Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.01.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Januar > 31.12.18-06.01.19


EIBE
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Eiben sind immergrüne Nadelbäume, die sehr langsam wachsen und über 2000 Jahre alt werden können. Da Eiben Schatten bevorzugen, sah man in ihnen eine Verbindung zum Jenseits und der Unterwelt. Im Herbst leuchten die roten Früchte von weitem, der süße Fruchtfleisch-Samenmantel (Arillus) ist der einzige Teil der Pflanze, der ungiftig ist. Wegen der starken Giftwirkung wird die Eibe heute in der Pflanzenheilkunde nicht mehr eingesetzt, in der Behandlung von Krebs werden die Wirkstoffe mit Erfolg in der Schulmedizin eingesetzt.
Die Europäische Eibe, auch Gemeine Eibe oder nur Eibe genannt, früher auch Bogenbaum, Eue, Eve, Ibe, If, Ifen, ist die einzige europäische Art in der Pflanzengattung der Eiben. Sie ist die älteste (Tertiär relikt) und schattenverträglichste Baumart Europas. Sie kann ein sehr hohes Alter erreichen. Bis auf den bei Reife durch  Karotinoidelebhaft rot gefärbten Samenmantel, den Arillus, der becherartig den Samen umgibt und den Eiben pollen, sind alle Pflanzenteile der Europäischen Eibe stark giftig. In allen europäischen Ländern gehört die Europäische Eibe zu den geschützten Pflanzenarten. In Deutschland steht sie auf der  Roten Liste der gefährdeten Arten (Gefährdungsklasse 3: gefährdet) und war im Jahre 1994  Baum des Jahres sowie  Giftpflanze des Jahres 2011. In  Österreich war sie im Jahr 2013 Baum des Jahres. Oft wird der Rückgang der Eibe in Zusammenhang mit der Ausbreitung der Buche, zu Beginn des Klimawechsels vor ca. 2000 Jahren in Verbindung gebracht. Allerdings kann die starke Ausbreitung der Buche nicht allein für das Verschwinden der Eibe verantwortlich sein, da man die Eibe oft auch in Buchenwäldern antrifft, wo sie im Unterstand der Buche wächst. Möglicherweise hat die Buche ihren Teil zum Verschwinden der Eibe beigetragen, ihre Gefährdung jedoch ist in einer jahrhundertelangen  Übernutzung durch den Menschen begründet. Das Holz der Eibe wurde seit jeher vom Menschen geschätzt, da es aufgrund des langsamen Wuchses des Baumes eine außergewöhnliche Härte und Zähigkeit aufweist. Dementsprechend reicht seine Nutzung weit zurück. Den ältesten Nachweis für die Verwendung von Eibenholz als Werkzeug bildet die Lanzenspitze von Clactonon-Sea aus der Holsteinwarmzeit vor etwa 300.000 Jahren. Aus der  Eem-Warmzeit vor etwa 130.000 Jahren stammt die Lanze von Lehringen. Auch der berühmte „Ötzi", die Gletschermumie, die 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde, lebte vor 5200 Jahren und trug einen Bogenstab von ca. 1,80 Meter Länge aus Eibenholz bei sich. Auch der Stiel seines Kupferbeiles war aus Eibenholz. Während die Nutzung der Eiben in der Forstwirtschaft heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat, werden die schnittverträglichen Eiben seit der Renaissance häufig in der Gartengestaltung eingesetzt. Sie wurden und werden vor allem als immergrüne, geschnittene Hecken gepflanzt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Krebs
Heilwirkung:
Volksheilkunde: abführend, herzstärkend, menstruationsfördernd, wurmtreibend, Pflanzenheilkunde: krebshemmend, zellteilungshemmend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Abführmittel, Blasenleiden, Husten, Insektenbekämpfungsmittel, Katarrh, Krätze, Skorbut, Würmer, Pflanzenheilkunde: Krebs, Mammakarzinom, Ovarialkarzinom, Homöopathie: Gicht, Hautausschläge, Herzkrankheiten, Leberkrankheiten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Taxus baccata L.
Pflanzenfamilie:
Eibengewächse = Taxaceae
englischer Name:
Common Yew, Yew
volkstümlicher Name:
Bogenbaum, Eibe, Eibenbaum, Eife, Europäische Eibe, Ibenbaum, Ifenbaum, Iwenbaum, Kandelbaum, Roteibe, Taxe, Taxbaum, Taxen, Ybe, Ypenbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Alle Teile der Pflanze
Inhaltsstoffe:
Baccatin III, Betulosid, Biflavonoide, Diterpene, Ginkgetin, Paclitaxel, Phenole, Taxacine, Taxin A, Taxin B, Taxication, Vitamin C
Sammelzeit:
Früchte: ab September, Nadeln: Winter

Anwendung
Bis auf den roten fleischigen Samenmantel (Arillus) sind alle Teile der Eibe sehr giftig. Kochen oder Trocknen zerstören nicht die Giftstoffe. Der Giftgehalt ist im Winter am größten.
Tinktur
Eine Tinktur aus den Nadeln hilft äußerlich gegen Hautparasiten.
Früchte
Der rote Samenmantel der reifen Früchte ist ungiftig, süß und roh essbar, auf keinen Fall darf man die sehr giftigen Samen verschlucken oder zerkauen. Hilft gegen Skorbut. Kinder sollten die Früchte nicht essen, da oft die giftigen Samen verschluckt werden.
Innerlich
Die Eiben eignen sich nicht für die Selbstbehandlung (außer Homöopathie). Die Fertigmittel werden unter ärztlicher Aufsicht zur Tumorbehandlung eingesetzt.
Räuchermittel (Mittelalter)
Einatmen des Rauches von brennenden Eibenholz soll Schnupfen, Husten und Lungenerkrankungen lindern. Vorsicht, der Holzstaub kann zu Atemproblemen und Hautreizungen führen.
Homöopathie
Das Mittel wird aus frischen Eibenzweigen hergestellt und vor allem bei Hautkrankheiten und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
Giftigkeit

