch bei Prämenstruellem Syndrom (PMS) und Unfruchtbarkeit kann man den Granatapfel versuchen.
Granatapfelsamen
Die Granatapfelsamen werden innerlich für die gleichen Krankheiten eingesetzt wie das Fruchtfleisch oder der Saft. Äußerlich kann man Granatapfelsamenöl ver-wenden, um die Haut elastischer und jünger zu machen. Es eignet sich als Körperöl, Gesichtsöl und in Cremes aller Art.
Granatapfel-Schale und Granatapfel-Knospen
Den Tee aus der Granatapfelschale oder aus Granatapfelknospen kann man vor allem bei Frauenbeschwerden, beispielsweise in den Wechseljahren verwenden. Er eignet sich aber auch bedingt für die anderen Anwendungsgebiete der Granatapfelfrucht.
Granatapfel Wurzelrinde
Die Rinde der Granatapfelbaumwurzel wurde früher über Jahrhunderte hinweg als Mittel bei Würmer verwendet. Es gibt jedoch Nebenwirkungen und die Behandl-ung ist nicht so zuverlässig wie mit modernen Wurmmitteln. Daher wird die Granatapfelwurzelrinde heutzutage nicht mehr zur Wurmbehandlung eingesetzt.
Granatapfel Rinde - Achtung giftig!
Die Rinde des Granatapfels wurde früher über Jahrhunderte hinweg als Mittel bei Würmer, beispielsweise Bandwürmer verwendet. Die Nebenwirkungen, Erbre-chen, Durchfall usw. sind hierbei jedoch so stark, dass man die Granatapfelrinde als giftig bezeichnen kann. Daher wird die Granatapfelrinde heutzutage nicht mehr zur Wurmbehandlung eingesetzt.
Granatapfel als Färbemittel
Die verschiedenen Teile des Granatapfels kann man zum Färben verwenden.
Je nach Pflanzenteil entstehen unterschiedliche Farbtöne:
Fruchtsaft: rot
Granatapfelschale: gelb und schwarz
Wurzel: dunkelblau mithilfe von Eisenbeize.
 
Geschichtliches
In seiner natürlichen Heimat, im mittleren und nahen Osten, wird der Granatapfel schon seit der Bronzezeit als Frucht geschätzt, wie Ausgrabungen in Jordanien, Ägypten und Zypern belegen. In den Religionen, die im nahen Osten ihren Ursprung haben (Christentum, Judentum, Islam und andere), spielt der Granatapfel eine wichtige Rolle. Sogar der Apfel im Paradies soll eigentlich ein Granatapfel gewesen sein. Im Hohelied Salomons in der Bibel wird der Granatapfel mehrfach erwähnt, um die Schönheit der Frauen zu beschreiben. In allen Religionen, in denen der Granatapfel eine Rolle spielt, steht er für Fruchtbarkeit und Leben. Aufgrund seiner vielen Kerne ist er auch ein Symbol für Kinderreichtum. Den Namen "Punica" verdankt der Granatapfel den Phöniziern. Die Phönizier verbreiteten den Granatapfel in ihrer Blütezeit im Mittelmeerraum, um ihre Religion zu stärken. Der Namensteil "Granat" geht auf das lateinische Wort für "körnig" zurück. Dieser Name wurde im Laufe der Zeit selber zum Namensgeber für ganz unterschiedliche Dinge. Die spanische Stadt und Region Granada wurde nach dem Granatapfel benannt, weil der Granatapfel dort angebaut wird. Die Granate wurde nach dem Granatapfel benannt, weil sie auch zahlreiche "Kerne" enthält. Der Edelstein Granat hat seinen Namen, weil er in Form und Farbe dem einzelnen, roten Samenmantel des Granatapfels ähnelt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Granatapfelbaum ist im mittleren und nahen Osten heimisch. Die östliche Verbreitung reicht bis nach Indien, Pakistan und Indonesien. Der Granatapfel-baum ist ein kleiner Baum, manchmal auch ein Strauch. Er kann maximal 5m  hoch werden. Die Rinde des Granatapfelbaums ist grau bis rötlich-braun. Die länglichen Blätter sind ledrig und glänzend und werden bis zu 10cm lang. Im Frühling und Sommer wachsen an den Enden der Zweige große, rote oder gelbe Blüten. Die Blüten haben in etwa Glockenform und fünf bis neun Blüten-blätter. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen September bis Februar die Früchte mit ihrer charakteristischen Form. Die roten Granatäpfel sind rund und werden meistens etwa faustgroß, wobei es erhebliche Größenunterschiede gibt. Typisch ist die kleine "Krone" am oberen Ende der kugeligen Frucht. Im Innern der Frucht findet man zahlreiche Samen, die jeweils einzeln von rotem Fruchtfleisch in einer kantigen Hülle umgeben sind. Dieser rote Samenmantel ist der essbare Teil der Granat-äpfel. Die Form dieser Samenmäntel erinnert ein wenig an Mais. Ihre Farbe und Form sehen sehr hübsch aus, ein wenig wie eckig geschliffene Edelsteine, weswegen sie auch gerne für dekorative Zwecke eingesetzt werden. Die saftigen Samenmäntel schmecken süß-säuerlich, wenn der Granatapfel reif ist.
 
Anbautipps
Manche Sorten des Granatapfels kann man auch in warmen Gegenden Mittel-europas anbauen oder in Wintergärten. Die winterfesten Sorten des Granatapfels können zwar milde Winter überstehen, haben mit lang andauerndem starken Frost aber Probleme. Dazu kauft man sich am besten fertige Pflanzen und pflanzt sie im Frühjahr oder Herbst ein. Man kann den Granatapfelbaum aber auch aus Samen anzüchten. Am besten pflanzt man das junge Pflänzchen in einen Kübel, damit man es im Winter an eine halbwegs warme Stelle stellen kann.
 
Sammeltipps
Die Granatapfelfrucht wird rötlich bis leuchtend rot, wenn sie reif ist. Dann wird die Frucht vom Baum gepflückt. Die Kerne mit dem Fruchtfleisch werden aus der aufgebrochenen Frucht ausgepult.

Bachblüten
Rücksichtsnahme, Dienen (32 Vine)
-        Diese Menschen kennen keine Rücksichtsnahme und auch kein Dienen
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen sie eine Rücksichtsnahme und das Dienen
Bachblüten
Ich bin beeinflussbar (33 Walnut)
-        Diese Menschen sind sehr leicht beeinflussbar
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte lassen sie sich nicht mehr so leicht beeinflussen
In einer Ernährungspyramide wird der Vitamin- und Mineralstoffversorgung so erläutert
4 Portionen: Getreide und Kartoffeln
  Täglich 4 Portionen Getreide, Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln
  1 Portion
-        Brot = 1 Handvoll
-        Getreideflocken = 1 Handvoll
-        Reis (gekocht) = 2 Fäuste
-        Kartoffeln = 2 Fäuste
-        Nudeln (gekocht) = 2 Fäuste
3 Portionen: Milch und Milchprodukte
  Täglich 3 Portionen Milch oder Milchprodukte
  1 Portion:
-        Flüssige Milch und Produkte wie Buttermilch und Joghurt = 1 Glas bzw. Becher (ca. 200ml)
-        Hüttenkäse = 1 Faust
-        Käse = 2 Handflächen große dünne Scheiben
Tipps:
-        2 Portionen „weiß“ (z.B. Joghurt, Hüttenkäse, Buttermilch)
-        1 Portion „gelb“ (Käse)
Bevorzugt: fettarmer Variante
Zurück zum Seiteninhalt