Holz, Rinde, Nadeln und Samen enthalten toxische Verbindungen, die in ihrer Gesamtheit als Taxane oder Taxan-Derivate ( Diterpene) bezeichnet werden. Im Einzelnen lassen sich unter anderem Taxin A, B, C sowie Baccatine und Taxole nachweisen. Der Gehalt an toxischen Verbindungen ist in den unterschiedlichen Baumteilen verschieden hoch und schwankt in Abhängigkeit von der Jahreszeit und individuellem Baum. Der Samenmantel des Baumes ist hingegen nicht giftig und schmeckt süß.
Die toxischen Verbindungen werden beim Menschen und anderen Säugetieren rasch im Verdauungstrakt aufgenommen. Vergiftungserscheinungen können beim Menschen bereits 30 Minuten nach der Einnahme auftreten. Die toxischen Verbindungen wirken dabei schädigend auf die Verdauungsorgane, das Nervensystem und die Leber sowie die  Herzmuskulatur. Zu den Symptomen einer Vergiftung zählt eine Beschleunigung des Pulses, Erweiterung der  Pupillen,  Erbrechen, Schwindel und  Kreislaufschwäche, Bewusstlosigkeit. Bereits eine Aufnahme von 50 bis 100 Gramm Eibennadeln kann für den Menschen tödlich sein. Der Tod tritt durch Atemlähmung und Herzversagen ein. Menschen, die eine solche Vergiftung überleben, tragen in der Regel einen bleibenden Leberschaden davon.  Pferde,  Esel,  Rinder sowie Schafe und  Ziegen reagieren in unterschiedlichem Maße empfindlich auf die in Eiben enthaltenen toxischen Verbindungen. Pferde gelten als besonders gefährdet – bei ihnen soll schon der Verzehr von 100 bis 200 Gramm Eibennadeln zum Tode führen. Bei Rindern treten Vergiftungserscheinungen bei etwa 500 Gramm auf. Gefährdet sind Weidetiere vor allem dann, wenn sie plötzlich größere Mengen aufnehmen. Dagegen scheinen zumindest Rinder, Schafe und Ziegen eine Toleranz gegen die Toxine der Europäischen Eibe zu entwickeln, wenn sie daran gewöhnt sind, regelmäßig kleinere Mengen davon zu fressen. Bei  Kaninchen sollen bereits weniger als 2 Gramm der Nadeln zum Tode führen. Unempfind-lich gegenüber den Giften der Eiben und deshalb Verursacher von Schäden durch Wildverbiss sind  Re-he und  Rothirsche.
Die Eibe als Heilpflanze
Als Heildroge dienen die frischen Zweigspitzen, Taxus baccata (HAB) Wirkstoffe sind: Diterpen-Alkaloide vom Taxan-Typ, Baccatin III (das Gemisch wurde als „Taxin" bezeichnet), cyanogene Glykoside, wie  Taxiphyllin, Biflavonoide, wie Sciadopitysin und  Ginkgetin. Anwendungen: Die arzneiliche Anwendung von Eibennadeln in der Volksheilkunde z.B. bei Wurmbefall, als Herzmittel oder zur Förderung der  Menstruation, auch als  Abtreibungsmittel, war wegen der Giftigkeit risikoreich und gehört inzwischen der Vergangenheit an. Heute nutzt man noch homöopathische Zubereitungen; zu den Anwendungsgebieten gehören: Verdauungsschwäche und Hautpusteln. Seit den 1990er-Jahren genießt die Art wieder hohe Wertschätzung, nachdem es gelungen war die zellteilungshemmende Substanz  Paclitaxel, die man bisher nur aus der Rinde der Pazifischen Eibe, Taxus brevifolia, isolieren konnte, teilsynthetisch aus den Taxan-Verbindungen der Nadeln, speziell dem Baccatin III darzustellen sowie später eine weitere Substanz, das Docetaxel. Sie sind derzeit zur Behandlung von metastasierendem Brust- und Eierstockkrebs sowie von bestimmten Bronchialkarzinomen zugelassen, wegen der schweren Nebenwirkungen jedoch erst nach Versagen anderer Therapien.

Magie und Mythologie
In vielen Kulturen ist die Eibe ein heiliger Baum. In der Magie werden Zauberstäbe aus Eibenholz hergestellt. Die Eibe wird in Zaubern zum Erwecken von Toten-Geistern eingesetzt. Die Eibe vertreibt aber auch böse Geister.

Geschichtliches
Seit der Antike wird die Eibe für Morde eingesetzt. Das Holz ist wegen seiner Eigenschaften sehr beliebt und wurde für Bögen, Armbrüste, Pfeile und Lanzen genutzt. Ganze Landstriche wurden aus diesen Gründen eibenfrei. In der französischen Gartenkunst war die Eibe sehr beliebt, da sie sehr gut in Form geschnitten werden kann. Wegen der ungiftigen Alternativen wird die Eibe in der Pflanzenheilkunde nicht mehr eingesetzt. Die Inhaltsstoffe und die abgewandelten synthetischen Stoffe werden aber erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. In Deutschland wegen des starken Rückganges mittlerweile geschützt. Die Eibe war 1994 der Baum des Jahres.

Pflanzenbeschreibung
Die zweihäusige Eibe ist in den frostärmeren Teilen von Europa, Nordafrika und Westasien heimisch. Sie wächst bevorzugt auf feuchten, nährstoff- und kalkreichen Böden. Junge Pflanzen wachsen vorzugsweise im Schatten. Der langsamwüchsige mehrjährige Strauch/Baum wird zwischen 2 und 20 Meter hoch. Der dicke Stamm hat eine rotbraune Rinde. Die Blätter sind immergrüne Nadeln. Die Blüten erscheinen zwischen April und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich ab August ein bis zwei grün-braune Samen in einem roten Fruchtkörper mit einer fleischigen Hülle (Arillus). Der Samen wird durch Vögel verbreitet. Alle Teile der Pflanze sind giftig, nur der fleischige Mantel der Frucht (Arillus) ist ungiftig.
Erscheinungsbild
Die immergrüne Europäische Eibe ist in ihrer Gestalt eine sehr variable Art, die je nach Standortbedingungen als  Baum oder Strauchwächst. An extremen Standorten wie etwa im Hochgebirge oder in Felswänden wächst sie sogar als Kriechstrauch. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Aussehen der Eibe. Junge Eiben besitzen meist schlanke Stämme mit einer regelmäßigen Belastung. Die Krone ist bei jungen Bäumen breit kegelförmig und entwickelt sich mit zunehmendem Alter des Baumes zu einer runden, eiförmigen oder kugeligen Form. Oft sind freistehende Eiben bis an den Boden belastet. Auch sind ältere Exemplare nicht selten mehrgipfelig und mehrstämmig. Charakteristisch und auffällig ist die dünne grau- bis rotbraune  Schuppenborke der Eibenstämme. Anfangs tragen die Stämme junger Eiben eine rötlichbraune glatte Rinde, die später zu einer graubraunen, sich in Schuppen ablösenden Borke wird. In Mitteleuropa erreichen nur sehr wenige Bäume Wuchshöhen über 15 Meter. Im Norden der  Türkei wachsen allerdings monumentale Eiben, die Wuchshöhen von 20 Meter erreichen, und in den Mischwäldern des  Kaukasus gibt es vereinzelt Eiben, die eine Wuchshöhe bis 32 Meter haben. Junge Eiben weisen in der Regel einen Stamm mit einer deutlichen Hauptachse auf, während geschlechtsreife Eiben häufig mehrstämmig sind. In der Jugend wächst die Eibe extrem langsam. Bei ungünstigen Bedingungen verharrt sie in einer Höhe von 10 bis 50 Zentimetern und bildet eine Kleinkrone. Bei günstigsten Be-dingungen dauert es mindestens 10–20 Jahre, bis sie aus dem Äser des Rehwildes herausgewachsen ist. Danach wächst sie bei guten Bedingungen bis zu 20 Zentimeter jährlich. Ab einem Alter von ca. 90 Jahren kulminiert das Höhenwachstum der Eibe. Dagegen hören Dicken- und Kronenwachstum nie auf. So sind Stammdurchmesser von über einem Meter möglich. Auf Grund ihres hohen vegetativen Reproduktionsvermögens sind Wurzelschösslinge, Triebstämmlinge und die Bewurzelung von Ästen, die den Boden berühren, für die Europäische Eibe charakteristisch. Durch die Verwachsung einzelner Stämme können bis zu 1 Meter dicke  Komplexstämme entstehen. Ab einem Alter von etwa 250 Jahren setzt bei Eiben häufig eine Kernfäule im Stammesinneren ein, die im Laufe von Jahrhunderten zu einer fast vollständigen Aushöhlung des Baumes führen kann. Die Kernfäule macht eine genaue Altersbestimmung von alten Eiben fast unmöglich, da im Stammesinneren keine Jahresringe mehr vorhanden sind, an denen das Alter eines Baumes abgelesen werden könnte. Das Alter wird daher meistens geschätzt. Charakteristisch für die Altersphase von Europäischen Eiben ist, dass der Baum trotz des ausgehöhlten Stammes zunächst eine vollentwickelte Baumkrone aufweist, bis der ausgehöhlte Stamm das Kronengewicht nicht mehr tragen kann und Teile des Baumes wegbrechen. Es verbleiben dann kreis- oder halbkreisförmig stehende Stammfragmente, die unter günstigen Umständen durch neue Triebe aus dem Baumstumpf oder dem Wurzelsystem ergänzt werden.  Alte Eiben haben zwei Strategien zur Verfügung, durch die sie einen von innen heraus wegfaulenden Stamm ersetzen können: Im hohlen Stammesinneren bilden sie gelegentlich Innenwurzeln aus, die sich zu einem neuen Stamm entwickeln können. Alternativ können stammbürtige Triebe außen am Primärstamm senkrecht emporwachsen, so dass sehr alte Eiben gelegentlich nur noch aus einem solchen Kranz stark verdickter und miteinander verwachsener Triebstämme bestehen.  
Die Nadeln
Die weichen und biegsamen Eibennadeln haben eine linealische Form, die mitunter leicht sichelförmig gebogen ist. Sie stehen an den Leittrieben spiralförmig, während sie an den Seitenzweigen zweizeilig angeordnet sind. Eibennadeln sind zwischen 1,5 und 3,5 Zentimeter lang und zwischen 2 und 2,5 Millimeter breit und erreichen ein Alter von drei bis acht Jahren, bis der Baum sie abwirft. Eibennadeln werden auch als  dorsiventral bezeichnet, was bedeutet, dass sie eine deutlich unterscheidbare Ober- und Unterseite haben. Auf ihrer Oberseite sind sie glänzend dunkelgrün und haben einen erhobenen Mittelnerv, der zur Spitze hin ausläuft. An der Unterseite sind sie dagegen hell- oder olivgrün gefärbt. Während Eibennadeln auf der Oberseite keine Spaltöffnung aufweisen, befinden sich an der Unterseite zwei undeutliche, blassgrüne  Stomabänder.  Eibennadeln besitzen mehrere auffällige Charakteristika. Sie haben keine durch Sklerenchym mechanisch verstärkte Unterhaut (Hypodermis) und es fehlen  Harzkanäle.
Das Wurzelsystem
Europäische Eiben haben ein sehr weitläufiges, tiefreichendes und dichtes Wurzelsystem. Die Entwicklung dieses Wurzelsystems hat dabei beim Heranwachsen des Baumes Priorität vor dem Dicken- und Höhenwachstum. Europäische Eiben vermögen dabei auch in stark verdichtete Böden vorzudringen. Das im Vergleich mit anderen Baumarten stark entwickelte Wurzelsystem ermöglicht auch die hohe Regenerationsfähigkeit des Baumes, bei der selbst nach einem kompletten Stammverlust noch Wurzelschösslinge nachwachsen. Mit ihrem vielfältigen und flexiblen Wurzelsystem ist die Eibe unempfindlich gegen Wechselfeuchte, zeitweilige Vernässung und Luftarmut im Boden. Dies zeigt ihre hohe individuelle Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Standorte und Lebensbedingungen. In Felsregionen ist die Europäische Eibe in der Lage, mit ihren Wurzeln in wasserführende Senken und Klüfte einzudringen, während sie sich an nackte Felsen klammert. Die Eibe hat eine Pilzwurzel vom Typ einer VA-Mykorrhiza, daher gehören Eiben zu den wenigen Waldbäumen, deren Wurzeln keine Symbiose mit Fruchtkörper bildenden Mykorrhiza-Pilzen eingehen.
Zapfen, Samen und Vermehrung
Unter optimalen Standortbedingungen tragen Eiben das erste Mal weibliche Zapfen, wenn sie ein Lebensalter von 15 bis 30 Jahren erreicht haben. Unter weniger guten Standortbedingungen kann sich die Geschlechtsreife deutlich hinauszögern. In dichten Baumbeständen stehende Eiben, die kein ausreichendes Licht erhalten, erreichen ihre Geschlechtsreife mitunter erst mit 70 bis 120 Jahren. Die Anlage der Zapfen erfolgt bereits im Spätsommer. Die Blütezeit liegt im Spätwinter oder im frühen Frühjahr des nächsten Jahres, im Normalfall zwischen Februar und März, in kälteren Regionen erst zwischen April und Mai. Die Europäische Eibe ist normalerweise zweihäusig: männliche und weibliche Zapfen befinden sich auf unterschiedlichen Bäumen. Ausnahmefälle sind einhäusige Exemplare, bei denen sich Zapfen beider Geschlechter an einem Baum befinden. Meist weist nur ein einzelner Ast Blüten mit einem anderen Geschlecht auf. Die zahlreichen männlichen Zapfen stehen an 1 bis 2 mm langen, blattachselständigen Trieben. Sie haben eine kugelige Form mit einem Durchmesser von etwa 4 mm und enthalten 6 bis 14 schildförmige Staubblätter, die jeweils 6 bis 8 gelbliche Pollensäcke tragen. Wenn sich die Pollensäcke durch Wärme öffnen, werden die Pollenkörner bereits durch geringe Windbewegungen fortgetragen. Obwohl die Pollenkörner der Europäischen Eibe keine Luftsäcke aufweisen, ist wegen ihres geringen Gewichtes ihre Sinkgeschwindigkeit mit 1,6 cm pro Sekunde so gering, dass sie durch Luftbewegungen sehr weit fortgetragen werden können. Die frühe Blütenzeit, die in einen Zeitraum fällt, in dem Laubbäume in der Regel noch keine Blätter tragen, stellt sicher, dass dieser Pollenflug weitgehend un-gehindert stattfinden kann, selbst wenn die jeweilige Eibe von Laubbäumen überdacht ist. Die weiblichen Zapfen sind nur 1 bis 1,5 mm groß, stehen jeweils als Kurztriebe in den Blattachseln jüngerer Zweige und sind auf Grund ihrer grünlichen Farbe unscheinbar. Sie bestehen aus sich überlappenden Schuppen, von denen nur die oberste fruchtbar ist und nur eine Samenanlage trägt. Zur Blütezeit bildet sich an der Spitze des umhüllenden Deckblattes ein Bestäubungstropfen aus. Dieser nimmt die anfliegenden Pollenkörner auf und bringt, wenn er verdunstet ist, die Pollenkörner an den  Nucellus, sodass die Zapfen bestäubt werden. An der Basis der Samenanlage findet sich ein ringförmiger Wulst, der sich bei befruchteten Blüten zu einem fleischigen, schleimigen Samenmantel, dem Arillus, auswächst. Dieser umgibt den Samen becherförmig, seine Farbe wandelt sich mit zunehmender Reife von Grün zu einem auffallenden Rot. Aufgrund des Arillus wird der Eibensamen oft fälschlicherweise als Frucht oder sogar Beere bezeichnet. Dies ist botanisch nicht korrekt, da es bei den  Nacktsamigen Pflanzen keinen Fruchtknoten gibt, der zur Fruchtentwicklung erforderlich wäre. Der rote Samenmantel ist essbar und ungiftig, nur die Samen sind giftig. Die Blütenknospen werden im Laufe der zweiten Sommerhälfte ausgebildet. Der bläulich-braune und eiförmige Samen ist 6 bis 7 mm lang und 3 bis 5 mm breit. Das Gewicht des Samens liegt zwischen 43 und 77 mg. Die Ausbildung des Samenmantels haben Europäische Eiben mit den anderen Arten aus der Familie der Eibengewächse gemeinsam. Die Samen reifen von August bis Oktober und keimen erst im zweiten Frühjahr. Die Samenverbreitung erfolgt durch  Vögel, die vom süßen Arillus angelockt werden. Der Arillus wird verdaut und der Samen passiert unbeschadet den Verdauungstrakt. Auf diese Weise sorgen Vögel für die Ausbreitung der Eibensamen. Für die generative Vermehrung durch Aussaat werden die Samen gesammelt, sobald sich der Arillus rot und der Samen braun verfärben. Der Samenmantel wird mit einem Wasserstrahl entfernt und die Samen dann bis zum nächsten Herbst gelagert. Der Keimerfolg ist größer 50%, wenn die Samen vor der Aussaat stratifiziert werden, das heißt einer mehrmonatigen Wärme- und Kältebehandlung, die den Wechsel der Jahreszeiten nachahmt, unterzogen werden.

Anbautipps
Den Samen in Töpfen aussäen, leicht mit Erde bedecken, die Erde feucht halten. Die Eibe verträgt keinen starken Frost, erfrorene Teile werden durch neue Triebe ersetzt. Der Boden sollte Wasser speichern können, nährstoffreich und kalkhaltig sein. Nicht für Kinder oder Weidetiere zugänglich anpflanzen. Junge Eiben brauchen Schatten, mit zunehmenden Alter verträgt die Eibe mehr Sonne. Eiben haben empfindliche Wurzeln und vertragen ein Umpflanzen nur schlecht.

Sammeltipps

Die Eibe ist geschützt und darf nicht in der Natur gesammelt werden.




GRANATAPFEL

Der Granatapfel ist eine klassische Frucht aus warmen Ländern, die auch hierzulande immer häufiger angeboten wird. Die kleinen, saftigen Samenmäntel im Innern der kugeligen Früchte schmecken süß und aromatisch und sind ein erfreulicher Anblick in Obstsalaten und anderen Speisen. Doch der Granatapfel kann noch viel mehr, denn er hat vielfältige Heilkräfte, die teilweise auch schon wissenschaftlich untersucht wurden. Man kann die Kraft des Granatapfels nicht nur gegen Wechseljahesbeschwerden und bei Herzkreislauferkrankungen nutzen. Sogar auf verschiedene Krebsarten soll er eine hemmende Wirkung haben.
Der Granatapfel ist eine  Pflanzenart, die der Familie der Weiderichgewächse zugerechnet wird. Die aus zwei Arten bestehende Gattung Punica bildet alleine die Unterfamilie Punicoideae, manche Autoren führen sie auch noch als eigene monotypische Familie Punicaceae Horan. Ihre Frucht wird in der Küche verwendet. Das Verbreitungsgebiet des Granatapfels liegt in  West- bis Mittelasien; heute wird er unter anderem im  Mittelmeerraum angebaut. Ursprünglich stammt der Granatapfel jedoch aus dem Gebiet des heutigen Irans und Nordindiens. Der Gattungsname Punica leitet sich von  lateinisch punic(e)us, „ punisch" ab und geht auf die römische Bezeichnung für die Phönizier zurück. Der Artname granatum (von  lateinisch granum, „Korn", „Kern", „Samen") wurde wegen der zahlreichen in den Früchten enthaltenen Samenkörner geprägt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Herzkreislauf-Erkrankungen, Krebs, Wechseljahresbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, antispetisch, antiviral, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, gefäßschützend, hormonausgleichend, kühlend, lindernd, stärkend, vitalisierend, zellschützend
Anwendungsbereiche:
Alterserscheinungen, Arteriosklerose, Arthritis, Bluthochdruck, Diabetes, Entzündungen, Erhöhte Blutfettwerte, Gelenkschmerzen, Hautentzündungen, Leberschwäche, Nervosität,
Östrogendominanz, Prostata-Beschwerden, Rheuma, Schlaffe Haut, Übergewicht, Verdauungsbeschwerden, Rinde: Bandwürmer, Würmer
wissenschaftlicher Name: Punica granatum
Pflanzenfamilie:
Weiderichgewächse - Lythraceae
englischer Name:
Pomegranate
andere Namen:
Grenadine, Echte Granate, Granatbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Frucht, Samen, Knospen, Wurzelrinde, Rinde (giftig)
Inhaltsstoffe:
Phytohormone: Beta-Sitosterol, Betulin, Östradiol, Östron, Quercetin; Polyphenole: Flavonoide, Anthocyane; Ellagtannine, Phenolsäuren: Gallussäure, Ellagsäure; Vitamine, Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Eisen
Sammelzeit:
September bis Februar

Anwendung

Mehrere Teile des Granatapfelbaums kann man medizinisch anwenden: die Frucht, die bitteren Fasern der Frucht, die Samen, die Blüten-Knospen, die Wurzelrinde und die Rinde. Am häufigsten und insgesamt zunehmend wird die Granatapfelfrucht verwendet. Die anderen Teile des Granatapfelbaums werden eher selten verwendet, die Rinde ist sogar leicht giftig und wird deshalb heutzutage nicht mehr eingesetzt.
Granatapfel-Frucht
Die Granatapfel-Früchte kann man essen, um in den Genuss der Heilwirkung zu kommen. Die wohlschmeckenden, roten Samenmäntel enthalten jedoch die Samen und sind daher etwas umständlich zu essen. Wer das nicht mag, kann auch den Saft trinken. Granatapfel-Saft wird im gut sortierten Handel angeboten, meistens unter dem Namen "Grenadine". Besser als abgefüllter Saft ist jedoch frischer, selbstgemachter Saft. Dazu gibt man die saftigen Samenmäntel in ein Sieb und drückt sie aus. Übrig bleiben die Samen und die Häute der Samenmäntel. Medizinisch besonders wirksam, vor allem im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung, ist fermentierter Saft. Solch ein Saft wird manchmal auch unter der Bezeichnung "Granatapfel-Elixier" angeboten. Die Wirkung von fermentiertem Saft ist in einigen mdizinischen Studien mit Erfolg untersucht worden. Wer am liebsten Tabletten schluckt, kann den Granatapfel auch pulverisiert in Kapselform einnehmen.
Granatapfel-Samen
Granatapfelsamen kann man innerlich und äußerlich anwenden, um den Stoffwechsel zu beleben. Äußerlich angewendet regeneriert sich die Haut und die Falten sollen verringert werden.
Innerlich
Die einfachste Möglichkeit, die Samen innerlich anzuwenden ist es, sie einfach mitzuessen, wenn man einen Granatapfel verspeist. Damit der Körper an die wertvollen Wirkstoffe im Innern der Samen gelan-gen kann, sollte man die Samen zumindest einmal durchbeißen. Gründlicheres Kauen wäre natürlich noch besser, aber wer kaut schon gerne Obstkerne?
Äußerlich als Öl
Für den äußerlichen Einsatz der Kerne auf der Haut, kann man sich mit relativ wenig Aufwand ein Granatapfelöl zubereiten. So stellt man ein Granatapfelöl her: Zuerst reinigt man die abgeknabberten Samen eines Granatapfels und trocknet sie gründlich ab. Als nächstes zerkleinert Samen mit einem Mixer. Dann gibt man das Samen-Mus in ein kleines Schraubdeckelglas. Die Samen-Masse wird mit einem guten Pflanzenöl (z.B. Jojobal-Öl oder Mandelöl) übergossen und bedeckt. 2 Wochen lang muss die Mischung an einem hellen Ort stehen, damit die Samenwirkstoffe an das Öl übergehen können. Dann wird das Öl abgeseiht. Das Granatapfelöl kann man direkt zur Hautpflege verwenden, oder man stellt daraus Cremes und Salben her. Auch fertige Hautöle und Cremes im Handel werden manchmal mit Granatapfelöl hergestellt. Bei diesen Fertigpräparaten wird das Granatapfelöl aus den Granatapfelkernen gepresst, ähnlich wie bei anderen Pflanzenöl, z.N. Traubenkernöl.
Granatapfel-Schale
Die Schale des Granatapfels und die hellen Innenhäute zwischen den Samen kann man auch als Heilpflanze benutzen, u.a. gegen Wechseljahresbeschwerden. Zum Aufbewahren werden Schale und Inenhäute getrocknet, man kann sie aber auch frisch verwenden. Aus den Schalen kann man einen Tee zubereiten. Dazu stellt man eine sanfte Abkochung her, d.h. man lässt das Wasser mit den Schalen nur kurz aufkochen und anschließend noch ein paar Minuten ziehen.  Für eine große Tasse Granatapfel-Tee braucht man 2 Teelöffel voll getrocknete Granatapfelschale (mehr bei frischen Pflanzenteilen).
Granatapfel-Knospen
Aus den Knospen der Granatapfelblüte kann man einen Tee zubereiten, ähnlich wie aus der Granatapfelschale.
Kulturgeschichte
Die archäologischen Überlieferungsbedingungen für Granatäpfel sind schlecht, da die Frucht meist frisch verzehrt wird und die wasserreiche Schale beim Erhitzen explosionsartig zerbirst. Versuche zeigten, dass lediglich alte Granatäpfel mit relativ ausgetrockneter Schale die Chance haben, zu verkohlen und so überliefert zu werden. Ein verkohlter Granatapfel wurde in den frühbronzezeitlichen Schichten des Tel es-Sa'idiyeh in Jordanien gefunden. Auf  Zypern und in Ägypten wurden in der späten Bronzezeit farbige Glasgefäße in Form eines Granatapfels hergestellt. Das bei
Kaş in der Türkei gefundene Ulu Burun-Schiff enthielt zyprische Vorratskrüge mit über 1000 Granatapfelsamen. Es ist nach den geborgenen Gefäßen in die Periode SM IIIA2 → Minoische Kultur zu datieren. Granatäpfel wurden als Grabbeigabe in einer Grabkammer eines hohen ägyptischen Beamten aus der Zeit von  Ramses IV. gefunden. Im jordanischen Tell Deir ʿAllā im Jordantal wurden Granatäpfel in eisenzeitlichen Schichten geborgen. Im Opferschacht (Favissa) eines eisenzeitlichen Tempels bei ʾEn Hazeva in Edom fanden sich Steinan-hänger in Granatapfelform. In der  Abiʾor Höhle bei Jericho, die den Rebellen des Bar-Kochba-Aufstan-des im Herbst 135 n. Chr. als Unterschlupf diente, wurde unter anderem ein Stück Granatapfelrinde gefunden, ein ähnlicher Fund stammt aus der Cave of the Spear in der Nähe von ʾEn Gedi in Israel. In Deutschland ist der Granatapfel etwa im mittelalterlichen  Konstanz archäologisch nachgewiesen.
Obstbau
Es ist eine Vielzahl von Formen gezüchtet worden, wobei teils die Blüten, teils die Früchte das Zuchtziel darstellten. Die Früchte werden von September bis Dezember geerntet.
Zubereitung
Am besten ist es die Spitze etwa 1,5 cm hoch abzuschneiden, dann die Trennwände der einzelnen Kammern außen einzuschneiden und die Frucht dann sternförmig aufzubrechen. Oder die Spitze und den Strunk aus-, abschneiden und die bittere Schale abschnittweise an der Haut einritzen und aufbrechen oder man kann auch die Frucht einfach halbieren. Man kann den Granatapfel in einer Schüssel mit Wasser aufbrechen. Die Kerne sinken ab, während die Schale und die weißen Häutchen auf dem Wasser schwimmen und so leicht zu trennen sind. Die Samen kann man mit den Fingern oder mit einem Löffel herauslösen, auch lassen sie sich durch Klopfen auf die Außenschale der zerteilten Frucht lösen.
Verwendung
Granatäpfel und deren gepresster Saft sind im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in den  USA, in Südeuropa und seit einigen Jahren auch in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet. Aus dem Saft wird auch Granatapfelwein gewonnen, der vor allem von Armenien und Israel exportiert wird. Das Fruchtfleisch oder der Saft des Granatapfels werden zur Verfeinerung von Wild- oder Geflügelgerichten oder in Obstsalaten verwendet. Die Schale des Granatapfels war traditionell Farbstoff für  Orientteppiche. Auch in Indien wurde sie zum Färben von Wolle in Gelb- und Schwarztönen verwendet. Mit einem Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes können mit einer Eisenbeize tief dunkelblaue Farbtöne erzeugt werden.  Grenadinesirup, der früher aus Granatapfelsaft hergestellt wurde, gibt dem Tequila Sunrise und verschiedenen anderen  Cocktails seinen fruchtigen Geschmack und seine rote Färbung. Iran zählt zu den Hauptproduzenten weltweit.

Wirkung
Zur medizinischen Wirkung des Granatapfels wurden schon mehr als 250 medizinische Studien durchgeführt. Die meisten dieser Studien besieren jedoch auf Untersuchungen der Granatapfelwirkung im Reagenzglas. Dennoch gehört der Granatapfel somit zu den gut durch Studien untersuchten Heilpflanzen.
Polyphenole
Besonders interessant für die allgemeine Gesundheit und das Herzkreislaufsystem sind die vielen Polyphenole, die im Granatapfel enthalten sind. Dazu gehören unter anderem die Anthocyane und die Flavonoide, das sind natürliche Farbstoffe mit heilender Wirkung. Den Polyphenolen verdanken auch der Rotwein, die Heidelbeeren und der Grüne Tee ihre Gesundheitswirkung.
Phytohormone
Die im Granatapfel enthaltenen Phytohormone (pflanzliche Hormone) haben eine komplexe Wirkung, die auf den interessierten Laien teilweise einen widersprüchlichen Eindruck macht. Einerseits enthält der Granatapfel pflanzliche Östrogene, die sogenannten Phytoöstrogene, die einen eventuell vorhandenen Östrogenmangel im Körper ausgleichen können. Dadurch hilft der Granatapfel beispielsweise gegen Wechseljahresbeschwerden oder auch manche Fälle von Unfruchtbarkeit. Andere der Phytohormone verhindern jedoch die Überproduktion von Östrogenen, wodurch der Granatapfel gegen Östrogendominanz helfen kann. Sogar östrogenempfindlicher Brustkrebs kann mithilfe des Granatapfels ausgebremst werden. Das Gleiche gilt vermutlich für Prostatakrebs und einige andere Krebsarten. Natürlich sollte man Krebserkrankungen nicht ausschließlich mit Granatapfel behandeln; man kann ihn jedoch als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung und zur Vorbeugung verwenden. Durch die Phytohormone wird der Stoffwechsel insgesamt aktiviert. Der Körper kann sich besser regenieren und wirkt dadurch verjüngt. Die Haut sieht straffer aus und die Faltentiefe wird geringer, insbesondere bei äußerlicher Anwendung. Die Phytohormone sind auch in der Granatapfelschale und in den Samen enthalten.
Vitamine und Mineralstoffe
Die im Granatapfel enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die stärkende Wirkung dieser Heilpflanze.
Anwendungsgebiete
Der Granatapfelbaum kann für eine Vielzahl von Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden eingesetzt werden. Das liegt einerseits daran, dass man verschiedene Teile des Granatapfelbaums medizinische verwenden kann, aber vor allem liegt es an der vielseitigen Kombination von Wirkstoffen, die im Granatapfel enthalten sind.
Granatapfel-Frucht
Die Granatapfelfrucht und ihr Saft sind die wichtigsten medizinisch eingesetzten Bestandteile des Granatapfelbaums.
Krebs
Das interessanteste Einsatzgebiet der Granatapfelfrucht ist wohl die Krebserkrankung. Medizinische Studien deuten eine krebshemmende Wirkung bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Leukämie und möglicherweise einigen anderen Krebsarten an. Das heißt aber nicht, dass der Granatapfel nun das lang erhoffte Wundermittel gegen Krebs ist. Es handelt sich eher um eine leichte Wirkung. Man kann den Granatapfel und seine Produkte also zur Unterstützung einer medizinischen Behandlung verwenden. Auch die Ne-benwirkungen einer Chemotherapie können mithilfe des Granatapfels gelindert werden. Besonders gut soll für diesen Einsatzzweck der fermentierte Saft wirken.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Weil der Granatapfel die Blutgefäße schützt und verjüngt und somit die Durchblutung verbessert, kann man ihn zur Behandlung des gesamten Spektrums der Herzkreislauferkrankungen einsetzen. Das geht von Bluthochdruck und allgemeinen Durchblutungsstörungen bis hin zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall.
Anti-Aging
Neben der positiven Wirkung auf die Durchblutung werden auch die anderen Gewebe des Körpers durch den Granatapfel regeneriert und verjüngt. Daher kann er auch bei anderen Arten von Alterserscheiungen verwendet werden. Das betrifft Gelenkbeschwerden ebenso wie Hautprobleme, erhöhten Cholesterinspiegel und Übergewicht.
Frauenbeschwerden
Die pflanzlichen Hormone des Granatapfels wirken ausgleichend auf das Hormonsystem, insbesondere von Frauen. Darum kann man den Granatapfel bei Wechseljahresbeschwerden anwenden. Auch bei Prämenstruellem Syndrom (PMS) und Unfruchtbarkeit kann man den Granatapfel versuchen.
Granatapfel-Samen
Die Granatapfelsamen werden innerlich für die gleichen Krankheiten eingesetzt wie das Fruchtfleisch oder der Saft. Äußerlich kann man Granatapfelsamenöl verwenden, um die Haut elastischer und jünger zu machen. Es eignet sich als Körperöl, Gesichtsöl und in Cremes aller Art.
Granatapfel-Schale und Granatapfel-Knospen
Den Tee aus der Granatapfelschale oder aus Granatapfelknospen kann man vor allem gegen Frauenbeschwerden, beispielsweise in den Wechseljahren verwenden. Er eignet sich aber auch bedingt für die anderen Anwendungsgebiete der Granatapfelfrucht.
Granatapfel Wurzelrinde
Die Rinde der Granatapfelbaum-Wurzel wurde früher über Jahrhunderte hinweg als Mittel gegen Würmer verwendet. Es gibt jedoch Nebenwirkungen und die Behandlung ist nicht so zuverlässig wie mit modernen Wurmmitteln. Daher wird die Granatapfel-Wurzelrinde heutzutage nicht mehr zur Wurmbehandlung eingesetzt.
Granatapfel Rinde - Achtung giftig!
Die Rinde des Granatapfels wurde früher über Jahrhunderte hinweg als Mittel gegen Würmer, beispielsweise Bandwürmer verwendet. Die Nebenwirkungen, Erbrechen, Durchfall usw. sind hierbei jedoch so stark, dass man die Granatapfelrinde als giftig bezeichnen kann. Daher wird die Granatapfel-Rinde heut-zutage nicht mehr zur Wurmbehandlung eingesetzt.
Granatapfel als Färbemittel
Die verschiedenen Teile des Granatapfels kann man zum Färben verwenden. Je nach Pflanzenteil ent-stehen unterschiedliche Farbtöne:
Fruchtsaft: rot
Granatapfelschale: gelb und schwarz
Wurzel: dunkelblau mithilfe von Eisenbeize.

Geschichtliches
In seiner natürlichen Heimat, im mittleren und nahen Osten, wird der Granatapfel schon seit der Bronzezeit als Frucht geschätzt, wie Ausgrabungen in Jordanien, Ägypten und Zypern belegen. In den Religionen, die im nahen Osten ihren Ursprung haben (Christentum, Judentum, Islam und andere), spielt der Gra eine wichtige Rolle. Sogar der Apfel im Paradies soll eigentlich ein Granatapfel gewesen sein. Im Hohelied Salomons in der Bibel wird der Granatapfel mehrfach erwähnt, um die Schönheit der Frauen zu beschreiben. In allen Religionen, in denen der Granatapfel eine Rolle spielt, steht er für Fruchtbarkeit und Leben. Aufgrund seiner vielen Kerne ist er auch ein Symbol für Kinderreichtum. Den Namen "Punica" verdankt der Granatapfel den Phöniziern. Die Phönizier verbreiteten den Granatapfel in ihrer Blütezeit im Mittelmeerraum, um ihre Religion zu stärken. Der Namensteil "Granat" geht auf das lateinische Wort für "körnig" zurück. Dieser Name wurde im Laufe der Zeit selber zum Namensgeber für ganz unterschiedliche Dinge. Die spanische Stadt und Region Granada wurde nach dem Granatapfel benannt, weil der Granatapfel dort angebaut wird. Die Granate wurde nach dem Granatapfel benannt, weil sie auch zahlreiche "Kerne" enthält. Der Edelstein Granat hat seinen Namen, weil er in Form und Farbe dem einzelnen, roten Samenmantel des Granatapfels ähnelt.

Pflanzenbeschreibung
Der Granatapfelbaum ist im mittleren und nahen Osten heimisch. Die östliche Verbreitung reicht bis nach Indien, Pakistan und Indonesien. Der Granatapfelbaum ist ein kleiner Baum, manchmal auch ein Strauch. Er kann maximal 5 Meter hoch werden. Die Rinde des Granatapfelbaums ist grau bis rötlich-braun. Die länglichen Blätter sind ledrig und glänzend und werden bis zu 10 cm lang. Im Frühling und Sommer wachsen an den Enden der Zweige große, rote oder gelbe Blüten. Die Blüten haben in etwa Glockenform und fünf bis neun Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen September bis Februar die Früchte mit ihrer charakteristischen Form. Die roten Granatäpfel sind rund und werden meistens etwa faustgroß, wobei es erhebliche Größenunterschiede gibt. Typisch ist die kleine "Krone" am oberen Ende der kugeligen Frucht. Im Innern der Frucht findet man zahlreiche Samen, die jeweils einzeln von rotem Fruchtfleisch in einer kantigen Hülle umgeben sind. Dieser rote Samenmantel ist der essbare Teil der Granatäpfel. Die Form dieser Samenmäntel erinnert ein wenig an Mais. Ihre Farbe und Form sehen sehr hübsch aus, ein wenig wie eckig geschliffene Edelsteine, weswegen sie auch gerne für dekorative Zwecke eingesetzt werden. Die saftigen Samenmäntel schmecken süß-säuerlich, wenn der Granatapfel reif ist.
Erscheinungsbild und Blatt
Der Granatapfel wächst als sommergrüner kleiner  Baum und wird oft als  Strauch kultiviert; er erreicht Wuchshöhen bis zu 5 Metern aber auch höher, wird bis zu 3 Meter breit und kann einige hundert Jahre alt werden. Die Pflanzenteile sind kahl. Die  Rinde ist rotbraun bis grau, anfänglich glatt, später furchig, schuppig. Die jungen Zweige sind oft vierkantig, später werden sie grau-braun, stielrund und enden oft in einem Dorn. Er ist normalerweise laubabwerfend aber auch immergrün. Die gegenständigen auch wirteligen oder kreuzgegenständigen, glattrandigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattstiele sind 2 bis 10 Millimeter lang. Die einfache, oberseits glänzende, dunkelgrüne, unterseits blassere und mattere, wachsig-lederige, teils asymmetrische Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 9 Zentimetern, sowie einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern, lanzettlich, eilanzettlich bis verkehrteilan-zettlich auch länglich mit sich verschmälernder Spreitenbasis und stumpfem bis rundspitzigem oder stachelspitzigem oberen Ende. Nebenblätter fehlen, die Nervatur ist gefiedert mit ausgeprägtem Hauptnerv. Die jungen Blätter sind teils rötlich-grün, im Herbst färben sich die Blätter gelb. Es gibt auch strauchige Zwergformen mit einer Höhe bis zu etwa 1–1,5 Metern, z. B. den Zwerggranatapfelbaum.
Blüte
Die Blütezeit liegt normalerweise im  Frühjahr und  Sommer, in China zwischen März und Juli, in manchen Regionen sind 2 bis 3 Blütezeiten üblich. Die geruchlosen Blüten stehen endständig einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigenden. Die bei einer Länge von 3,5 bis 7 cm  sowie einem Durchmesser von 3 bis 4 cm relativ großen, mehrheitlich zwittrig urnenförmigen oder auch unfruchtbar männlich glockenförmigen  Blüten sind fünf- bis neunzählig mit doppelter Blütenhülle. Auch gibt es noch dazwischenliegende, röhrenförmige, teilweise fruchtbare Blüten, mit verkürztem Griffel. Die fünf bis neun an der Basis verwachsenen, wachsig-ledrigen 2 bis 4 cm langen Kelchblätter sind normalerweise orangerot oder hellgelb. Sie sind aufrecht-dreieckig und formen basal einen etwa 2 bis 3 cm langen und bis 1,5 cm breiten Kelch. Die fünf bis neun roten, orangen, selten weißen mit hellgelben Kelchblättern, freien, rü-schigen, zarten Kronblätter sind bei einer Länge von 1,5 bis 3 cm sowie einer Breite von 1 bis 2 cm verkehrt-eiförmig mit gerundetem oder stumpfem oberen Ende. Die sehr vielen  Staubblätter (bis über 300) sind kreisig angeordnet und können die Blütenkrone überragen. Die dorsifixen Staubbeutel sind gelblich-weiß und die Staubfäden rötlich-orange. Er ist  selbst- oder fremdbestäubt. Der unterständige  Fruchtkno-ten ist 8- bis 13-kammerig. Die verwachsenen Fruchtblätter sind überlagert, in verschiedenen Wirteln (in der Regel 2 bis 3), in dem Fruchtknoten angeordnet (coenokarp-synkarp). Die Plazentation ist bei den unteren zentralwinkelständig, bei den oberen parietal. Die Narbe ist kopfig, dreilappig und liegt tiefer als die Staubbeutel. Es gibt auch teilweise fruchtbare „Zier-Granatäpfel" in teils anderen Farben (rosa, gelb) bei welchen die Staubblätter ganz oder teilweise in mehr Blütenblätter umgewandelt sind (Petalodie).
Frucht und Samen
Die bei einem Durchmesser von normalerweise 5 bis 12 cm und 150–500 Gramm schwere, aber auch bis 20cm große und 500 bis über 1000 Gramm schwere, kugelige, apfelähnliche, anfangs grüne, später orangerote, rote bis gelb-grüne oder gelblich-braune,  auch schwarz-violette Frucht ist der Grenzfall einer ledrigen  Beere, da das Fruchtfleisch nicht fleischig ist, aber nicht verholzt. Diese spezielle Fruchtform des Granatapfels wird auch als Balausta bezeichnet. Der Granatapfel ist eine  Scheinfrucht (anthocarp) die aus den Kelchblättern, dem Blütenboden und dem Gynoeceum gebildet wird. Sie ist gekrönt von den haltbaren, manchmal einen Kragen oder eine Spitze ausformenden Kelchzipfeln und den haltbaren Staubblättern. Das weißlich, hellrötliche, bittere, schwammige  Mesokarpwird – wie bei den Citrusfrüchten – als „Albedo" bezeichnet. Dieses ist in einzelne Kammern unterteilt worin sich die  Samen befinden, die Trennwände dieser Kammern werden als „Membrane" bezeichnet. Die kantigen, polyhedralen (vielflächigen), rubinroten bis rosafarbenen oder gelblich-weißen Samen sind mit einer glasigen, leicht durchscheinenden, saftigprallen, herbsüßen Samenschale ( Sarkotesta,  Arillus, Testa) umgeben die bei Druck leicht zerplatzt. Die Samenschalen sind bis zu 15 mm lang und ca. 5 bis 10 mm breit, die eigentli-chen, weichen bis harten Samen sind eiförmig und weißlich und etwa 6 bis 10 mm lang und 2 bis 5 mm breit. Die Frucht enthält etwa 200 bis über 1000 Samen. Die  Tausendkornmasse ohne fleischige Samenschale beträgt ca. 30 bis 40 Gramm, mit beträgt sie ca. 370 bis 400 Gramm. Die Frucht öffnet sich bei Vollreife unregelmäßig. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten. Die Zeit bis zur  Fruchtreife nach der Blütezeit beträgt etwa 130 bis 175 oder etwas mehr Tage.

Anbautipps
Manche Sorten des Granatapfels kann man auch in warmen Gegenden Mitteleuropas anbauen oder in Wintergärten. Die winterfesten Sorten des Granatapfels können zwar milde Winter überstehen, haben mit lang andauerndem starken Frost aber Probleme. Dazu kauft man sich am besten fertige Pflanzen und pflanzt sie im Frühjahr oder Herbst ein. Man kann den Granatapfelbaum aber auch aus Samen an-züchten. Am besten pflanzt man das junge Pflänzchen in einen Kübel, damit man es im Winter an eine halbwegs warme Stelle stellen kann.

Sammeltipps
Die Granatapfelfrucht wird rötlich bis leuchtend rot, wenn sie reif ist. Dann wird die Frucht vom Baum gepflückt. Die Kerne mit dem Fruchtfleisch werden aus der aufgebrochenen Frucht ausgepult.



BACHBLÜTEN
Man fühlt sich völlig ausgelaugt, total am Ende (23 Olive)
- Diese Menschen fühlen sich völlig ausgelaugt, total am Ende
- Mit der dementsprechender Bachblüte sind sie nicht mehr ausgelaugt, da sie nicht mehr am Ende sind

BACHBLÜTEN
Ich fühle mich unglücklich (24 Pine)
- Diese Menschen fühlen sich unglücklich
- Mit der dementsprechender Bachblüte wird das Gefühl des unglücklich sein abstreifen


ERNÄHRUNG
Nährstoffe in unseren Lebensmittel
Unsere Nahrung besteht mengenmäßig zum Großteil aus den Hauptnährstoffen und Wasser.
Kalorien werden überwiegend von den 2 Hauptnährstoffen – MAKROnährstoffe genannt – geliefert.
Die 3 Hauptnährstoffe sind
- Eiweiß
- Fett
- Kohlenhydrate


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